Leider gibt es unter den Tieren immer wieder Modetrends. Diese Trends gehen immer zu Lasten der Tiere. Die Tiere werden in Massen „produziert“, anders kann das gar nicht genannt werden. Von diesen Massentrends sind Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Co. alles was das „Herz“ begehrt, betroffen.

  • Die Whiskas-Werbung löst einen regelrechten Boom für die Britisch Kurzhaar Katze in der Farbe silber-tabby, aus. Inserate lauten heute so: Whiskas-Katzen zu verkaufen…
  • Der bekannteste Trend-Hund ist der amerikanische Collie. Bekannt wurde er aus dem legendären Film Lassie. Der Collie wurde zum beliebtesten Hund, eine Überzüchtung der Rasse war das Resultat.
  • Barack Obama besitzt einen portugiesischen Wasserhund. Die Nachfrage nach dieser Rasse steigt in den USA massiv an.
  • Britney Spears und Paris Hilton haben einen regelrechten Chihuahua-Boom in den USA ausgelöst (mehr als 60‘000 leben alleine in Los Angeles). Mittlerweile werden die Tiere zu Hunderten ausgesetzt, weil die Menschen merken, dass ein Tier halten auch Verantwortung übernehmen bedeutet.

Es sind Beispiele, aber leider zeichnen diese Beispiele immer noch den Alltag. Sehr wenige Menschen setzten sich vor dem Kauf eines Tieres intensiv mit Fragen auseinander wie:

  • Was sind die Bedürfnisse des Tieres.
  • Wie hält man dieses Tier artgerecht.
  • Was für Eigenschaften besitzt das gewünschte Tier.
  • kann der Mensch diesem Tier überhaupt gerecht werden, wenn er es domestiziert.
  • Wie alt wird das gewünschte Tier.
  • Was kostet das Tier jährlich an Futter und Pflege.
  • Etc.

Der Alltag ist leider immer noch der, dass Tiere vorwiegend aufgrund ihres Aussehens oder für einen bestimmten Zweck – zum Verfolgen der eigenen Bedürfnisse über ein Lebewesen- gekauft werden. Dies beginnt dort, wo der Mensch Leistungen an den Tieren in Wettbewerben misst und endet dort, wo Tiere als „Emotionsauffangstation“ herhalten müssen. Die Grundbedürfnisse der Tiere rücken in den Hintergrund. Ist der Mensch mit dem Wesen Tier überfordert, nicht zufrieden oder es entwickelt sich nicht nach seinen Vorstellungen, landet es im Tierheim, wird beim Tierarzt „entsorgt“ oder ausgesetzt. Warum sich ein Tier nicht nach den Vorstellungen des Menschen entwickelt, wird oft gar nicht hinterfragt.

Ich habe grossen Respekt vor Menschen, welche auf Tierhaltung verzichten, wenn sie diesen Wesen nicht gerecht werden können. Ich kenne einige, die sehr gerne ein Tier hätten, aber aufgrund ihrer Rahmenbedingungen darauf verzichten.

Tiere sind Lebewesen und keine Trend-Objekte.

 

… oh Schreck

Das sind die ersten Gefühle, die es bei Menschen auslöst, wenn sie eine Zecke an sich oder ihrem Hund oder ihrer Katze entdecken. Ein kleines Insekt, welches so viel auslöst. Ich möchte das Zeckenproblem nicht herunterspielen, aber vielleicht einmal andere Sichtweisen auf das „Problem“ Zecken lenken. Ein Artikel über das Zeckenproblem beim Hund, welcher mich sehr angesprochen hat, ist in der Tierwelt Nr. 14 von der Tierärztin Tanja Werter erschienen. Eine kleine Zusammenfassung habe ich zusammengestellt, in anderer Farbe.

Bei der Zecke befürchtet der Mensch vor allem die beiden Erkrankungen „Hirnhautentzündung“ und Borreliose.

Wie läuft die Hirnhautentzündung beim Hund ab? Überträger ist die meist verbreitete Zecke, der „gemeine Holzbock“. Man vermutet, dass die meisten Hunde von ihm angesteckt und gleich darauf immun werden. Arbeitet das Immunsystem geschwächt, kann die Krankheit in sehr seltenen Fällen ausbrechen. Krankheitsbild: Schielen, fehlende Reflexe, Rückenschmerzen. Bei mildem Verlauf erholen sich die Hunde wieder selber. Bei schwerem Verlauf, gibt es keine Rettung.

Die Borreliose ist eine Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Borreliose wird sowohl in der Humanmedizin wie auch in der Tiermedizin oft überdiagnostiziert, sie ist zu einer „Modekrankheit geworden. Die Häufigkeit der Krankheit wird überschätzt, weil die Antikörpertests zu ungenau sind und die meisten Infektionen ohne Symptome verlaufen (Professor Katrin Hartmann).

Untersuchungen in Deutschland haben gezeigt, dass ca. 95 % aller Vierbeiner Antikörper gegen die Erreger im Blut haben, was so viel bedeutet, dass diese Tiere bereits eine Infektion mit Borrelien mitgemacht haben. Es wurde festgestellt, je mehr die Hunde im Freien sind und je länger ihr Fell ist, desto häufiger werden Antikörper festgestellt. Dies liegt wohl daran, dass in langem Fell die Zecken nicht so schnell gefunden werden.

Krank werden nur Vierbeiner mit schwachem Immunsystem. Auch durch Behandlung mit Antibiotika verschwinden die Borrelien nie vollständig aus dem Körper. Die meisten infizierten Tiere werden nicht krank, sondern leben mit den Bakterien in friedlicher Gemeinschaft.

Wie machen es eigentlich die Wildtiere? Hier sorgt sich niemand und das ist auch gut so. Sie scheinen mit den Zecken gut im Einklang leben zu können.

Es gibt mittlerweile viele verschiedene Zeckenmittel auf dem Markt, von chemischen Mitteln, über natürliche Hausmittel oder Steinketten. Welche Belastungen chemische Mittel auf die Gesundheit des Hundes oder generell auf die Haustiere haben – auch auf das Immunsystem, kann und mag ich nicht beurteilen. In meinem Haushalt leben sowohl ein Hund wie auch Katzen. Für mich erübrigt sich somit die Frage nach den chemischen Zeckenmitteln in dem Sinne, weil bei den Katzen steht, dass sie bei Einnahme gefährlich sind für Hunde und bei den Hunden steht, dass sie gefährlich sind für Katzen…Meine Haustiere schmusen miteinander. Mich hält auch ab, ein Mittel meinen Tieren zu verabreichen, welches sie dann in oder auf sich tragen und das so giftig ist, dass es andere Lebewesen tötet. Kann das gesund sein?

Vielleicht haben Sie auch schon beobachtet, dass Zecken ihre Vorlieben haben? Es gibt Tiere (aber auch Menschen), die kaum mal eine Zecke haben und dann gibt es die anderen, welche regelrechte Zeckenwirte sind. Nicht jedes Blut schmeckt offenbar gleich gut. Es könnte sich lohnen, den Ursachen eines starken Zeckenbefalls nachzugehen, anstelle Symptombekämpfung mit chemischen Mitteln zu betreiben.

Krankheiten begleiten unser Leben, sie gehören in den natürlichen Kreislauf des Lebens. Es hat sie immer schon gegeben und wird sie immer geben. Scheint eine ausgerottet“ wird eine neue entdeckt.

Wichtig für mich selber ist, dass ich meinen Tieren Lebensqualität bieten kann. Ich helfe ihnen nicht damit, dass ich mit stetiger Angst vor Krankheiten durchs Leben gehe. Angst zieht oft genau das an, wovor wir uns fürchten. Die Medien helfen uns leider nicht gerade damit, Angst abzulegen, im Gegenteil, sie wird oft in übertriebener Form geschürt.

Eigene Erfahrungen

Unseren Haustieren gebe ich monatlich den Immunstärker Echinacea (ich selber nehme ihn auch). Ich ernähre sie gesund und ausgewogen und achte darauf, dass sie ein ruhiges und entspanntes Leben führen können. Auch dauernde Aufregung oder Stress können das Immunsystem schwächen. Vom Frühjahr bis im Herbst, also während der Zeckensaison trägt Wakass eine Bernsteinkette. Zweimal im Jahr erhalten alle Haustiere (auch die Zweibeiner) zur ganzheitlichen Unterstützung ihrer Gesundheit eine Zeckenbissnosode.

Die Zeckenwirte Ambra und Wakass habe ich erfolgreich mit einer Eigenblutnosode behandelt. Seither haben sie nur noch ab und zu Zecken, welche ich ihnen dann einfach auszupfe.

 

Ein Mann schrieb einen Brief an ein kleines Hotel in einer Stadt in Midwest um seine Ferien zu planen. Er schrieb: Ich würde sehr gerne meinen Hund mitnehmen. Er ist sehr gepflegt und sehr brav. Darf ich ihn im Zimmer bei mir haben, während der Nacht?

Eine sofortige Antwort kam vom Hotelbesitzer, er schrieb: Ich arbeite nun schon seit vielen Jahren in diesem Hotel. In dieser Zeit hat noch nie ein Hund Handtücher, Bettwäsche, Silberbesteck oder Bilder von der Wand gestohlen. Ich musste noch nie einen Hund … weil er mitten in der Nacht betrunken oder auffällig war. Und ich hatte noch nie einen Hund der ging ohne die Rechnung zu bezahlen.

Ja, selbstvertändlich ist ihr Hund willkommen in meinem Hotel. Und wenn ihr Hund für sie bürgt, sind auch sie hier willkommen.

 

Der Toller stammt ursprünglich aus Kanada die detaillierte Beschreibung findet ihr hier .

Dem Toller wird nachgesagt, dass er mit seinem „Tolling“ die Enten anlockt. Ob das eine Legende ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Bei Wakass kann ich aber feststellen, dass er am Wasser sofort eine Eigendynamik entwickelt. Aufgeregt beginnt er hin und her zu laufen und lässt laute quitschende Schreie von sich. Die locken tatsächlich die Wasservögel an, diese Beobachtung konnte ich bereits machen.

Der Toller besitzt ein wasserabweisendes Fell, drei-, viermal schütteln und er ist, mit Ausnahme des Kopfbereiches schon fast trocken. Es empfielt sich nicht, ihn mit einem Shampoo zu baden, er könnte ziemlich anders aussehen danach 😉 (ist mir jedenfalls einmal so ergangen). Wir pflegen Wakass ohne Shampoo, können das auch gut so handhaben, da er sich nie auf Mist oder Wildkot wälzt. Mir gefällt diese natürliche Pflege, die wir bei unserem Hund anwenden können. Wasser ist Wasser, ob in der fliessenden Aare oder aus der Wasserversorgung unseres Hauses. (Kleine Anmerkung: Ein gesunder Hund mit richtiger Ernährung, hat einen kaum wahrnehmbaren Hundegeruch – man muss schon fast die Nase ins Fell halten)

Wakass geht nicht von selber ins Wasser, obwohl er dieses Element liebt. Er braucht etwas zum Apportieren. Nicht alles holt er aus dem Wasser. Es muss schon ein richtig grosser und schwerer Gegenstand sein. Dann ist er nicht mehr zu bremsen.

Wir setzen das Baden für Wakass immer sehr bewusst ein, gerade weil wir merken, wie Wakass sich in seiner „Arbeit“ völlig vergessen kann und unermüdlich apportieren würde. Zuerst gibt es einen Aufwärmungsspaziergang. Erst dann beginnen wir, die Stöcke ins Wasser zu werfen. Da wir wissen, dass die kleinen nicht interessant sind, beginnen wir zuerst mit diesen. So kann sich Wakass langsam an das Wasser gewöhnen, weil er nur rasch mit den Pfoten reingeht. Zwischen den Würfen gibt es immer wieder Pausen. Baden gehen wir mit Wakass in der warmen Saison maximal einmal die Woche, so dass es eben für Mensch und Hund eine Freude bleibt.

Hier geht’s zum Video. Viel Spass!
(kleine Anmerkung: Sein Twist-Hüftungschwung, wenn er aus dem Wasser kommt, gefällt mir ganz besonders)

 

Doch, es gibt auch schöne Nachrichten. Die Wildkatzen sind zurück. Eine Studie hat gezeigt, dass sich die Wildkatzen-Population zu erholen scheint. Es wird geschätzt, dass ca. 400 – 900 Wildkatzen in der Schweiz leben. Insbesondere im Jura konnte die Wildkatze sich gut ausbreiten. Weiter wurde die Wildkatze in den Kantonen Bern, Solothurn und Basel Land gesehen.

Voraussetzung für die Rückführung ist allerdings, dass sich die Wildkatzen nicht mit den Hauskatzen kreuzen. Kreuzungen führen zu Nachwuchs, welcher nicht Fortpflanzungsfähig ist. Forscher schliessen die Gefährdung der Wildkatze durch Kreuzung nicht aus.

Trauen wir doch den Wildkatzen etwas mehr zu. Sie werden bestimmt merken, ob Wild- oder Hauskatze ;-).

Die Wildkatze wurde im Mittelland durch die Jagd im 18. und 19. Jahrhundert ausgerottet. Ich habe mich deshalb über diese Nachricht besonders gefreut. Noch mehr freuen würde ich mich, wenn ich einmal eine Wildkatze in den Wäldern sehen dürfte. Bis jetzt konnte ich dieses schöne Wesen nur im Tierpark Dählhölzli bewundern.