Monatsarchive: Oktober 2009

 

Hier braucht es keine grossen Worte. Einfach zurücklehnen und geniessen. Welch wunderbare und faszinierende Geschöpfe hat hier die Natur erschaffen. Mein Herz haben sie schon lange erobert.

 

michelespiegel


Ich erzähle hier nicht das Märchen von Schneewittchen…Ich möchte hier über Begebenheiten erzählen, die tagtäglich bei Tierbesitzern passieren können.

Unsere Tiere können uns spiegeln. Der Mensch lebt in einer hektischen Welt, wird über die Medien tagtäglich mit negativen Meldungen überflutet und trägt oft zu sich so wenig Sorge wie auch zu seinem Umfeld. Das Bewusstsein für Feinheiten fehlt, die Sinneswahrnehmungen sind ausgeschaltet.

Ich habe beobachtet, dass es Tiere gibt (nicht alle Tiere tun das), die in solchen Situationen beginnen, seinen Menschen zu spiegeln. Auch Kommunikationen mit den Tieren haben mir das gezeigt. Diese Tiere spiegeln dann die Emotionen. Diese können sie in ganz verschiedenen Ausdrucksweisen erkennen lassen: manchmal ganz offensichtlich in gleichem Verhalten (Stress = Stress), manchmal in Form von Krankheiten oder in merkwürdigen Verhaltensweisen. Bei allem steckt immer ein Ziel dahinter, seinem Menschen etwas zu zeigen, seinen Menschen in seinem momentanen Tun zu stoppen, ihn auf einen anderen Weg zu führen.

Wenn wir diese Ausdrucksverhalten ernst nehmen und hinterfragen, können uns die Tiere auf einen neuen Weg führen, den Weg des eigenen Bewusstseins. Auf diesem Weg können wir nur gewinnen.

Ich habe von fünf Tieren drei die spiegeln. Diese Tiere haben mich soweit gebracht, wie ich heute bin. Ich habe die Berufskarriere an den Nagel gehängt und konnte dafür meine Sinneswahrnehmungen verfeinern. Ich lebe wieder, um zu leben und nicht um Geld zu scheffeln und mir damit gefühllose Statussymbole anzuschaffen.

Diese drei Tiere haben mir jedes auf seine Art und Weise gezeigt, welches die wahren Werte des Lebens sind.

Tiere können unser Seelenspiegel sein – Tiere können unser Seelenheil sein.

Schafe haben es wirklich nicht leicht. Sie sind eine beliebte Beute von Kolkraben, Adlern, Füchsen, streunenden Hunden, Wölfen und Luchsen. Beliebte und leichte Beute sind sie, weil es sich der Mensch oft sehr leicht macht. Die Herden werden ohne jeglichen Schutz irgendwo auf eine Weide „gestellt“.

Mit dem Einzug der Wölfe im Alpenraum wird dem Herdenschutz nun wieder etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Das Comeback der weissen Wächter ist bereits erfolgt. Sie sind gross und furchtlos.

In der Schweiz werden vorwiegend zwei Hunderassen eingesetzt: der Maremmano-Abruzzese und der Patou des Pyrénées.

Bei Herdenschutzhunden werden gezielt diese Eigenschaften herausgezüchtet. Wichtig ist die Fähigkeit, sich sozial an die zu schützende Herde zu binden. Deshalb werden die Welpen innerhalb der Schafherde aufgezogen. Die Hunde lernen so den Umgang mit Artgenossen und den Schafen und entwickeln in der Sozialisierungsphase ihren angeborenen Beschützerinstinkt. Da sie in der Herde aufwachsen, fühlen sie sich ihr zugehörig. Diese Hunde entwickeln meist auch nur eine Zutraulichkeit dem Hirten gegenüber.

Herdenschutzhunde sind keine Hütehunde. Ihre Aufgabe ist lediglich, Angreifer auf die Herde abzuwehren. Der Hütehund hingegen ist dafür besorgt, dass die Herde zusammenbleibt. Dafür werden beispielsweise die Border Collies eingesetzt.

Sind sie nicht schön, die weissen Riesen?

Im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Bern und Freiburg könnte schon bald die erste Wolfsfamilie der Schweiz leben. In der Region streifen ein Männchen und ein Weibchen umher. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie sich finden.

Nach mehreren Angriffen auf Schafherden im vergangenen Sommer war klar, dass eine Wölfin in der Region Gantrisch und in der nahegelegenen Region Kaiseregg lebt. Beide Gebiete grenzen ans Berner Oberland an. Insgesammt riss die Wölfin 34 Schafe, wie die Freiburger Staatskanzlei am Montag mitteilte.

Zur gleichen Zeit wurde im selben Grossraum auf Berner Seite ein männlicher Wolf nachgewiesen. Die räumliche Distanz kann ein Wolf problemlos überwinden.

Möglich also, dass die beiden aufeinandertreffen und in der Grenzregion zwischen dem Kanton Freiburg und dem Kanton Bern bald eine Wolfsfamilie lebt.

Aus Erfahrungen anderer Länder wisse man, dass sich Wolfsfamilien beim Jagen auf grössere Wildarten wie Hirsche konzentrierten. Die Übergriffe auf Schafherden würden dann eher abnehmen, heisst es in der Mitteilung der Freiburger Staatskanzlei weiter.

Unabhängig davon müssen sich die Alpbesitzer und Hirten dennoch schon im kommenden Winter über mögliche Herdenschutzmassnahmen absprechen, so etwa über eine dauernde Behirtung oder den Einsatz von Herdenschutzhunden.

Walliser Wolf in Sicherheit

Der zum Abschuss freigegebene Wolf im Wallis kommt voraussichtlich noch mal mit dem Leben davon. Das Tier, nach neusten Erkenntnissen ein Weibchen, hat das Val des Dix verlassen und wird bis zum Ablauf der Abschussbewilligung am Dienstag 6. Oktober nicht mehr erlegt werden.

Der Kanton Wallis will auch kein Gesuch um Fristverlängerung stellen, wie Staatsrat Jacques Melly am Montag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die meisten Schafherden seien wieder im Tal.

(Nachrichten von Tele Bärn)…

…welche ich liebend gerne übernehme :-). Wenn ich Walliser Wolf wäre, würde ich exakt am 7. Oktober wieder auftauchen und die Walliser ein bisschen an der Nase herum führen.

Und was lese ich noch aus dieser Geschichte? Es lebe der Kantöndligeist der Schweiz. Während sich die einen über eine dauernde Behirtung und Herdenschutzhunde Gedanken machen, holen sich die anderen immer noch lieber ihre Jagd-Trophäen.

Ich wünsche mir jetzt einfach ganz fest Nachwuchs bei Familie Wolf. Ich bin mir ganz sicher, der Wolf wird sich nicht mehr verdrängen lassen.

Am 4. Oktober ist Welttiertag – Franz von Assisis Gedenktag. Er galt als Schutzpatron der Tiere und konnte gemäss Legende alle Lebewesen verstehen und sogar mit ihnen reden.

Der Welttiertag wurde 1931 in Florenz gegründet und ruft Grundwerte wie Respekt und Fürsorge für die Tiere jedes Jahr wieder in Erinnerung.

Für viele Menschen sind Tiere immer noch seelenlose Wesen. Selbst die Kirche ist dieser Ansicht. Diese von Menschenhand erschaffenen Institutionen dürfen deshalb ohne schlechten Gewissens hinterfragt werden. Ich bin mir nämlich ganz sicher, dass Gott jedem Wesen eine Seele geschenkt hat. Tiere haben Gefühle, wie wir Menschen auch. Sie drücken sie einfach anders aus.

Die Schweizer gelten zwar als tierliebend, aber oft müssen wir uns im Alltag eines besseren belehren lassen. Misshandlungen, Vernachlässigungen oder gar Tierquälereien sind leider immer wieder anzutreffen. Tiere können nicht selber für ihre Anliegen einstehen, also können wir ihnen nur helfen, indem wir hinschauen und reagieren.

Am 4. Oktober ist Welttiertag, mögen sich an diesem Tag viele Herzen für die Tiere, die Tierseelen, öffnen.