Man hat das Gefühl, der Frühling sei gar nicht richtig dagewesen. Sommerliche Temperaturen haben schon lange Einzug gehalten. Im Wald ist es aber immer noch angenehm kühl und ein Frühlingsempfinden regt sich da bei mir. Die Blätter der Buche sind immer noch ganz zart und seidig. Der Waldmeister breitet sich wie ein grünweisser Teppich über dem Waldboden aus. Der Duft, manchmal würzig und manchmal lieblich. Die grossen Waldschnecken ziehen langsam ihre Spur über den Boden und die Waldameisen sind eifrig am Aufbau ihrer an lichten, sonnigen Stellen liegenden Bauten. Die Vögel sind am Brüten und lassen ihre Brutgesänge erklingen.
Langsam gehe ich durch den Wald. Ich rieche, höre und schaue, lasse all die Eindrücke auf mich wirken. Alles andere blende ich aus. Man könnte denken, dass es immer die gleichen Vogelkonzerte sind die durch den Wald erklingen. So wie sich die Baumkultur verändert, so verändert sich auch der Klang der Waldsymphonie. Es gibt stellen, da erklingen keine Vogelkonzerte, dafür ist hör- und fühlbar das Summen der Bienen in den Baumwipfeln zu erkennen. Da und dort höre ich wieder ein rascheln von einer davoneilenden Maus.
Inmitten all dieser Klänge erlebe ich Sinneswahrnehmungen, wie sie vermutlich mein Hund auf seine Art und Weise auch aufnimmt. In völliger Harmonie laufen wir gemütlich durch den Wald und lassen uns berieseln von der wundervollen
Waldsymphonie
Bilderquelle: Eigene, Google









