Monatsarchive: Mai 2011

Ein Igel im Garten bringt Glück ins Haus. Igel sind Nützlinge, ernähren sich von verschiedenen Käfern, Larven, aber auch Regenwürmern und Schnecken. Wichtig ist dabei, dass man einen naturnahen Garten besitzt, keine Insektizide oder gar Schneckengifte verwendet.

Igel sind nachtaktive Tiere und bewegen sich geräuschvoll durch den Garten. Im Moment macht ihnen die Trockenheit zu schaffen, es fehlt an Nahrung aber auch Wasser. Deshalb werden im Moment viele geschwächte Igel gefunden.

Helfen kann man ihnen, wenn man Wasserschalen aufstellt und vielleicht sogar ein bisschen Futter bereithält. Igelfutter (enthält getrockneten Insekten, Nüssen, getrockneten Wildbeeren) erhält man im Zoofachhandel. Als mögliche Alternative geht auch Studentenfutter oder Katzenfutter. Beim Katzenfutter sollte man allerdings an mögliche Nachbarskatzen denken. Diese sollten nicht auf diesem Wege angefüttert werden.

Wer geschwächte Igel findet, erhält kompetenten Rat bei den Igelstationen. Auf den Seiten von www.pro-igel.ch findet man die Adressen der verschiedenen Igelstationen in der Schweiz. Zudem findet man viele wertvolle Informationen zum Igel.

 

Schauen Sie sich doch diesen wunderschönen Film an.

 

 

So sanft können Pitbulls sein. Schade was der Mensch aus diesen Hunden gemacht hat.

In der Schweiz ist eine Organisation geschaffen worden, welche den Tierheimen Unterstützung bei der Platzierung von Listenhunden bietet http://www.listenhunde-hilfe.ch/vermittlung.html. Wer einem dieser Hunde eine zweite Chance geben will…

Kein Hund ist ein „Kampfhund“. Schlussendlich ist jeder Hund das Resultat, was der Mensch aus ihm gemacht hat.

 

Wer kennt das nicht. Eben gerade frisches Gemüse gesetzt oder die ersten zarten Halme der Stauden, welche aus dem Boden spriessen und schon sind die Schnecken eifrig am essen. Natürlich mag das kein Gärtner, wenn er seine Pflanzen auf diese Art und Weise verliert.

Schnecken nehmen eine Funktion ein im natürlichen Kreislauf der Natur. Es gibt Mittel und Wege, dass der Mensch neben diesem Weichtier leben kann.

Ich habe für mich diese Lösung gefunden. Am Abend, wenn die Schnecken sich zeigen, ziehe ich Handschuhe über und sammle die Schnecken dort ein, wo ich sie nicht haben möchte. Die Schnecken trage ich dann in den Wald und lasse sie dort wieder frei. Mein Gemüse und die jungen Stauden schütze ich mit Schneckenkragen.

Warum auch immer, aber die Schnecken können diese Hindernisse nicht überwinden. Schnecken zu vergiften oder im Bier zu ertränken finde ich eine grausame Art und Weise, diese Tiere loszuwerden. Jedes Lebewesen verendet elendiglich, man kann nicht von einem schnellen Sterben reden. Das Gift gelangt immer irgendwie in den natürlichen Kreislauf und zudem gibt es viele Tiere, die sich von Schnecken ernähren. Die Schneckenkragen sind eine einmalige Investition. Sie können über Jahre immer wieder verwendet werden.

Habe ich den Salat geerntet überlasse ich den Schnecken immer noch gerne ein paar Blätter. Es kann so friedlich sein, wenn man will.

Hier noch ein kleiner Vergleich: Brieftauben fliegen über 80 km/h schnell, ein Wanderfalke erreicht im Sturzflug 290 km/h. Da kann die Schnecke nur staunen; sie bringt es auf 0,003 km/h = 3 Meter pro Stunde. Sie nimmt sich wahrlich sehr viel Zeit ;-).

 

Grundsätzlich ist es ja viel zu warm für die Jahreszeit. Und doch geniesse ich es, wieder die ganze Nacht bei geöffnetem Fenster schlafen zu können. Der Morgen naht, man kann noch nicht von Sonnenaufgang sprechen, ertönt der liebliche Gesang eines Vogels. Kein anderer Vogel singt um diese Zeit. Es ist ganz still draussen und in die Stille beginnt dieser Vogel zu pfeifen, kein melodiöses Lied und doch sehr lieblich.

So zu erwachen ist wunderschön. Sich strecken und dehnen auf den Rücken legen, die Augen schliessen und diesem Gesang einfach ein bisschen zuhören.  Immer wieder hab ich mich gefragt, was für ein Vogel wohl dieser Frühaufsteher ist.

Vor einigen Tagen gab er sich mir zu erkennen. Er setzte sich am Abend vor meiner Nase auf den Gartenzaun und begann sein lieblich Lied.

Die Bachstelze

Frühaufsteherin unter den Vögeln 😉

Leider gibt es unter den Tieren immer wieder Modetrends. Diese Trends gehen immer zu Lasten der Tiere. Die Tiere werden in Massen „produziert“, anders kann das gar nicht genannt werden. Von diesen Massentrends sind Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Co. alles was das „Herz“ begehrt, betroffen.

  • Die Whiskas-Werbung löst einen regelrechten Boom für die Britisch Kurzhaar Katze in der Farbe silber-tabby, aus. Inserate lauten heute so: Whiskas-Katzen zu verkaufen…
  • Der bekannteste Trend-Hund ist der amerikanische Collie. Bekannt wurde er aus dem legendären Film Lassie. Der Collie wurde zum beliebtesten Hund, eine Überzüchtung der Rasse war das Resultat.
  • Barack Obama besitzt einen portugiesischen Wasserhund. Die Nachfrage nach dieser Rasse steigt in den USA massiv an.
  • Britney Spears und Paris Hilton haben einen regelrechten Chihuahua-Boom in den USA ausgelöst (mehr als 60‘000 leben alleine in Los Angeles). Mittlerweile werden die Tiere zu Hunderten ausgesetzt, weil die Menschen merken, dass ein Tier halten auch Verantwortung übernehmen bedeutet.

Es sind Beispiele, aber leider zeichnen diese Beispiele immer noch den Alltag. Sehr wenige Menschen setzten sich vor dem Kauf eines Tieres intensiv mit Fragen auseinander wie:

  • Was sind die Bedürfnisse des Tieres.
  • Wie hält man dieses Tier artgerecht.
  • Was für Eigenschaften besitzt das gewünschte Tier.
  • kann der Mensch diesem Tier überhaupt gerecht werden, wenn er es domestiziert.
  • Wie alt wird das gewünschte Tier.
  • Was kostet das Tier jährlich an Futter und Pflege.
  • Etc.

Der Alltag ist leider immer noch der, dass Tiere vorwiegend aufgrund ihres Aussehens oder für einen bestimmten Zweck – zum Verfolgen der eigenen Bedürfnisse über ein Lebewesen- gekauft werden. Dies beginnt dort, wo der Mensch Leistungen an den Tieren in Wettbewerben misst und endet dort, wo Tiere als „Emotionsauffangstation“ herhalten müssen. Die Grundbedürfnisse der Tiere rücken in den Hintergrund. Ist der Mensch mit dem Wesen Tier überfordert, nicht zufrieden oder es entwickelt sich nicht nach seinen Vorstellungen, landet es im Tierheim, wird beim Tierarzt „entsorgt“ oder ausgesetzt. Warum sich ein Tier nicht nach den Vorstellungen des Menschen entwickelt, wird oft gar nicht hinterfragt.

Ich habe grossen Respekt vor Menschen, welche auf Tierhaltung verzichten, wenn sie diesen Wesen nicht gerecht werden können. Ich kenne einige, die sehr gerne ein Tier hätten, aber aufgrund ihrer Rahmenbedingungen darauf verzichten.

Tiere sind Lebewesen und keine Trend-Objekte.