…wie ein Faultier
Woher kommt dieser Name? Dieser Redewendung bin ich nachgegangen und habe Interessantes gefunden. Faultiere verbringen ihr Leben, ohne sich groß anzustrengen. Meist hängen sie einfach nur da, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Trägheit hat ihnen evolutionär nicht geschadet. Wie in Zeitlupe hangelt sich dieses Wesen durch die Regenwälder Mittel- und Südamerikas.
In der Natur hat alles einen Sinn. Was aber ist der Sinn dieser Langsamkeit? Warum bewegt sich das Faultier den lieben langen Tag kaum? Diese Langsamkeit ist ein sehr cleveres Erfolgskonzept. Das Faultier spart durch seine gemächlichen Bewegungen eine Menge Energie. Auf diese Weise kann es eine Futterquelle nutzen, die vielen anderen Tieren zu mager wäre: Es ernährt sich von den extrem nährstoffarmen Blättern der Baumkronen. Möglichst wenig bewegen, um keine Energie zu verschwenden, so schafft es das Faultier, mit wenig auszukommen. Das ist purer Erfolg durch Sparsamkeit!
Zweifingerfaultiere erreichen eine Länge von etwas über einem halben Meter und werden bis zu neun Kilogramm schwer.
Wer nun denkt, Faultiere seien durch ihre langsame Fortbewegung wehrlos, täuscht sich. Wenn es tatsächlich einmal angegriffen wird, kann es mit seinen langen Krallen durchaus flinke Hiebe austeilen und mit seinen spitzen Zähnen kräftig zubeißen.









