Der Radar der Schweizerischen Vogelwarte zeigt 186 km/h an, als sich ein Wanderfalke im Sturzflug befand. Dies ist die höchste Geschwindigkeit, die je an einem Wildtier gemessen wurde.
Ich widme mich diese Woche dem Wanderfalken, weil ich auf einen Artikel gestossen bin. In Deutschland konnte der Wanderfalke wieder erfolgreich angesiedelt werden. Das sind schöne Neuigkeiten. In Brandenburg und Mecklenburg brüten wieder 32 Paare.
In der Schweiz gibt es bereits über 200 Paare. Der Wanderfalke verschwand in den Achzigerjahren fast vollständig, weil Insektizide in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Die Eierschalen wurden immer dünner und die Embryos starben ab.
Im größten Teil des Verbreitungsgebietes sind Wanderfalken Felsbrüter. Sie finden sich daher weltweit vor allem in Regionen mit Felsen. Geschlossen bewaldete oder großräumig felsfreie Gebiete werden nur regional in Mittel- und Osteuropa, im Nordwesten Nordamerikas und in Teilen Australiens besiedelt.
Wanderfalken sind hochspezialisierte Vogeljäger. Die spektakulären Sturzflüge aus großen Höhen bei der Jagd und die dabei erreichten hohen Geschwindigkeiten, haben den Wanderfalken zu einer der weltweit bekanntesten Greifvogelarten gemacht. Wie ein Geschoss stürzt sich der Wanderfalke mit eng an den Körper angelegten Flügeln auf seine meist nichts ahnende Beute herab. Oft wird dem Opfer bereits durch den Aufprall das Genick gebrochen. Zu den beliebtesten Beuten zählen Tauben, Möwen, Stare und Drosseln. Die viel kräftigeren Weibchen sind jedoch auch in der Lage, Enten und andere grössere Vögel zu schlagen.
Ich freue mich über seine Rückkehr!









