Schafe haben es wirklich nicht leicht. Sie sind eine beliebte Beute von Kolkraben, Adlern, Füchsen, streunenden Hunden, Wölfen und Luchsen. Beliebte und leichte Beute sind sie, weil es sich der Mensch oft sehr leicht macht. Die Herden werden ohne jeglichen Schutz irgendwo auf eine Weide „gestellt“.

Mit dem Einzug der Wölfe im Alpenraum wird dem Herdenschutz nun wieder etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Das Comeback der weissen Wächter ist bereits erfolgt. Sie sind gross und furchtlos.

In der Schweiz werden vorwiegend zwei Hunderassen eingesetzt: der Maremmano-Abruzzese und der Patou des Pyrénées.

Bei Herdenschutzhunden werden gezielt diese Eigenschaften herausgezüchtet. Wichtig ist die Fähigkeit, sich sozial an die zu schützende Herde zu binden. Deshalb werden die Welpen innerhalb der Schafherde aufgezogen. Die Hunde lernen so den Umgang mit Artgenossen und den Schafen und entwickeln in der Sozialisierungsphase ihren angeborenen Beschützerinstinkt. Da sie in der Herde aufwachsen, fühlen sie sich ihr zugehörig. Diese Hunde entwickeln meist auch nur eine Zutraulichkeit dem Hirten gegenüber.

Herdenschutzhunde sind keine Hütehunde. Ihre Aufgabe ist lediglich, Angreifer auf die Herde abzuwehren. Der Hütehund hingegen ist dafür besorgt, dass die Herde zusammenbleibt. Dafür werden beispielsweise die Border Collies eingesetzt.

Sind sie nicht schön, die weissen Riesen?

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