… oh Schreck

Das sind die ersten Gefühle, die es bei Menschen auslöst, wenn sie eine Zecke an sich oder ihrem Hund oder ihrer Katze entdecken. Ein kleines Insekt, welches so viel auslöst. Ich möchte das Zeckenproblem nicht herunterspielen, aber vielleicht einmal andere Sichtweisen auf das „Problem“ Zecken lenken. Ein Artikel über das Zeckenproblem beim Hund, welcher mich sehr angesprochen hat, ist in der Tierwelt Nr. 14 von der Tierärztin Tanja Werter erschienen. Eine kleine Zusammenfassung habe ich zusammengestellt, in anderer Farbe.

Bei der Zecke befürchtet der Mensch vor allem die beiden Erkrankungen „Hirnhautentzündung“ und Borreliose.

Wie läuft die Hirnhautentzündung beim Hund ab? Überträger ist die meist verbreitete Zecke, der „gemeine Holzbock“. Man vermutet, dass die meisten Hunde von ihm angesteckt und gleich darauf immun werden. Arbeitet das Immunsystem geschwächt, kann die Krankheit in sehr seltenen Fällen ausbrechen. Krankheitsbild: Schielen, fehlende Reflexe, Rückenschmerzen. Bei mildem Verlauf erholen sich die Hunde wieder selber. Bei schwerem Verlauf, gibt es keine Rettung.

Die Borreliose ist eine Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Borreliose wird sowohl in der Humanmedizin wie auch in der Tiermedizin oft überdiagnostiziert, sie ist zu einer „Modekrankheit geworden. Die Häufigkeit der Krankheit wird überschätzt, weil die Antikörpertests zu ungenau sind und die meisten Infektionen ohne Symptome verlaufen (Professor Katrin Hartmann).

Untersuchungen in Deutschland haben gezeigt, dass ca. 95 % aller Vierbeiner Antikörper gegen die Erreger im Blut haben, was so viel bedeutet, dass diese Tiere bereits eine Infektion mit Borrelien mitgemacht haben. Es wurde festgestellt, je mehr die Hunde im Freien sind und je länger ihr Fell ist, desto häufiger werden Antikörper festgestellt. Dies liegt wohl daran, dass in langem Fell die Zecken nicht so schnell gefunden werden.

Krank werden nur Vierbeiner mit schwachem Immunsystem. Auch durch Behandlung mit Antibiotika verschwinden die Borrelien nie vollständig aus dem Körper. Die meisten infizierten Tiere werden nicht krank, sondern leben mit den Bakterien in friedlicher Gemeinschaft.

Wie machen es eigentlich die Wildtiere? Hier sorgt sich niemand und das ist auch gut so. Sie scheinen mit den Zecken gut im Einklang leben zu können.

Es gibt mittlerweile viele verschiedene Zeckenmittel auf dem Markt, von chemischen Mitteln, über natürliche Hausmittel oder Steinketten. Welche Belastungen chemische Mittel auf die Gesundheit des Hundes oder generell auf die Haustiere haben – auch auf das Immunsystem, kann und mag ich nicht beurteilen. In meinem Haushalt leben sowohl ein Hund wie auch Katzen. Für mich erübrigt sich somit die Frage nach den chemischen Zeckenmitteln in dem Sinne, weil bei den Katzen steht, dass sie bei Einnahme gefährlich sind für Hunde und bei den Hunden steht, dass sie gefährlich sind für Katzen…Meine Haustiere schmusen miteinander. Mich hält auch ab, ein Mittel meinen Tieren zu verabreichen, welches sie dann in oder auf sich tragen und das so giftig ist, dass es andere Lebewesen tötet. Kann das gesund sein?

Vielleicht haben Sie auch schon beobachtet, dass Zecken ihre Vorlieben haben? Es gibt Tiere (aber auch Menschen), die kaum mal eine Zecke haben und dann gibt es die anderen, welche regelrechte Zeckenwirte sind. Nicht jedes Blut schmeckt offenbar gleich gut. Es könnte sich lohnen, den Ursachen eines starken Zeckenbefalls nachzugehen, anstelle Symptombekämpfung mit chemischen Mitteln zu betreiben.

Krankheiten begleiten unser Leben, sie gehören in den natürlichen Kreislauf des Lebens. Es hat sie immer schon gegeben und wird sie immer geben. Scheint eine ausgerottet“ wird eine neue entdeckt.

Wichtig für mich selber ist, dass ich meinen Tieren Lebensqualität bieten kann. Ich helfe ihnen nicht damit, dass ich mit stetiger Angst vor Krankheiten durchs Leben gehe. Angst zieht oft genau das an, wovor wir uns fürchten. Die Medien helfen uns leider nicht gerade damit, Angst abzulegen, im Gegenteil, sie wird oft in übertriebener Form geschürt.

Eigene Erfahrungen

Unseren Haustieren gebe ich monatlich den Immunstärker Echinacea (ich selber nehme ihn auch). Ich ernähre sie gesund und ausgewogen und achte darauf, dass sie ein ruhiges und entspanntes Leben führen können. Auch dauernde Aufregung oder Stress können das Immunsystem schwächen. Vom Frühjahr bis im Herbst, also während der Zeckensaison trägt Wakass eine Bernsteinkette. Zweimal im Jahr erhalten alle Haustiere (auch die Zweibeiner) zur ganzheitlichen Unterstützung ihrer Gesundheit eine Zeckenbissnosode.

Die Zeckenwirte Ambra und Wakass habe ich erfolgreich mit einer Eigenblutnosode behandelt. Seither haben sie nur noch ab und zu Zecken, welche ich ihnen dann einfach auszupfe.

 

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