Monatsarchive: September 2010

Kürzlich war ein Artikel in einem bekannten schweizer Magazin über die Stadtfüchse publiziert worden. Zuerst freute ich mich sehr über den Artikel, musste dann aber leider feststellen, dass wieder einmal alles ins Negative gedreht wird, das Hauptthema auf „Krankheiten“ ausgerichtet war und Angst verbreitet wurde.

Mein Mann arbeitet in der Berner Innenstadt, jede zweite Woche beginnt seine Arbeit mitten in der Nacht. Schon oft hat er mir von Füchsen erzählt, welche gemütlich durch die Lauben von Bern auf der Suche nach Futter flanieren. Mäuse stehen weit oben auf dem Menüplan des Fuchses, aber natürlich bedient er sich auch an den menschlichen Abfällen.

Mir gefällt sehr gut, wie dieses schlaue Wesen uns Menschen zeigt, dass es sich nicht von seinem Lebensraum verdrängen lässt, welchen wir ihm tagtäglich mit stetigen Verbauungen wegnehmen. Mir hätte es viel besser gefallen, wenn etwas darüber in dieser Zeitschrift zu lesen gewesen wäre. Jede Sekunde wird in der Schweiz nämlich ein Quadratmeter unberührter Boden verbaut. Es wird einfach getan, unbeachtet, ob wild lebenden Tieren damit ihr Lebensraum genommen wird. Es ist für mich deshalb überhaupt nicht erstaunlich, dass sich Wildtiere ihren Lebensraum auch in Stadtgebieten suchen, es bleibt ihnen ja gar nichts anderes übrig. Die Menschen sollten endlich begreifen, dass sie den Lebensraum teilen müssen, mit allem was ist auf dem Planeten Erde.

Ich finde ihn schön, den Fuchs, ob in der Stadt oder auf dem Land. Ich freue mich immer wieder, wenn ich ihm begegnen darf.

Das ist das Objekt der Begierde

Die Jägerin

Der Spielverderber

 

Hei, schau mal, eine Grille, die fang ich jetzt gleich. Hilfst du mit?


Nein, ich mag nicht Grillen fangen, ich möchte viel lieber ein bisschen Zeitung lesen und Ruhe haben. Lass doch dieser Grille ihren Frieden.


Ohh, du bist so langweilig, immer wenn’s grad lustig wird….


…dann schaue ich halt ein bisschen in der Gegend herum.
OK, da helfe ich mit.


Aber denke ja nicht, dass ich im Rücken keine Augen habe! Jetzt lass doch mal diese Grille!


NEEEIIIIN, die will ich jetzt haben und ein bisschen spielen.

 

Ohhhh, jetzt ist sie weg. Du bist ja vielleicht ein Spielverderber.

 

 

Diese Grille hat Glück, dass Wakass in der Nähe war. Nebst Mäusen ist Aline eine passionierte Jägerin auf Grillen, Libellen und Schmetterlingen. Die Schmetterlinge trägt sie wie einen Schnuller im Fang nach Hause. Dies ermöglicht mir meistens, diesen wunderbaren Wesen wieder die Freiheit schenken zu können.

Dieses Jahr im Frühling sah er so aus, unser Zwetschgenbaum.

So reichhaltig er geblüht hat, so reichhaltig war die Ernte. Der Baum war über und über mit Zwetschgen behangen. Da wir unseren Baum schon lange nicht mehr geschnitten haben, war es uns unmöglich, mit einer Leiter an die Früchte zu gelangen. Wir halfen uns mit einer Plane aus und schüttelten das Obst vom Baum.

Aufgefallen ist mir, dass vor der Erntezeit bereits einige Zwetschgen auf den Boden gefallen waren, scheinbar reif. Es waren die Zwetschgen mit Kleinstlebeweseinhalt 😉 . Unsere Ernte war wirklich reichhaltig, die Zwetschgen absolut nicht mit Würmern befallen.

Beim Schütteln des Baumes flogen eine Unmenge von Wespen auf. Zuerst war ich etwas erschrocken. Die Wespen flogen aber ganz langsam um meinen Kopf und ich verhielt mich beim Einsammeln der Zwetschgen ganz ruhig.

Die Wespenart hat einen ziemlich langen Körperbau, sah anders aus, als ich es mir von Wespen gewohnt bin. Ein Zeichen mich mit diesem Wesen, welches an unserer Hausmauer und in unserem Gartengrill wohnt (da wir kaum Fleisch essen, war das für uns überhaupt kein Problem), zu befassen.

Bei dieser Art handelt es sich um die Gallische Feldwespe. Die sehr nützlichen Insekten verteidigen sich nur bei Störung am Nestbau gegen den Menschen. Ansonsten sind sie sehr friedlich. Sie ernähren sich räuberisch von anderen Insekten und Spinnen, aber auch von Blütennektar. Fenchelblüten mögen sie ausgesprochen gerne, das kann ich in meinem Gemüsegarten beobachten. Aber mit Sicherheit mögen sie unsere rein biologischen Zwetschgen auch sehr gerne.

Wer gerne draussen isst und sich durch Wespen belästigt fühlt: Es reicht oft bereits, wenn man an einer anderen Stelle ein bisschen von der leckeren Mahlzeit, welche die Wespen anzieht, bereitstellt. Auch sie essen gerne in Ruhe. So ist beiden Seiten geholfen.

Die Stiftung Pro Bartgeier konnte den Bartgeier in der Schweiz erfolgreich ansiedeln. Er fliegt wieder! Fast wäre er für immer aus unseren Bergen verschwunden. Das erfolgreiche Auswilderungsprojekt bringt diesen Majestätischen Greifvogel wieder zurück. Mit einer Flügelspannweite von 2,7 m gleitet er durch die Lüfte.

Ein Männchen schlüpfte im Tierpark Goldau, ein weiteres Männchen in Spanien und ein Weibchen in Tschechien. Die drei Tiere wurden zuerst im Tierpark Goldau an einander gewöhnt und dann Anfang Juni im Calfeisental ausgewildert.

Der Bartgeier ist ein Aasfresser. Interessant sind für ihn Huftiere wie Rehe, Hirsche, Gämsen oder Steinböcke. Am liebsten mag er deren Knochen. Ohne Problem kann er Stücke in der Grösse von 25 cm schlucken.

Wer mehr über diesen interessanten Vogel erfahren möchte, hier ist ein interessanter Link

http://www.wild.uzh.ch/bg/index.htm