Monatsarchive: September 2011

Die letzten zwei Wochen war ich ziemlich eingespannt in Arbeit. Entsprechend müde war ich dann jeweils am Abend und schlief auch immer kurz darauf ein. Eines Nachts weckte mich mein Mann. „Du, jetzt ist mir etwas über meine Hand gekrochen und hat mich gekniffen“ sagte er mir. Ich, noch völlig beduselt vom Tiefschlaf, schaute in gross an und konnte ihn nicht ernst nehmen. Mein leicht mausphobischer Mann hat bestimmt geträumt und diesen Gedanken habe ich dann auch laut ausgesprochen. Mit einem Murren und den Worten „hier bleibe ich nicht mehr liegen“ stand er um Mitternacht auf. Ich drehte mich auf die Seite, schloss die Augen und war gerade wunderbar wieder am Einschlafen, als ich etwas in meinen Haaren spürte. Da versuchte sich doch tatsächlich ein Tierchen einzunisten. Ich hob den Kopf und schwubs war es weg. Ich zündete meine Nachttischlampe an, drehte mich um und musste lauthals lachen. Zwischen der kleinen Lücke der beiden Kissen sass eine süsse kleine Maus und sah mich keck an. „Wo geht’s denn hier raus?“ schien sie mich zu fragen. Ich krabbelte aus dem Bett holte meine legendäre blaue Schaufel mit Besen und wollte dem kleinen süssen Wesen hinaus helfen. Von wegen. Mit einem riesen Sprung hüpfte sie vom Bett, unter dem Bett und meinen Beinen durch ins Büro neben an und verkroch sich unter einen Schrank.

„OK, du willst mich auf Trab halten? Ich mag aber nicht, schliesslich ist es nach Mitternacht und ich bin einfach nur müde“. Ich holte meine Mausfalle (eine, in welcher die Mäuse lebend bleiben), steckte ein Katzenleckerchen dran und setzte sie mitten in mein Büro. Anschliessend schloss ich die Türe und legte mich wieder ins Bett. Rums. Laut hallte der Ton der zuschletzenden Mausfalle zu mir herüber. Die kleine Maus hatte wohl echten Kohldampf. Ich bin also nochmals aus dem Bett gekrochen, um den kleinen Feger in die Nacht zu entlassen.

Auch Mäuse mögen Katzenfutter.