Monatsarchive: September 2009

Also ich bin ja wirklich ein Glückskind auf dieser Welt, habe ich doch das Privileg 5 Wochen Sommerurlaub geniessen zu dürfen. Umso härter fiel es mir, nach diesen schönen Wochen zusammen mit meiner Tierfamilie, mich wieder von ihr zu trennen. Ich weiss, es ist alleine mein Problem. Meine Tierfamilie ist ja stets in meinem Herzen bei mir, also ist sie immer dort wo ich bin.

Nach eben diesem ersten Arbeitstag, ging ich am Abend sofort mit Wakass spazieren. Kaum an unserer beliebtesten Spazierstelle angekommen, sprang er aus dem Wagen und weg war er. Innerhalb kurzer Zeit war er 50 m von mir entfernt. Alles rufen nützte nichts, man(n) blieb stur auf der Stelle verharren und hatte die Ohren zugestopft.

Eilig folgte ich Wakass. Eigentlich hätte ich ihn in diesem Moment an die Leine nehmen müssen, weil solche Eigenleben man den Hunden nicht durchgehen lassen sollte. Mein schlechtes Gewissen, dass Wakass den ganzen Tag auf seinen Spaziergang hat verzichten müssen, hing aber wie eine dunkle Wolke über mir und ich ignorierte das, was ich eigentlich tun sollte. Und es ging weiter. So lieb Wakass sonst immer auf den Spaziergängen ist, an diesem Tag war alles anders. Wakass büchste mir ständig aus und zwar richtig in den dichten Wald hinein.

Bei einer schönen Hundebegegnung mit einer tollen Hundedame hat Wakass sein ungestümes Temperament ein bisschen vergessen (oder etwas geändert ;-)). Als wir dann wieder unseres Weges gingen, lief Wakass schön brav an meiner Seite. Was dann folgte war rein instinktives Handeln von mir. Es war als führte jemand meine Hand. Ich leinte nämlich Wakass an. Grund gab es keinen, er lief ja schön an meiner Seite. Kaum war Wakass an der Leine, stand er da, keine 10 m vor uns. Aus dem Nichts ist er plötzlich aufgetaucht, blieb auf dem Weg stehen und schaute uns mehrere Sekunden direkt an, der Fuchs.

Ich hatte noch nie in meinem Leben einen Fuchs in freie Natur so nah bei mir. Ich war völlig fasziniert von diesem Wesen und Wakass wohl auch, weil wir standen beide wie versteinert da. So wie der Fuchs gekommen war, so verschwand er auch wieder. „Puuuaaa“, dachte ich, „das war jetzt aber knapp. Und Wakass war so ein Engel, keine Bewegung hat er gemacht“. Wir liefen los bis zu der Stelle, wo der Fuchs wieder in der Dichte des Waldes verschwunden war. Und zum ersten Mal konnte ich richtig die Kraft von Wakass spüren. Bin ich froh, trägt er ein Brustgeschirr, weil bei seinem Start auf den Spuren des Fuchses, hat er mir fast den Arm ausgekugelt.

Ja, jetzt war mir alles klar, Wakass hatte keine verstopften Ohren und war auch nicht aus dem Häuschen, weil er erst am Abend auf den Spaziergang durfte. Da hat im wahrsten Sinne des Wortes Herr Reineke Wakass an der Nase herumgeführt.

… brütet im Kanton Jura. Solche Nachrichten höre ich gerne. Wären die Zeitungen voll davon, würde ich glattwegs wieder eine abonnieren.

Vogelkenner entdecken zufälligerweise einen besetzten Steinadlerhost im Kanton Jura in der Schweiz. Dieser Fund kommt einer kleinen Sensation gleich, ist es doch die erste Brut seit über 150 Jahren. Die Vogelwarte Sempach erteilt zum Schutz der Tiere keine näheren Angaben über den Standort des Horstes.

Der Steinadler wurde als „Räuber“ gejagt und fast vollständig ausgerottet. Er kann Beute schlagen, die erheblich schwerer ist als er selber. Auf seinem Speiseplan stehen Murmeltiere, junge Gämsen, Rehkitzen, Füchse, Hasen, und Wildhühner.

Der Steinadler zählt zu der Familie der Habichte und ist der grösste Vertreter der Gattung. Die Geschlechter des Steinadlers unterscheiden sich deutlich in Grösse und Gewicht. Das Weibchen kann eine Körperlänge von 90-100 cm erreichen; das Männchen ist im Mittel rund 10 cm kleiner. Die Spannweite variiert zwischen 190 und 210 cm beim Männchen und zwischen 200 und 230 cm beim Weibchen.

Für mich sind Raubvögel Könige der Lüfte. Ich könnte ihnen stundenlang zusehen, wie sie durch die Luft gleiten und dabei ihre Pfiffe ausstossen.