Ein Leben mit Katzen ist immer wieder voller Überraschungen. Ich sass gerade gemütlich mit einem Buch auf meinem Sofa, als meine Katze Aline durch die Katzenklappe gestürmt kam. Draussen war es bereits dunkel. Ihr Kopf war hoch aufgerichtet. Für mich bedeutet das „Alarmstufe rot“. Ich konnte zwar nicht erkennen, was sie im Fang trug, aber sie musste etwas haben. Natürlich war ich wie immer zu langsam. Aline liess ihre Beute los. Nein, sie blieb nicht auf dem Boden, flog an die Decke dem Licht entgegen. Ein riesengrosser Nachtfalter. Ich schätze seine Körperlänge auf etwa 5 bis 6 Zentimeter (wenn ich nachträglich auf einen Zentimeter schaue). Natürlich löste sein Flug ein Tohuwabohu aus. Aline jagte wild dem Falter hinterher, über die Möbel, sprang in die Luft. Ihr Lärm und meine Versuche, Aline einzufangen, weckten wiederum meinen Hund Wakass, welcher sich nun an der Jagd beteiligte. Mir war nicht ganz klar, ob die Aline galt oder dem Falter. Jedenfalls ging’s wild zu und her. Als ich Aline endlich einfangen konnte, brachte ich sie nach draussen. Das gab einen Moment lang Luft. Nun musste ich noch Wakass einfangen und beruhigen. Auch ihn konnte ich dann aus dem Wohnzimmer führen. Kaum war er draussen, erschien Aline wieder durch die Katzenklappe. Man ist ja nicht doof, oder? Die wilde Jagd ging wieder los, Wakass gab seine Kommentare von draussen ab (uff, bin ich froh, sind keine Mieter im Haus). Wieder begab ich mich auf Katzenfang. Das ist gar nicht so einfach, wenn ein Falter sich ständig im Fluge befindet und das Katzenaugenmerk auf diesem liegt. Irgendwann gelang es mir dann doch, Aline einzufangen. Wieder brachte ich sie nach draussen, schloss aber dieses Mal die Katzenklappe ;-). So, endlich Ruhe, aber wie fange ich nun diesen wunderschönen Falter ein?

Zuerst habe ich alle mir zur Verfügung stehenden Lampen angezündet, damit der Falter nicht mehr so wild auf eines der Lichter losfliegen musste. Ich habe eine Zeitschrift zu Hilfe geholt, mich hingesetzt und gewartet, bis der Falter sich auf eine für mich erreichbare Höhe begab. Dabei habe ich immer gesagt, dass ich ihm gerne helfen möchte, wieder nach draussen zu gelangen. Endlich flog der Falter gegen die Wand und verschwand hinter dem dunkeln Vorhang. Zuerst öffnet ich das in der Nähe gelegene Fenster weit, hob leicht den Vorhang. Dann schob ich die Zeitschrift unter den Falter, so dass ich ihn in Richtung Fenster leicht anschieben konnte. Es ging dann sehr schnell. Der Falter flog wieder in die dunkle Nacht hinaus.

Es war gar nicht so einfach, herauszufinden, was für ein Falter es gewesen ist. Bilder auf dem Internet zeigten mir, dass dieses Prachtsexemplar ein Windenschwärmer war.

Ein Igel im Garten bringt Glück ins Haus. Igel sind Nützlinge, ernähren sich von verschiedenen Käfern, Larven, aber auch Regenwürmern und Schnecken. Wichtig ist dabei, dass man einen naturnahen Garten besitzt, keine Insektizide oder gar Schneckengifte verwendet.

Igel sind nachtaktive Tiere und bewegen sich geräuschvoll durch den Garten. Im Moment macht ihnen die Trockenheit zu schaffen, es fehlt an Nahrung aber auch Wasser. Deshalb werden im Moment viele geschwächte Igel gefunden.

Helfen kann man ihnen, wenn man Wasserschalen aufstellt und vielleicht sogar ein bisschen Futter bereithält. Igelfutter (enthält getrockneten Insekten, Nüssen, getrockneten Wildbeeren) erhält man im Zoofachhandel. Als mögliche Alternative geht auch Studentenfutter oder Katzenfutter. Beim Katzenfutter sollte man allerdings an mögliche Nachbarskatzen denken. Diese sollten nicht auf diesem Wege angefüttert werden.

Wer geschwächte Igel findet, erhält kompetenten Rat bei den Igelstationen. Auf den Seiten von www.pro-igel.ch findet man die Adressen der verschiedenen Igelstationen in der Schweiz. Zudem findet man viele wertvolle Informationen zum Igel.

 

Schauen Sie sich doch diesen wunderschönen Film an.

 

 

So sanft können Pitbulls sein. Schade was der Mensch aus diesen Hunden gemacht hat.

In der Schweiz ist eine Organisation geschaffen worden, welche den Tierheimen Unterstützung bei der Platzierung von Listenhunden bietet http://www.listenhunde-hilfe.ch/vermittlung.html. Wer einem dieser Hunde eine zweite Chance geben will…

Kein Hund ist ein „Kampfhund“. Schlussendlich ist jeder Hund das Resultat, was der Mensch aus ihm gemacht hat.

 

Wer kennt das nicht. Eben gerade frisches Gemüse gesetzt oder die ersten zarten Halme der Stauden, welche aus dem Boden spriessen und schon sind die Schnecken eifrig am essen. Natürlich mag das kein Gärtner, wenn er seine Pflanzen auf diese Art und Weise verliert.

Schnecken nehmen eine Funktion ein im natürlichen Kreislauf der Natur. Es gibt Mittel und Wege, dass der Mensch neben diesem Weichtier leben kann.

Ich habe für mich diese Lösung gefunden. Am Abend, wenn die Schnecken sich zeigen, ziehe ich Handschuhe über und sammle die Schnecken dort ein, wo ich sie nicht haben möchte. Die Schnecken trage ich dann in den Wald und lasse sie dort wieder frei. Mein Gemüse und die jungen Stauden schütze ich mit Schneckenkragen.

Warum auch immer, aber die Schnecken können diese Hindernisse nicht überwinden. Schnecken zu vergiften oder im Bier zu ertränken finde ich eine grausame Art und Weise, diese Tiere loszuwerden. Jedes Lebewesen verendet elendiglich, man kann nicht von einem schnellen Sterben reden. Das Gift gelangt immer irgendwie in den natürlichen Kreislauf und zudem gibt es viele Tiere, die sich von Schnecken ernähren. Die Schneckenkragen sind eine einmalige Investition. Sie können über Jahre immer wieder verwendet werden.

Habe ich den Salat geerntet überlasse ich den Schnecken immer noch gerne ein paar Blätter. Es kann so friedlich sein, wenn man will.

Hier noch ein kleiner Vergleich: Brieftauben fliegen über 80 km/h schnell, ein Wanderfalke erreicht im Sturzflug 290 km/h. Da kann die Schnecke nur staunen; sie bringt es auf 0,003 km/h = 3 Meter pro Stunde. Sie nimmt sich wahrlich sehr viel Zeit ;-).

 

Grundsätzlich ist es ja viel zu warm für die Jahreszeit. Und doch geniesse ich es, wieder die ganze Nacht bei geöffnetem Fenster schlafen zu können. Der Morgen naht, man kann noch nicht von Sonnenaufgang sprechen, ertönt der liebliche Gesang eines Vogels. Kein anderer Vogel singt um diese Zeit. Es ist ganz still draussen und in die Stille beginnt dieser Vogel zu pfeifen, kein melodiöses Lied und doch sehr lieblich.

So zu erwachen ist wunderschön. Sich strecken und dehnen auf den Rücken legen, die Augen schliessen und diesem Gesang einfach ein bisschen zuhören.  Immer wieder hab ich mich gefragt, was für ein Vogel wohl dieser Frühaufsteher ist.

Vor einigen Tagen gab er sich mir zu erkennen. Er setzte sich am Abend vor meiner Nase auf den Gartenzaun und begann sein lieblich Lied.

Die Bachstelze

Frühaufsteherin unter den Vögeln 😉