Dass Katzen Musik lieben, haben mir meine A-Ladies deutlich gezeigt. Wenn ich am Computer sitze, lasse ich meistens leise Entspannungsmusik laufen. Langsam füllt sich dann bei mir das Büro, die A-Ladies suchen sich ihr Plätzchen und lassen sich von den leisen Tönen berieseln – die Augen geschlossen und die Vorderpfoten schön unter den Körper eingerollt. Ihre Lieblingsmusik ist „Angel Kisses“ von Ralf Bach.
Gestern hat mir meine Mami von einer Katze mit einem wirklich aussergewöhnlichen Hobby erzählt. WWW sei dank habe ich die Katze Nora gefunden. Schaut doch mal, was dieses Wesen da tut.
MR
Bei uns leben vier Katzen und ein Hund. Katzen sind kleine Raubtiere. Der Jagdinstinkt ist wohl bei allen Katzen in irgendeiner Form enthalten. Nicht alle gehen aber gleich mit ihrer Beute um. So habe ich zwei echte Raubkatzen, die ihre Beute anschliessend auch genussvoll essen. Meine kleinste Katze begnügt sich damit, ihren Geschwistern die Beute abzuluchsen, um diese uns dann ganz stolz präsentieren zu können. Die vierte im Bunde ist eine passionierte Jägerin. Aline. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, uns mit ihrer Beute zu versorgen, schliesslich sollen wir ja auch etwas zu essen haben.
In Kommunikationen habe ich Aline schon erklärt, dass wir ihre Beute nicht so mögen und wir uns lieber von anderen Sachen ernähren. Die Botschaft ist angekommen, aber die Jagd hat dadurch nicht aufgehört. Aline bringt uns jetzt die Tiere alle lebendig nach Hause, so nach dem Motto, „ich hätte da was gefangen, wenn ihr wollt könnt ihrs haben, sonst lasst ihr es eben wieder frei“.
Mittlerweile bin ich ein echter Profi im Mäuseeinfangen. Zuerst wird der Maus erklärt, was ich tun werde. Anschliessend hole ich mein marineblaues Schäufelchen mit dazugehörendem Besen, um die Maus damit einzufangen und wieder in die Freiheit zu lassen. Routine eben. Bis auf letzthin, da war alles anders.
Als ich mit meinen Einkäufen nach Hause kam, begrüsste mich unser Hund Wakass nur ganz kurz und verschwand wieder im Wohnzimmer. „Komisch“ dachte ich. „Was ist hier denn los, keine Begrüssung mehr?“ Wakass hat nämlich sonst ein überaus stürmisches Begrüssungsritual. Also begab ich mich ins Wohnzimmer, um zu schauen, was heute anders ist. Das Bild, welches sich mir bot, war zum Weinen schön. Wakass kauerte über einer Maus. Er beschnuffelt sie ganz sanft, zwischendurch leckte er sie sogar und beschützte sie vor den räuberischen Augen Aline’s. Aline passte es ganz und gar nicht, dass Wakass die Maus in seine Obhut genommen hat, es war ja schliesslich eine Für-Menschen-Maus. Sie versuchte immer wieder, an die Maus zu gelangen, aber Wakass beschützte sie. Ich war so gerührt von dieser Szene, Wakass hat genau verstanden, um was es uns geht.
Die Maus konnte ich wohlbehalten wieder dem freien Feld übergeben.
Dieses Erlebnis ist jetzt einige Wochen alt. Seither hat uns Aline keine Geschenke mehr beschert. Sie mag wohl ihre Beute nicht so gerne mit Wakass teilen.
MR
Letzthin am Abend spät ist mir etwas sehr Spezielles passiert….
Für meine tägliche Meditation habe ich es mir auf unserem Sofa bequem gemacht, und meine mentalen Übungen angefangen. Wie so oft bin ich dabei einem tiefen Schlaf verfallen.
Plötzlich spüre ich etwas Kühles und Feuchtes über meine Stirn fahren. Ich streckte mich genüsslich und dachte: „Ohhh wie schön, ich habe einen Kuss von Wakass gekriegt.“ Seine Nase ist nämlich immer etwas feucht und kühl. Ich drehe den Kopf auf die andere Seite des Sofas, aber da war kein Wakass. Zuerst schloss ich meine Augen wieder und reckte mich noch einmal wohlig. Dann durchfuhr es mich plötzlich. Na, wenn das nicht Wakass war, was war es dann? Ich setzte mich auf, rieb mir einmal die Augen und war immer noch so halbwegs weggetreten. Als ich dann vom Sofa aufstand, sah ich plötzlich auf der Rückenlehne des Sofas einen Frosch sitzen. Zuerst dachte ich wirklich, ich träume…Aber er sass da, ganz echt und schaute mich an. Sein Blick sagte mir: „Lässt du mich jetzt raus?“. Ich sagte ihm, er solle sich nicht bewegen, ich würde rasch ein Becken und eine Zeitung holen. Als ich zurückkam, sass er immer noch am gleichen Platz. Ich habe ihn dann behutsam ins Löcherbecken gesetzt und mit der Zeitung abgedeckt, damit er nicht noch auf die Idee kommt, herauszuhüpfen.
Herr Froschkönig habe ich dann nach draussen in den Regen gebracht. Die Feuchtigkeit hat ihm sicher gut getan. Seine Schutzengel habe ich gebeten, ihn gut zu beschützen, er wurde bestimmt von einer unserer vier Katzen nach Hause gebracht. Sie lieben es, uns zwischendurch mit einem lebhaften Geschenk zu erfreuen…Nicht oft, aber dafür überraschend!
Ich fragte mich dann, wie das eigentlich ist, wenn ein Mensch vom Frosch geküsst wird; würde ich mich jetzt in eine Froschkönigin verwandeln?
Jeder der ein Wesen sinnlos tötet,
hat für sich selber die Entscheidung getroffen,
ein Mörder zu sein.
Zitat von Farah
Mit diesem Zitat von Farah beginne ich eine traurige Geschichte, geschehen am 20. August 2009. Sie soll aber gleichzeitig als Denkmal diesem Wesen gewidmet sein, dem Wolf.
Ich habe einmal mehr die Nachricht erhalten, dass in der Schweiz ein Wolf erschossen wurde. Es versetzt mir jedes Mal einen Stich ins Herz, wenn ich wieder so eine Nachricht höre. Welch sinnlose Tat an einem so wunderbaren Wesen. Erst kürzlich durfte ich eine Sendung aus Deutschland am Fernsehen mitverfolgen, worin aufgezeigt wurde, welch ungemein wichtige Aufgabe der Wolf für den Wald und die Entwicklung des natürlichen Gleichgewichtes wahrnimmt. Die deutsche Forstwirtschaft unterstützt die Verbreitung der Wolfspopulationen sehr. (die Jäger nicht)
In der Schweiz ist der Wolf nach Bundesgesetz geschützt. Die Kantone können dieses Gesetz übersteuern, wenn ein Wolf aus der Sicht des Menschen einen grossen Schaden anrichtet, d.h. wenn er z.B. mehr als 30 Schafe reisst. Warum reisst ein Wolf so viele Schafe? Die Antwort ist sehr einfach. Von den Schafen, die der Wolf reisst, wird vorerst einmal der Mageninhalt gegessen. Dann lässt er seine Beute liegen, um später wieder davon zu zehren. Das Problem ist, dass der Mensch immer gleich alles fein säuberlich wegräumen muss. So muss der Wolf wieder neue Beute machen, anstatt von der alten essen zu können.
Es ist erwiesen, dass die Beute vom Wolf wenn möglich vollständig gegessen wird, grössere Huftiere, werden sogar über mehrere Tage lang genutzt und bis auf die Knochen, das Fell und Teile des Darmtraktes verwertet.
Die Angst der Menschen vor Wölfen ist völlig unbegründet. Im 20. Jahrhundert ist in ganz Nordamerika und Europa nur ein einziger Fall von einem tödlichen Angriff eines Wolfs auf einen Menschen bekannt geworden. Wie es zu dieser Situation kam, ist nicht bekannt.
Die Geschichte vom Wolf in der Schweiz zeigt mir einmal mehr, wie bequem der Mensch rasch Profit schlagen will. Möchte ein Schafbesitzer seine Schafe wirklich schützen, könnte er dies tun, sei es mit Herdenschutzhunden oder gar mit der Einrichtung eines gedeckten Stalls. Die Billigvariante, einfach gar nichts zu tun und die Schafe frei irgendwo grasen zu lassen, schmeckt wohl manchem Schafbesitzer besser (die Schafe sind ja versichert). Mit dieser Haltung wird den Jägern genau in die Hände gespielt. Diese haben ebenfalls kein Interesse am Wolf, weil durch ihn ihre Abschussquoten in Gefahr sind.
Wer sich gerne etwas über den Wolf informieren möchte, hier sind zwei interessante Links.
www.nabu.de/tiereundpflanzen/saeugetiere/raubtiere/wolf/index.html
Haben Sie gewusst, dass Katzen mit weissen Ohren einen Sonnenbrand kriegen? Ich auch nicht, bis Aline bei uns einzog. Im ersten Frühjahr traute ich meinen Augen kaum. Die Ohren waren dermassen verbrannt, dass sich sogar die Haut ablöste und sich eine Kruste bildete.
Mein Tierarzt empfahl mir damals, die Ohren der Katze mit Sonnencreme Schutzfaktor „so hoch wie möglich“ einzucremen.
Aline mag aber die „Schmiererei“, wie sie es nennt, überhaupt nicht. Ich muss mir immer wieder eine neue Taktik einfallen lassen, damit sie nicht merkt, dass ich mit Sonnencreme in der Hand etwas an ihren Ohren machen will.
Als letztes Jahr Wakass bei uns eingezogen ist, hat Aline die Lösung für sich gefunden. Hund und Katz sind nämlich überhaupt nicht wie Hund und Katz. Nein. Wenn es sein muss, können sie sich schön zusammentun und sich regelrecht gegen uns Menschen verschwören. Vor allem wenn es um Ohreneincremen geht. Sobald die lästige Schmiererei auf Aline’s Ohren ist, läuft sie schnurstracks zu Wakass. Die Katzenwäsche sieht dann so aus.
So, jetzt sind die Ohren wieder sauber!










