Seaworld und Delphinarien üben schon lange Faszination auf den Menschen aus. Delphine und Orcas aus der Nähe betrachten zu können, wirkt geradezu magisch. Der kürzlich ereignete Unfall zwischen dem Orca Tilikum und seiner Trainerin bei Seaworld hat die Menschen wieder in die Realität zurückgeholt.
Ein Orca ist ein grosser Schwertwal und gehört zur Familie der Delphine. Menschen haben angefangen, in grossen Aquarien sowohl Delphine als auch Orcas zu halten, zu dressieren und in Shows einem Publikum vorzuführen.
Es gibt Tiere, welche allein schon durch die Geschwindigkeit ihrer Fortbewegung nie artgerecht gehalten werden können. Dazu gehören für mich eindeutig Wesen wie die Orcas und Delphine. Mit einer Geschwindigkeit von 55 Stundenkilometer bewegen sie sich durch die Meere und legen täglich grosse Strecken zurück. Sie springen aus dem Wasser und tauchen mehre hundert Meter tief. Keine Seaworld-Anlage und kein Delphinarium der Welt können diesen Lebensweisen gerecht werden. Sie sind für diese Wesen nicht mehr als ein Minischwimmbad.
Orcas und Delphine besitzen eine hohe Intelligenz, welche der Mensch mit seinen Dressuren schamlos ausnutzt. Der einzige Weg, die Haltung dieser Tiere in Anlagen wie Seaword oder Delphinarien zu stoppen, ist der, dass man solche Orte meidet.
Für die Angehörigen der Trainerin ist dieser Unfall bestimmt eine Tragödie, sie haben mein Mitgefühl. Gemäss Aussage von Wikipedia sind keine Angriffe durch Orcas auf Menschen dokumentiert. Deshalb hat für mich dieser Unfall eine Bedeutung. Tilikum hat mich und bestimmt noch viele Menschen mehr, auf etwas aufmerksam gemacht, das schon lange nicht mehr in dieser Form sein sollte. Es gäbe bestimmt andere Wege, diese wunderbaren „Flieger“ des Meeres den Menschen näher zu bringen. Sie sind gerne in der Gesellschaft des Menschen, das zeigen mehrere Begegnungen mit diesen Tieren in freier Wildbahn. Nur hätten sie dazu gerne eine Wahl.









