Der Spatz oder Sperling, ist wohl einer der bekannteren Vogelarten für die meisten Menschen, weil er in der Stadt und auf dem Land heimisch ist. Er könnte aber schon bald zum Exoten werden. Der Grund liegt vor allem bei den Kleingärtner und beim Ehrgeiz des Klimaschutz. So gibt es mancherorts nur noch halb so viele Spatzen wie in den 80er-Jahren. Die Stadt-Vertreter fressen und verfüttern inzwischen notgedrungen alles.

Der Spatz ist auf die Rote Liste gerückt und mancherorts wahrscheinlich für lange Zeit verstummt. Nach neusten Forschungen gibt es bereits einen Fünftel weniger Spatzen als noch vor 30 Jahren.

Stadt-Spatzen sind zu flexiblen Allesfressern geworden. Der Nachwuchs benötig aber vor allem fette Würmer und grosse Käfer als Nahrung. Doch die Jagd nach kleinem Getier wird immer schwieriger, wird doch in den Kleingärten oft alles fein säuberlich mit Insektiziden und Pestiziden weggespritzt. Die Blattläuse, Käfer und Larven fehlen für den Nachwuchs.

Das zweite Problem: Der Spatz liebt Dächer für den Nestbau. Immer mehr Eigentümer lassen ihre Häuser modernisieren. Eine gedämmte Fassade und ein dichtes Dach senken die Heizkosten, was Umwelt und Klima schont. Platz für den Spatz ist an solchen Häusern allerdings nicht mehr. Und dann gibt es noch die Menschen, welche die Nester an ihren Häusern absolut nicht dulden, weil es für einen kurzen Augenblick etwas schmuzig zu und her geht.

Der Spatz wurde im Jahr 2002 als Vogel des Jahres gewählt. Wurde der Rückgang seiner Art schon da wahrgenommen?  Tragen wir doch einfach Sorge zu dem quirligen Geselle in unseren Gärten.

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