Die Bibera ist einer meiner Lieblingsorte was die Spaziergänge anbelangt. Malerisch schlängelt sich dieser kleine Bach durch die Felder und Wälder unserer Region.

Wie es ihr Name verheisst, lebten früher auch Biber in ihren Gewässern. Irgendwann verschwand der Biber. Jetzt aber ist er wieder zurückgekehrt und schon beginnen die „Probleme“. Behörden, Bauern und Biberfachstelle sind in Diskussionen wegen dem kleinen putzigen Nager, welcher mit seinen Dämmen manchmal auch Kulturland unter Wasser stellt. Nur…das Kulturland wird schon seit längerer Zeit auch ohne Biber oft überschwemmt, weil der Bachlauf bei Gewitter zu wenig Wasser fassen kann.

Ein Projekt zum Schutze und der Wiederansiedlung des Bibers an der Bibera ist bereits am Laufen. Ebenfalls sollen die Bachläufe verbreitert werden, damit das Kulturland nicht mehr überschwemmt werden würde. Die Landwirte wehren sich gegen dieses Konzept, weil sie kein Land zur Verfügung stellen wollen, im Moment. Doch es locken in naher Zukunft Direktzahlungen, da könnte ich mir doch vorstellen, dass da doch noch etwas möglich wird, wenn der Batzen rollt.

Leider rollt dieser im Moment noch nicht. Deshalb haben letzte Woche Landwirte im Beisein eines Wildhüters mit einem Bagger ein Biberdamm und somit die Behausung des Bibers entfernt und ihn auf diese Weise vertrieben.

Bedauerlicherweise liegt es zurzeit einmal mehr am lieben Geld, ob der Biber Lebensraum erhält oder nicht. Aber: Aufgrund des Gewässerschutzgesetzes wird auch im Kanton Freiburg die Biberstrategie bald fertig ausgearbeitet sein. Gemäss Biberfachstelle wird es höchstens noch zwei Jahre dauern, bis der drollige Nager auch am Biberabach ungehindert Dämme bauen kann. Da freue ich mich aber drauf, wenn ich auf meinen Spaziergängen dann Herr und Frau Biber hallo sagen kann.

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