Monatsarchive: November 2010

Wenn wir mit offenen Augen durch’s Leben gehen, begegnen uns tagtäglich schöne Situationen wie Tiere mit andern Tieren in einer Beziehung stehen. Es können die unterschiedlichsten Arten sein, sie gehen respektvoll, und vertrauensvoll miteinander um. Beobachten kann ich das tagtäglich zwischen unserem Hund und den Katzen. Jedes spricht mit seiner Körpersprache, jedes auf eine andere Weise. Aline hat die Körpersprache der Hunde aus dem FF gelernt. Es ist herrlich, Wakass und ihr zuzuschauen. Da wird gemeinsam gegähnt, weggeschaut, geschnüffelt, als wären es zwei Hunde. Wakass versteht natürlich auch sehr gut die Körpersprache der Katzen. Jeder Katze gegenüber verhält er sich anders und jede ihm gegenüber auch. Gegenseitig wird respektvoll aufeinander geschaut. Es ist ein friedliches Miteinander leben, jedes in seiner Einzigartigkeit.

Dass es soweit kommen konnte, hat auch etwas mit meiner inneren Einstellung zu tun. Mein inneres Bild ist: Alle leben in einer Familie. Jedes der Lebewesen hat seinen Platz in der Familie, wird geliebt, respektiert, so wie es ist und darf sein, wie es ist. Ich vertraue meiner Tierfamilie und sie vertraut mir. Ich greife nicht mit meinem menschlichen Verstand ein, sondern lasse sie in ihrer Art der Kommunikation gewähren. Sie dürfen frei leben, haben eine Wahl.

Tiere leben es uns vor. Sie zeigen uns Menschen was Beziehung zwischen den Spezies heisst. Tiere sind uns Riesenschritte voraus. Der Mensch hat es bis heute noch nicht geschafft, mit Seinesgleichen, in eine Verbindung zu gehen, welche auf diesem Urvertrauen basiert. Wenn dieser Tag eingetreten ist, wird es überall Frieden, Gunst, Freude und Liebe geben.

Lehnen wir uns zurück und schauen dem Leben zwischen den Spezies zu.

(für alle nicht englisch Sprechenden)

Jeden Tag geht dieser Hund zum Delphin ins Meer. Sie geniessen die Zeit zusammen, bis das Fischerboot den Hafen verlässt. Dann zieht der Delphin mit dem Fischerboot ins offene Meer hinaus und der Hund kehrt wieder zurück.


 

 

 

 

Elefanten leben in Gruppen. Dieser Elefant hat sich als Begleiter einen Hund ausgewählt. Als der Hund eine Verletzung hatte und operiert werden musste, hat der Elefant 3 Wochen vor dem Hospital gewartet. Sobald der Hund transportfähig war, wurden die beiden wieder zusammengeführt.



 

 

 

 

Und noch weitere schöne Beziehungen

Immer wieder begegnen uns Geschichten, schöne Geschichten, welche die Beziehung zwischen den Spezies zeigt. Solche Beziehungen sind harmonisch, im Gleichgewicht. Dabei sind keine Grenzen gesetzt. Gerade in der Tierwelt sind solche Beziehungen oft zu beobachten. Diese Geschichten können durch den menschlichen Verstand dringen, weil sie visuell sind und existieren – belegbar sind. Solche Geschichten könnten wir Menschen aber noch viel mehr erleben, wenn wir die Beziehung zwischen den Spezies fühlen, den Verstand ausschalten und mit offenem Herzen durchs Leben gehen würden.

Eine Geschichte, welche mir kürzlich begegnet ist, ist die vom Wildschwein Freddy, welches sich einer Herde Galloway-Rindern angeschlossen hat.

Freddy saugt bei den Kühen und die Kühe lassen es zu. Der Titel der Geschichte lautet: Freddy lebt als Rind und muht. Hier spielt wieder der menschliche Verstand einen Streich. Freddy lebt nicht als Rind sondern als Wildschwein und hat sich den Rindern angeschlossen. Er kommuniziert mit ihnen, nimmt gewisse Kommunikationsformen der Rinder an. Er wird aber immer ein Wildschwein bleiben. Hier hat sich eine Beziehung zwischen den Spezies gebildet, wie sie bei den Tieren möglich ist, wenn keine Menschenhand eingreift. Kleine Kinder stehen in der gleichen Verbindung zu den Tieren, der Natur, der nicht sichtbaren Welt, bis ihnen über den Verstand etwas anderes gelehrt wird. Tiere haben diese Einflüsse nicht und deshalb funktioniert die Beziehung zwischen den Spezies so wundervoll. Wer gerne den Artikel lesen möchte:

http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article10733276/Kleines-Wildschwein-Freddy-lebt-als-Rind-und-muht.html

Unser Hund Wakass erhält jeden Tag eine Knochenmahlzeit. Diese gebe ich ihm immer zum Frühstück. Genussvoll kann er den Tag mit gemütlichem Kauen beginnen. Der absolute Leckerbissen sind die Kalbsbrustbeinknochen. Man kann den Genuss förmlich in seinem Gesicht ablesen. Am Vorabend wird der Knochen aus dem Tiefkühler geholt, damit er auch wirklich frisch ist.

Letzten Sonntag hat mein Mann den Knochen geholt, ist mir zur Hand gegangen. Er hat ihn auf einem Teller auf der Kombination bereitgelegt. Ich selber lasse den Knochen immer im Frigo auftauen. Natürlich habe ich nicht bemerkt, dass der Knochen auf der Kombination lagert.
Als ich am Morgen aufstand, Wakass sein Frühstück geben wollte, lag da nur noch ein kleines Stück vom Knochen, – der harte Kern – etwa in der Grösse eines Fünffranken-Stückes. Die Spuren auf dem restlichen Stück liessen klar erkennen, wer da am Werk gewesen ist. Nein, nicht Wakass. Auch Katzen mögen wohl diesen absolut leckeren Knochen. Bei Wakass gab es natürlich ein langes Gesicht, als er den spärlichen Rest noch erhalten hat.

„Katzen und Knochen?“ habe ich mich gefragt. Klar, weil schliesslich sind sie kleine Raubtiere. Lässt man sie ihr natürliches Leben leben, sind sie offensichtlich in der Lage, auch von einem (etwas weicheren) Knochen zu zehren. Gute Zähne und eine starke Kaumuskulatur ermöglichen ihnen das. Auf ihren kleinen Raubzügen müssen sie die Nahrung ja auch selber zerkleinern können. Und, natürliche Nahrung ist immer die beste Nahrung. So können sie sich das holen, was sie auch wirklich brauchen. Wenn ein ausgewähltes Menü eines Tieres bei uns Ekel auslöst, kann gerade diese Futtermahlzeit für die Tiere sehr gut und lecker sein. So sind wir eben unterschiedlich und jedes einzigartig.

Geschmeckt muss er haben, die A-Ladies hatten nämlich die Wahl zwischen ihrem stets zur Verfügung stehenden Futter oder eben diesem Knochen. Gütlich getan haben sich zwei der Ladies, Aline und Ambra. Auch wenn ich es nicht gesehen habe, habe ich es gesehen ;-). Schöner hätten sie mir nicht zeigen können, was sie auch gerne möchten. Sie werden ab jetzt natürlich immer ein Stück von diesem leckeren Knochen haben dürfen, ihn teilen mit Wakass. Es muss ja nicht nur das Sofa sein, sagt der grosse Bruder.

Lösen Käfer manchmal noch einen kleinen Graus/Ekel bei den Menschen aus, gibt es doch einen unter ihnen, über welchen sich alle erfreuen. Der Marienkäfer gilt überall, wo es ihn gibt, als Glückskäfer. Wegen seiner Nützlichkeit wurde ihm dieser Name gegeben, abgeleitet von Maria, der Mutter Jesus Christus. Ein Marienkäfer frisst ca. 50 Blattläuse pro Tag. Er ist über tausende von Jahren zurück bekannt. Uralte Bräuche aber auch antike Schmuckstücke zeigen das auf.

In diesem Jahr habe ich nebst einer grossen Pilzansammlung in meinem Garten eben auch viele, viele Marienkäferchen gesehen (na, wenn das nicht Glück bringt 🙂  ). Eine Gelegenheit mich mit ihnen zu unterhalten. Sie ziehen sich für die Überwinterung zurück, welche oft in grösseren Gruppen stattfindet. Je nach Klima erfolgt das draussen in der Natur, in Bäumen oder im Erdreich, aber auch in schützenden Ritzen oder Räumen (Kellerräumen) von Häusern.

Ich wünsche allen viel Glück im Haus und Garten.

Wer einen Menschen kennt, welcher im Tierschutz arbeitet, weiss wovon ich hier spreche. Tiere gelten zwar nach neustem Tierschutzgesetz in der Schweiz nicht mehr als Sache, werden aber leider immer noch oft als solche behandelt, da sprechen die stets voll besetzten Tierheime ihre eigene Sprache. Wenn man ein Tier nicht mehr will oder es Probleme bereitet, ist das leider für viele Menschen eine praktische und schnelle Lösung.

Ein immer mehr auftretendes Phänomen ist die Tierhortung (animal hoarding). Wikipedia beschreibt diese Krankheit ausführlich ( Wikipedia). Angestellte des Tierheimes dürfen dann die völlig verwahrlosten Tiere aus solchen Wohnungen/Häuser unter grossem Aufwand wieder gesundpflegen, bis sie überhaupt wieder vermittelbar sind. Aber nicht nur die Tiere brauchen Hilfe und Unterstützung, sondern die Menschen mit ihrer Krankheit ebenfalls, auch wenn es für viele Aussenstehende auf den ersten Blick unverständlich ist.

Leider gibt es aber auch Menschen, die mit Tieren unter dem Decknamen Tierschutz (Strassenhunde etc.) ein übles Geschäft betreiben. Es lohnt sich hier wirklich, gut hinzuschauen, an welche Organisation man sich wendet, ob diese wirklich seriös arbeitet. Man sollte sich immer einen Blick hinter die Kulissen solcher Organisationen verschaffen. Auffangstationen sollten nicht nur von aussen besichtigt werden. Wo Zutritt unter fadenscheinigen Ausreden verwehrt wird, stimmt etwas nicht!

Auf das Thema Tierschutzfälle bin ich gestossen, weil ich eine Familie mit ihren Hunden kennen gelernt habe. Einer dieser Hunde wurde von der Familie aus einer Organisation, welche „Hunde in Not“ vermittelte, adoptiert. Im Inserat stand „Verdacht auf exokriner Pankreasinsuffizienz“ (Erkrankung der Bauchspeicheldrüse), die Familie hat den Hund trotzdem adoptiert. Der Hund, eine Deutsche Dogge, war bis auf die Knochen abgemagert, wog gerade noch 26 kg. Es stellte sich dann später heraus, dass der Hund nicht an der Bauchspeicheldrüse erkrankt war, sondern einfach total mangel-/unternährt war.

Mittlerweile hat die Familie erschreckende Tatsachen erfahren müssen, ihr Hund stammte aus dem Zarenhof, welcher zumindest in Deutschland Schlagzeilen gemacht hat. (mehr zu lesen hier: Zarenhof )

Für Baxter hat es ein grosses Happy-End gegeben. Er hat eine verständnisvolle (und das brauchte er in der Tat) und liebevolle Familie gefunden, welche für ihn alles tut, damit er den Weg ins normale Hundeleben finden kann.

Baxter, ich finde du hast dich zu einem tollen und schönen Hund entwickeln dürfen, wobei dich deine Familie mit ganz viel Liebe unterstützt hat und es natürlich immer noch tut. 🙂