Wer einen Menschen kennt, welcher im Tierschutz arbeitet, weiss wovon ich hier spreche. Tiere gelten zwar nach neustem Tierschutzgesetz in der Schweiz nicht mehr als Sache, werden aber leider immer noch oft als solche behandelt, da sprechen die stets voll besetzten Tierheime ihre eigene Sprache. Wenn man ein Tier nicht mehr will oder es Probleme bereitet, ist das leider für viele Menschen eine praktische und schnelle Lösung.

Ein immer mehr auftretendes Phänomen ist die Tierhortung (animal hoarding). Wikipedia beschreibt diese Krankheit ausführlich ( Wikipedia). Angestellte des Tierheimes dürfen dann die völlig verwahrlosten Tiere aus solchen Wohnungen/Häuser unter grossem Aufwand wieder gesundpflegen, bis sie überhaupt wieder vermittelbar sind. Aber nicht nur die Tiere brauchen Hilfe und Unterstützung, sondern die Menschen mit ihrer Krankheit ebenfalls, auch wenn es für viele Aussenstehende auf den ersten Blick unverständlich ist.

Leider gibt es aber auch Menschen, die mit Tieren unter dem Decknamen Tierschutz (Strassenhunde etc.) ein übles Geschäft betreiben. Es lohnt sich hier wirklich, gut hinzuschauen, an welche Organisation man sich wendet, ob diese wirklich seriös arbeitet. Man sollte sich immer einen Blick hinter die Kulissen solcher Organisationen verschaffen. Auffangstationen sollten nicht nur von aussen besichtigt werden. Wo Zutritt unter fadenscheinigen Ausreden verwehrt wird, stimmt etwas nicht!

Auf das Thema Tierschutzfälle bin ich gestossen, weil ich eine Familie mit ihren Hunden kennen gelernt habe. Einer dieser Hunde wurde von der Familie aus einer Organisation, welche „Hunde in Not“ vermittelte, adoptiert. Im Inserat stand „Verdacht auf exokriner Pankreasinsuffizienz“ (Erkrankung der Bauchspeicheldrüse), die Familie hat den Hund trotzdem adoptiert. Der Hund, eine Deutsche Dogge, war bis auf die Knochen abgemagert, wog gerade noch 26 kg. Es stellte sich dann später heraus, dass der Hund nicht an der Bauchspeicheldrüse erkrankt war, sondern einfach total mangel-/unternährt war.

Mittlerweile hat die Familie erschreckende Tatsachen erfahren müssen, ihr Hund stammte aus dem Zarenhof, welcher zumindest in Deutschland Schlagzeilen gemacht hat. (mehr zu lesen hier: Zarenhof )

Für Baxter hat es ein grosses Happy-End gegeben. Er hat eine verständnisvolle (und das brauchte er in der Tat) und liebevolle Familie gefunden, welche für ihn alles tut, damit er den Weg ins normale Hundeleben finden kann.

Baxter, ich finde du hast dich zu einem tollen und schönen Hund entwickeln dürfen, wobei dich deine Familie mit ganz viel Liebe unterstützt hat und es natürlich immer noch tut. 🙂

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