Während meiner Mittagspause an der Schule begebe ich mich immer in meine kleine Oase, einem kleinem Fluss in der Nähe der Schule. Um diese Zeit ist der Ort erstaunlicherweise immer menschenleer. Nach einem kurzen Spaziergang erreiche ich eine Parkbank, welche sich bei einem kleinen Wasserfall des Flusslaufes befindet. Das ist dann meine Zeit der Ruhe. Einfach still sitzen, die Geräusche des Wassers wirken lassen und, falls Tiere anwesend sind, diesen zuzuschauen.

So auch kürzlich. Von weitem sah ich eine weiss-schwarze Ente auf dem Fluss treiben. Sie liess sich über den Wasserfall treiben, blieb immer schön obenauf, schwamm ins seichte Wasser und begann sich dort an den Steinen gütlich zu tun. Ich konnte ihr dort eine Weile zuschauen. Ihre Schönheit hat mich völlig bezaubert.

Lange habe ich anschliessend auf Bildern gesucht, bis ich herausgefunden habe, das ich einer Eiderente begegnet bin.

Bei der Vogelwarte Schweiz erhielt ich dann diese Information:
Die Eiderente ist ein Teilzieher, Wintergast. Man trifft sie dann gerne auf Fliessgewässern oder Seen an. Die Eiderente ist etwa so gross wie eine Stockente und damit die grösste europäische Tauchente. Der Erpel ist zur Brutzeit überwiegend weiss gefärbt, Kopfplatte und Bauch sind schwarz. Der Nacken weist einen ungewöhnlichen Grünton auf. Die Weibchen sind schlichter braun gezeichnet. Diese Entenart gehört in der Schweiz erst seit kurzem zu den Brutvögeln. Bis in die Fünfzigerjahre war sie eine seltene und unregelmässige Erscheinung. Seither kam es in mehreren Wintern zu grossen Einflügen, worauf die Beobachtungen im Sommerhalbjahr stark zugenommen haben. 1988 gelang dann der erste Brutnachweis auf dem Zürichsee. Seither sind am Neuenburger-, Vierwaldstätter- und Walensee fast jedes Jahr weitere Bruten festgestellt worden. Zahlreicher ist die Eiderente bei uns aber im Winter zu beobachten, wenn sie auf fast allen grösseren Seen in kleinen Trupps auftaucht. Das eigentliche Brutgebiet der Eiderente umfasst den Küstenbereich des Nordatlantiks, Ostsibiriens und des nördlichen Nordamerikas. Sie ist im nördlichen Europa die häufigste „Meeresente“ und weit verbreitet.

Wenn man mit offenem Herzen und offenen Augen durch die Welt geht, lernt man einfach nie aus ;-).

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