Alle Jahre wieder kommt er, der Jahresabschluss. Viele fröhliche Partys werden gefeiert und ganz gespannt wartet man auf den Jahreswechsel. Dieser wird immer mehr mit schönen Feuerwerken gefeiert. Menschen stehen draussen und bestaunen die farbenprächtigen wunderschönen Formen.

Hier in der Schweiz ist der Nationalfeiertag, der 1. August, immer ein Grossanlass für diese Feuerwerke. Seit einigen Jahren wird nun auch der Brauch des Silvester-Feuerwerkes aus dem Ausland übernommen und findet hier immer mehr gefallen. Gefallen für die Augen der Menschen.

Wie ist es bei den Tieren mit den Feuerwerken? Ich kann sehr gut verstehen, dass Menschen ohne Haustiere sich diesbezüglich noch nie Gedanken gemacht haben. Das Farbenspiel ist ja wirklich sehr verlockend. Wer aber Tiere besitzt, sieht, was diese Feuerwerke bei den Tieren auslösen (und bei diesen Menschen kann ich kein Verständnis aufbringen, wenn sie Feuerwerkskörper anzünden!). Es sind ja nicht nur die Haustiere, die unter den Knallern und Heulern zu leiden haben. Nein, gerade auf dem Land betrifft dies auch alle Farm- und Wildtiere. Und natürlich betrifft es auch die ganze Natur. Der rauchige Gestank ist noch am nächsten Tag zu riechen, man stelle sich das einmal weltweit vor.

Der Mensch hört ca. 20 – 20’000 Hz, der Hund ca. 15 – 50’000 Hz, die Katze ca. 60 – 65’000 Hz. Für Katzen und Hunde müssen diese Feuerwerkparties äusserst schmerzhaft, eine Tortour sein, weil ihre Gehöre so fein sind. Gewisse Hunde ertragen Knaller besser, weil bei ihnen eine Schussfestigkeit eingezüchtet wurde. Andere Hunde haben aber gerade das Gegenteil in ihren Genen, die Schussscheuheit.

Mit einer Kommunikation bereite ich unsere Tiere immer auf das, was passieren wird, vor. Sie wissen, dass wir zu Hause bleiben und für sie da sind. Leise feine und beruhigende Musik ist für sie im Hause eingeschaltet.

Unsere Katzen verkriechen sich trotz allen Vorbereitungen jeweils in den Keller. Wakass hat diese Feste und auch Gewitter bis jetzt immer gut verarbeiten können. Er ist zwar bei jedem Knall kurz aufgestanden, konnte sich aber gleich wieder fangen. Was wir aber bei Tjara gesehen haben, war wirklich schlimm. Sie war panisch. Sie wurde immer aufgeregter und hächelte völlig gestresst. Sie lief von einem Zimmer ins andere und wusste nicht, wo sie sich verziehen konnte. Die Feierlichkeiten waren längst vorbei, aber Tjara konnte sich lange nicht beruhigen. Ich weiss, dass man den Hunden in den Situationen ihrer Angst keine Beachtung schenken soll. Mit Trösten bestätigt man die Angst und macht sie noch grösser.

Aber wie soll man ein solches Verhalten nicht beachten? Mir hat es in der Seele wehgetan, wenn ich Tjara so gesehen habe. Etwa um 3.30 Uhr konnte sie sich endlich entspannen, zwischen mir und meinem Mann. Ach mir war das so etwas von egal. Sie brauchte in diesem Moment unseren Körperkontakt, hat ihn bei uns im Bett gesucht und ihn auch bekommen. Ihr Kopf lag auf meinem Bauch und endlich kam bei ihr der von mir lang ersehnte tiefe und Entspannung bringende Ausschnaufer.

 

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