Vor einigen Wochen fand ich auf meiner Terrasse ganz viele tote Bienen. Das war natürlich Wasser auf meinen Mühlen. Die Bienen forderten mich auf, über sie zu schreiben.

Leider ist das Leben der Bienen in der Tat kein Honigschlecken mehr. Blumenlose Wiesen, schnelle Kreiselmäher, Parasiten, Pestizide und nach neusten Erkenntnissen nun auch noch die Mobilfunkstrahlen und Starkstromleitungen lassen diese kleinen fleissigen Insekten verschwinden.

Ein Beispiel: Ein Rotationsmähwerk mit Aufbereiter tötet beim Mähen 35 – 60 Prozent der Honigbienen (und natürlich auch andere Insekten).

Bienen sorgen direkt und indirekt für ca. einen Drittel der menschlichen Nahrung, da diese ohne Bestäubung der Pflanzen, (z. B. Obst- und Gemüsesorten, auch Getreide für die Futtermittel der Tiere) nicht gedeihen kann. Wer aber übernimmt das Bestäuben der Blüten wenn es keinen Bienen mehr gibt?

Ich lebe in der Nähe eines Bienenhäuschens. Ja, der Monat Mai ist wahrlich für uns Anwohner kein Honiglecken. Es ist die Zeit des Schwärmens und da können diese Tierchen ganz schön aggressiv sein. In meinem Artikel „die Bienen“ ist zu lesen, wie mir die Bienen näher gekommen sind. So bin ich erst richtig auf sie aufmerksam geworden. Ein wirklich interessantes Wesen, wenn man sich ein bisschen mit ihm auseinandersetzt. Schon nur die grossartige Arbeit, die dieses Insekt leistet.

  • Für ein Honigbrot legt eine Biene rund 2’400 km zurück.
  • 0,05 ml Nektar kann pro Flug gesammelt werden.
  • Für 500 g Honig braucht es 2,5 l Nektar.
  • Für ihren Energiehaushalt braucht die Biene noch einmal 2,5 l Nektar.
  • Für 500 g Honig müssen also 100’000 Flüge oder 75’000 km Flugstrecke absolviert werden.

Diese kleine Aufstellung soll unser Bewusstsein beim Verzehren einer Honigschnitte wecken. Sind wir doch diesen fleissigen Wesen dankbar für ihre grossartige Arbeit und denken das nächste Mal daran, wie viel Energie und Kraft in einem Honigbrot steckt.

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