Eine Weihnachtsgeschichte

Charlie hatte es sich in der Stube gemütlich gemacht. Draussen schneite es in dicken Flocken. Dieses Wetter behagte ihm überhaupt nicht. Die Haustüre öffnete sich und ein kühler Windzug strich durch das Haus.

„Was macht den meine Mami da für komische Geräusche?“ dachte er und lugte aus seiner Kuschelecke hervor. „Oh, ist das aber toll, jetzt bringt sie mir doch tatsächlich einen Baum nach Hause“. Übermütig sprang er aus seiner Kuschelecke und strich der Frau schnurrend um die Beine. „Nein Charlie, lass das bitte, ich kann dich jetzt nicht knuddeln“, kam die Antwort auf seine erwartungsvolle Begrüssung.

Die Frau stellte den Weihnachtsbaum in die Stube und holte einen grossen Karton aus dem Keller. Als sie den Deckel hob, weiteten sich die Augen von Charlie. „Wow, ist das toll. So viele Glitzersachen zum Spielen. Ich hab doch einfach die tollste Mami der Welt.“ Und sprang mit einem Satz in die Kiste. Die Silbergirlanden haben es ihm sofort angetan. Er fing ein wildes Spiel an, bis er von den Girlanden regelrecht eingewickelt war.

„Nein Charlie, so geht das nicht! Das sind schöne Dekorationen für den Weihnachtsbaum, damit darfst du nicht spielen!“ Kurzerhand hob die Frau Charlie auf die Arme und stellte ihn vor das Wohnzimmer. Rums. Türe zu. „Was für eine Spielverderberin, immer wenn’s grad lustig wird“ maulte er und zottete davon.

In der Zwischenzeit dekorierte die Frau den Baum. Leise summte sie Weihnachtslieder vor sich hin. Charlie hörte das und setzte sich wieder hinter die verschlossene Türe. Die Zeit verstrich, also legte er sich hin, so nach dem Motto: „ich kann schon warten“. Endlich öffnete sich die Türe. Was Charlie erblickte, liess sein Herz höher schlagen. „Ohhhhh, ein Spielebaum, ach wie toll“ und in einem Satz war er da und kletterte den Baum hoch. Die Weihnachtskugeln schwangen wild hin und her. Das animierte ihn natürlich noch mehr, nach diesen schönen Bällen zu pföteln.

Plötzlich gab’s einen Riesenkrach und die ganze Bescherung lag am Boden. Wie ein roter Pfeil verschwand Charlie aus dem Zimmer und versteckte sich unter einem Möbelstück. „Ups, das war aber knapp….“

Traurig schaute die Frau auf den am Boden liegenden Weihnachtsbaum. „Das wird wohl nichts mehr mit Tannenbaum“, dachte sie. Und plötzlich musste sie herzhaft lachen, als sie sich die Bilder noch einmal in Erinnerung rief. „Eigentlich macht das ja überhaupt nichts“ dachte sie dann „die Tannenbäume gehören ja in den Wald.

Also überlegt euch gut, wie Ihr euer Haus weihnachtlich schmückt, wenn Katzen im Hause sind 🙂 🙂 🙂

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.