Delphinarien / Seaworld

4. März 2010 Von: Michèle Kategorie: Wildtiere


Seaworld und Delphinarien üben schon lange Faszination auf den Menschen aus. Delphine und Orcas aus der Nähe betrachten zu können, wirkt geradezu magisch. Der kürzlich ereignete Unfall zwischen dem Orca Tilikum und seiner Trainerin bei Seaworld hat die Menschen wieder in die Realität zurückgeholt.

Ein Orca ist ein grosser Schwertwal und gehört zur Familie der Delphine. Menschen haben angefangen, in grossen Aquarien sowohl Delphine als auch Orcas zu halten, zu dressieren und in Shows einem Publikum vorzuführen.

Es gibt Tiere, welche allein schon durch die Geschwindigkeit ihrer Fortbewegung nie artgerecht gehalten werden können. Dazu gehören für mich eindeutig Wesen wie die Orcas und Delphine. Mit einer Geschwindigkeit von 55 Stundenkilometer bewegen sie sich durch die Meere und legen täglich grosse Strecken zurück. Sie springen aus dem Wasser und tauchen mehre hundert Meter tief. Keine Seaworld-Anlage und kein Delphinarium der Welt können diesen Lebensweisen gerecht werden. Sie sind für diese Wesen nicht mehr als ein Minischwimmbad.

Orcas und Delphine besitzen eine hohe Intelligenz, welche der Mensch mit seinen Dressuren schamlos ausnutzt. Der einzige Weg, die Haltung dieser Tiere in Anlagen wie Seaword oder Delphinarien zu stoppen, ist der, dass man solche Orte meidet.

Für die Angehörigen der Trainerin ist dieser Unfall bestimmt eine Tragödie, sie haben mein Mitgefühl. Gemäss Aussage von Wikipedia sind keine Angriffe durch Orcas auf Menschen dokumentiert. Deshalb hat für mich dieser Unfall eine Bedeutung. Tilikum hat mich und bestimmt noch viele Menschen mehr, auf etwas aufmerksam gemacht, das schon lange nicht mehr in dieser Form sein sollte. Es gäbe bestimmt andere Wege, diese wunderbaren „Flieger“ des Meeres den Menschen näher zu bringen. Sie sind gerne in der Gesellschaft des Menschen, das zeigen mehrere Begegnungen mit diesen Tieren in freier Wildbahn. Nur hätten sie dazu gerne eine Wahl.

(Bilderquelle: google)

Michèle Roncaglioni

Tierkommunikation mit Tilikum

ein Kommentar zu“ Delphinarien / Seaworld ”

  1. # 1 RAINBOW schreibt:

    Liebe Michèle,

    jedes Lebewesen sollte FREI wählen können, wie es leben will. Wir Menschen halten es auch nur bis zu einer gewissen Grenze aus, dann wehren wir uns auf eine uns eigene Art – durch Angriff oder Flucht – verbal oder körperlich.
    Du hast mir mit Deinen Beiträgen das Verständnis für die Tiere näher gebracht und die Möglichkeit gezeigt, dass wir Menschen mit Tieren richtig kommunizieren können, wenn wir sie verstehen wollen.
    Sicher hat Tilikum schon lange Signale ausgesendet, die Überschreitung seiner Grenzen kommuniziert. Irgendwann ist das Maß voll und es bleibt nur noch Angriff, wenn keine Flucht möglich ist.
    Mit den Tieren spielen ist nicht das Gleiche, wie sie zu dressieren – wir sollten dabei überlegen, ob es uns angenehm ist, wenn Mensch dressiert und entmündigt wird.
    Tierpfleger sollten das wissen und respektieren.

    Liebevolle Grüße
    RAINBOW

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