Ich liebe die Weihnachtsfeiertage sehr. Ich bin wirklich nur noch selten vor dem Fernseher anzutreffen und wenn, dann sind es Sendungen über die Natur oder die Tiere, welche mich noch fesseln können.
Über die Feiertage ist es aber immer ganz anders. Da kommen meine Klassiker. Michel von Lönneberga, drei Nüsse für Aschenbrödel und wie die Weihnachts-Märchen alle heissen. Auch wenn ich sie schon zigmal gesehen habe, ich schaue sie mir immer wieder mit Freuden an. Und zufälligerweise hat mich das Einschalten des Fernsehers in eine Sendung geführt.

Da wurde von einer Franziskanernonne berichtet, Schwester Theresia, welche sich im Felsentor auf dem Rigi den „Nutztieren“ angenommen hat. Es sind alles Tiere, welche beim Schlachter freigekauft worden sind. Schweine, Kühe, ein Stier, Schafe…..
Diese Frau pflegt die Tiere mit grösster Liebe und Hingabe. Ihr Herz schlägt besonders für die Schweine. Es waren unglaubliche Bilder, welche ich in dieser Sendung zu sehen bekam. Das Team vom Fernseher bemerkte auch, wie der Schweinestall überhaupt nicht nach Schweinestall roch, weil den Tieren die Möglichkeit gegeben wird, sich ausserhalb des Stalls bei ihren eigenen „Toiletten“ zu versäubern. Schweine seien äusserst reine Tiere mit einer sehr empfindlichen Nase, berichtete Schwester Theresia. Wenn sie eine Wahl hätten, würden sie niemals ihr Nest beschmutzen. Deshalb sei die industrielle Haltung der Tiere zusätzlich qualvoll für sie. Sie sagte auch, dass die Menschen oft mehr über das Leben von wildlebenden Tieren wissen als über dasjenige des Hausschweins oder der „Nutztiere“ generell.
Schwester Theresia bietet im Felsentor Tierschutzkurse für Schulklassen und andere Interessierte an.

Mich hat diese Sendung sehr beeindruckt, so sehr sogar, dass ich einfach darüber schreiben muss. Nicht zuletzt deshalb, weil es noch keine zwei Wochen her ist, dass mir ein lieber Mensch schrieb, wie schrecklich das Wort „Nutztiere“ doch sei. „Wann werden diese Tiere mit den wundervollen sanften Augen, dem tiefen schnauben und der beruhigenden Wirkung, wenn man ihnen in die Augen sieht, irgendwann den Respekt bekommen, den sie verdienen“?
Diese Frage bleibt (leider) offen. Aber gerne helfe ich mit diesem Artikel bei, diese Tiere den Menschen wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Warum nennen wir diese Tiere „Nutztiere“? Weil sie so, wie sie momentan vom Menschen noch behandelt werden, benutzt werden. Sollten wir uns nicht vermehrt fragen, welche Bedeutung hinter den Wörtern steht? Holen wir uns doch einfach einmal ins Bewusstsein, was für einen Weg ein Stück Fleisch auf dem Teller gegangen ist. Braucht der Mensch überhaupt täglich ein Stück Fleisch? Wäre ein massvoller Umgang mit diesem Nahrungsmittel für den Menschen nicht gesünder? Weniger Fleisch essen würde für die Tiere bessere Lebensqualität bedeuten, weil es so keine Massenproduktionen mehr geben müsste. Wenn wir weniger Fleisch essen, können wir auch mehr dafür bezahlen. Je billiger das Fleisch ist, desto leidensvoller der Weg des Tieres war.

Tierseelen schauen in Menschenseelen.

Sind sie nicht schön, unsere Farmtiere? Auch sie besitzen eine Seele, genauso wie die Haustiere auch.

Es gibt auch Bauern mit Herz, man muss sich nur umschauen. www.garohof.ch

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