Im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Bern und Freiburg könnte schon bald die erste Wolfsfamilie der Schweiz leben. In der Region streifen ein Männchen und ein Weibchen umher. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie sich finden.

Nach mehreren Angriffen auf Schafherden im vergangenen Sommer war klar, dass eine Wölfin in der Region Gantrisch und in der nahegelegenen Region Kaiseregg lebt. Beide Gebiete grenzen ans Berner Oberland an. Insgesammt riss die Wölfin 34 Schafe, wie die Freiburger Staatskanzlei am Montag mitteilte.

Zur gleichen Zeit wurde im selben Grossraum auf Berner Seite ein männlicher Wolf nachgewiesen. Die räumliche Distanz kann ein Wolf problemlos überwinden.

Möglich also, dass die beiden aufeinandertreffen und in der Grenzregion zwischen dem Kanton Freiburg und dem Kanton Bern bald eine Wolfsfamilie lebt.

Aus Erfahrungen anderer Länder wisse man, dass sich Wolfsfamilien beim Jagen auf grössere Wildarten wie Hirsche konzentrierten. Die Übergriffe auf Schafherden würden dann eher abnehmen, heisst es in der Mitteilung der Freiburger Staatskanzlei weiter.

Unabhängig davon müssen sich die Alpbesitzer und Hirten dennoch schon im kommenden Winter über mögliche Herdenschutzmassnahmen absprechen, so etwa über eine dauernde Behirtung oder den Einsatz von Herdenschutzhunden.

Walliser Wolf in Sicherheit

Der zum Abschuss freigegebene Wolf im Wallis kommt voraussichtlich noch mal mit dem Leben davon. Das Tier, nach neusten Erkenntnissen ein Weibchen, hat das Val des Dix verlassen und wird bis zum Ablauf der Abschussbewilligung am Dienstag 6. Oktober nicht mehr erlegt werden.

Der Kanton Wallis will auch kein Gesuch um Fristverlängerung stellen, wie Staatsrat Jacques Melly am Montag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die meisten Schafherden seien wieder im Tal.

(Nachrichten von Tele Bärn)…

…welche ich liebend gerne übernehme :-). Wenn ich Walliser Wolf wäre, würde ich exakt am 7. Oktober wieder auftauchen und die Walliser ein bisschen an der Nase herum führen.

Und was lese ich noch aus dieser Geschichte? Es lebe der Kantöndligeist der Schweiz. Während sich die einen über eine dauernde Behirtung und Herdenschutzhunde Gedanken machen, holen sich die anderen immer noch lieber ihre Jagd-Trophäen.

Ich wünsche mir jetzt einfach ganz fest Nachwuchs bei Familie Wolf. Ich bin mir ganz sicher, der Wolf wird sich nicht mehr verdrängen lassen.

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