Ihren Namen verdankt sie der griechischen Mythologie: Ein junges Mädchen namens Clytia hatte sich in den Sonnengott Helios verliebt, der ihre Liebe leider nicht erwiderte. Ihre Leidenschaft war so groß, dass sie die ganze Zeit damit verbrachte, ihn anzuschauen; letztendlich verwandelte sie sich in Helianthemum, die Blume, die sich stets zur Sonne dreht.
Das konnte man letzte Woche in meinen News lesen. Aber warum tut die Sonnenblume das? Wenn ich nämlich unsere Sonnenblumenfelder beobachte, verändert sich der Blütenstand nicht. Alle Blüten schauen immer in die Richtung, in welcher für sie die Sonne aufgeht. Meistens ist es Osten. Befindet sich aber ein Sonnenblumenfeld am Rande eines Waldes, welcher den morgendlichen Sonnenaufgang abschirmt, kann die Richtung anders sein, eben so, wie für die Blume die Sonne aufgeht. Warum hört und liest man dann immer, dass sich ihr Kopf der Sonne zu wendet? Sie tut es, aber nicht als Blüte. Ich bin fündig geworden bei Wikipedia.
… An sonnigen Tagen verfolgt die Knospe die Sonne auf ihrer Reise entlang des Himmels von Ost nach West, während sie nachts oder in der Morgendämmerung auf ihre nach Osten gerichtete Position zurückkehrt. Auch wenn dies vielfach für die reifende Pflanze angenommen wird, so drehen sich nur die Blätter und Knospen nach der Sonne, nicht jedoch die Fruchtstände. Diese weisen in der Regel nach Osten – dorthin, wo die Sonne aufgeht. Die Bewegung wird von Motorzellen im Pulvinus, einem flexiblen Segment des Stamms gerade unterhalb der Knospe, ausgeführt. Der Stamm verhärtet am Ende der Knospenstufe seine östliche Ausrichtung und, wenn die Überstrahlungsstufe erreicht wird, »friert« der Stamm sie gewissermaßen ein. Auf diese Art blühende Sonnenblumen sind nicht mehr heliotrop und die meisten Köpfchen zeigen in Richtung des Sonnenaufgangs…
Sonnenblumen bieten mit ihren Kernen Nahrung für Vögel. Aus ihnen kann aber auch wertvolles Oel gewonnen werden, welches einen hohen Anteil an essentieller Linolsäure hat. Die Sonnenblume besitzt zudem eine entgiftende Wirkung für Mutter Erde. Sie entzieht dem Boden Schadstoffe und wird deshalb oft auch in belasteten Böden ausgesät. Das ist wohl dort, wo nicht geerntet wird, sondern die Blumen einfach in den Boden gepflügt werden.
Nächstes Jahr, werde ich in meinem Garten Sonnenblumen anpflanzen und hole mir so kleine Sonnen in meinen Garten.









