Endlich Ferien. Ich geniesse diese Tage in vollen Zügen. Einfach meinen Rhythmus leben, leben nach dem Lustprinzip. Dazu gehören natürlich auch meine täglichen Spaziergängen mit meinem Hund. Kaum im Wald ertönt bereits das laute Summen der Bienen hoch oben in den Bäumen. Es richt frisch nach dem kürzlich gefallenen Regen. Und dann die würzige Waldluft, einfach herrlich.

Gemütlich streife ich mit Wakass quer durch den Wald, auch abseits der Wege. Der Boden ist weich, zwischendurch knackt es von einem Ast. Der liebliche Gesang der Vögel begleitet uns dabei. Plötzlich hören Wakass und ich gleichzeitig ein Geräusch. Wakass bleibt in Vorstehhaltung stehen, so dass ich ihn an die Leine nehmen kann. Ich beginne mich umzuschauen. Da war es wieder, dieses spezielle Fiepen.

Dieses Mal konnte ich die Richtung ausmachen, hoch oben in den Bäumen. „Jööööhhh, ein junges Eichhörnchen. Nein, zwei junge Eichhörnchen!“ Das waren natürlich in Gedanken gesprochene Worte, ich wollte die beiden ja nicht in ihrem Spiel stören. Wakass und ich blieben reglos stehen und schauten dem Spiel zu. Sie kletterten den Baum umkreisend hoch und wieder hinunter und sprangen über die Äste auf den nächsten Baum. Die beiden spielten ausgelassen miteinander, als wären wir nicht da. Dabei gaben sie immer wieder ihre fiependen Geräusche von sich. Einige Minuten konnten wir diesem Schauspiel folgen, bis sie aus unserem Blick verschwanden.

Ich habe schon lange keine Eichhörnchen mehr gesehen. Früher waren unsere Wälder dicht besiedelt mit ihnen. Jetzt ist es ein Glück, diesen flinken Wesen begegnen zu dürfen. Was für Glückskinder wir doch sind, Wakass und ich!

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