Die Bibera ist einer meiner Lieblingsorte was die Spaziergänge anbelangt. Malerisch schlängelt sich dieser kleine Bach durch die Felder und Wälder unserer Region.

Wie es ihr Name verheisst, lebten früher auch Biber in ihren Gewässern. Irgendwann verschwand der Biber. Jetzt aber ist er wieder zurückgekehrt und schon beginnen die „Probleme“. Behörden, Bauern und Biberfachstelle sind in Diskussionen wegen dem kleinen putzigen Nager, welcher mit seinen Dämmen manchmal auch Kulturland unter Wasser stellt. Nur…das Kulturland wird schon seit längerer Zeit auch ohne Biber oft überschwemmt, weil der Bachlauf bei Gewitter zu wenig Wasser fassen kann.

Ein Projekt zum Schutze und der Wiederansiedlung des Bibers an der Bibera ist bereits am Laufen. Ebenfalls sollen die Bachläufe verbreitert werden, damit das Kulturland nicht mehr überschwemmt werden würde. Die Landwirte wehren sich gegen dieses Konzept, weil sie kein Land zur Verfügung stellen wollen, im Moment. Doch es locken in naher Zukunft Direktzahlungen, da könnte ich mir doch vorstellen, dass da doch noch etwas möglich wird, wenn der Batzen rollt.

Leider rollt dieser im Moment noch nicht. Deshalb haben letzte Woche Landwirte im Beisein eines Wildhüters mit einem Bagger ein Biberdamm und somit die Behausung des Bibers entfernt und ihn auf diese Weise vertrieben.

Bedauerlicherweise liegt es zurzeit einmal mehr am lieben Geld, ob der Biber Lebensraum erhält oder nicht. Aber: Aufgrund des Gewässerschutzgesetzes wird auch im Kanton Freiburg die Biberstrategie bald fertig ausgearbeitet sein. Gemäss Biberfachstelle wird es höchstens noch zwei Jahre dauern, bis der drollige Nager auch am Biberabach ungehindert Dämme bauen kann. Da freue ich mich aber drauf, wenn ich auf meinen Spaziergängen dann Herr und Frau Biber hallo sagen kann.

 

Das Wylerbad ist für Bernerinnen und Berner eines von mehreren Freibädern. Seit 3 Jahren gesellt sich da ein neuer Gast dazu, Tüpfli die Katze. Eigentlich könnte man meinen, Katzen sei das Element Wasser nicht so zugetan. Wenn aber der Ort passt… Sie hat sich jedenfalls genau diesen Ort als ihr neues Zuhause ausgewählt. Die Gäste wie das Personal erfreuten sich an der Glückskatze, wären da nicht die Paragraphen der Badeverordnung gewesen. Im Winter will Tüpfli nämlich partout ins Hallenbad an die Wärme gehen, vorzugsweise ins Sanitätszimmer. Dem Sportamt war das ein Dorn im Auge.

Schüler- und Schülerinnen haben sich für die Katze eingesetzt und nun zeigte auch das Sportamt Herz. Tüpfli darf im Wylerbad bleiben. Über die Wintermonate wird ihr im zweiten Sanitätszimmer eine warme Stube eingerichtet. Ein schönes Happy-End für Katze Tüpfli. Sie wird also weiterhin die Badegäste des Wylerbades mit ihrem Dasein erfreuen können.

Tüpfli hat es übrigens geschafft, vier Mal in die Tagespresse der Region Bern zu gelangen. Was für eine eindrückliche Persönlichkeit sie doch ist ;-).

Dieses einmalige Video erzählt von einer Touristin, welche auf dem Strand gesessen hat und den Seeelefanten wie den Pinguinen bei Gold Harbor, South Georgia zugeschaut hat. Unerwartet fühlt sich eine der Robben ganz offensichtlich zu ihr hingezogen und arbeitet sich langsam an die Frau heran. Es sieht aus‚ als verfalle sie in Liebe, kuschelt und flirtet mit der Frau.

Es ist eine ungewöhnliche Szene. Die Robben sind sehr massig ( ca. 6.000 amerikanische Pfunde), trotzdem hat die Frau sich nie ängstlich gezeigt.

Es sind wunderschöne Bilder. Sie zeigen mir ein gegenseitiges Urvertrauen zwischen diesen beiden Lebewesen, sie sind einfach herzberührend! Ihre nonverbale Kommunikation ist einzigartig. So stelle ich mir ein Leben zwischen den Spezies vor.

Zurücklehnen und einfach geniessen!

 

…hat sich zu Wort gemeldet 

2010 war ein Jahr, in welchem sich die Natur intensiv zu Wort gemeldet hat. Viele Menschen, konnten darüber lesen oder in der guten Stube die Bilder aus dem Fernseher entnehmen. Viele Menschen, Tiere und Pflanzen waren aber davon direkt betroffen. Was das bedeutet, kann man nur erahnen. Hier einige aufgezählt.

Erdbeben in Haiti, Chile, Neuseeland und Sumatra (mit anschliessender Flutwelle)

Vulkanausbrüche des Vulkan Merapi in Indonesien sowie des Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull. Es wurde so viel Asche ausgestossen, dass der Flugverkehr lahmgelegt wurde. Island versank in einem Aschenmeer.

Ueberschwemmungen in Pakistan, Hochwasser in Mitteleuropa und zuletzt in Australien (Fläche > als Frankkreich und Deutschland zusammen)

Nicht zu vergessen ist auch die Oelkatastrophe im Golf von Mexiko aus welcher vom vom 20. April bis zum 16. Juli 2010 Oel ausfloss. Eine Katastrophe ausgelöst durch Menschenhand.

Die Natur hat sich gemeldet, aber hören wir ihr auch zu? Schnell verschwinden solche Nachrichten wieder aus unserem Gedächtnis, wir kehren wieder in den Alltag zurück, weil wir nicht davon direkt betroffen sind. Die betroffenen Regionen mit all ihren Lebewesen werden aber während Jahren direkt mit den Auswirkungen dieser Katastrophen leben müssen. Direkt ist auch das Klima davon betroffen, was nicht zuletzt Auslöser vieler dieser Katastrophen ist.

Ob tote Vögel, die wie Regen vom Himmel fallen, ein neues oder altes Phänomen sind, mich interessiert das nicht. Mich stimmt nachdenklich, dass so etwas geschieht. Tatsache bei all diesen Nachrichten bleibt, dass wir an unserer Umwelt Raubbau betreiben, am meisten Menschen, welche in den Industrieländern leben. Man redet über Umweltschutz. Wir schauen nach links und nach rechts, schauen wir aber bei uns selber? Täglich drücken wir X-mal auf einen Knopf, welcher uns saubere Energie „Strom“ liefert (ich nehme mich da nicht aus). Aber ist diese Energie so sauber? Wo landet all der Atommüll? Wer will ihn? Die, die den Strom auch konsumieren?

Sechs Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jedes Jahr über die Flüsse ins Meer und zerfallen in kleinste Partikel. Jährlich sterben so rund 100‘000 Meeressäuger sowie Millionen von Seevögeln und Fischen, fernab von unserer guten und sauberen Stube.

Ich möchte mit meinen Zeilen zum Nachdenken anregen. Jede Minute gesparte Energie und umsichtiges Handeln mit unserem Müll kommt unserer Umwelt zu gute. Tun es viele Menschen, kann die Wirkung nachhaltig sein. Denkt man aber immer „der andere soll“, wird sich nichts verändern.

Alles fängt im Kleinen an, z.B.

  • Bewusst einkaufen, auf Verpackungsmaterial achten.
  • Müll nicht einfach in der Natur entsorgen! Kleine Verpackungsmaterialien, Zigarettenstummel etc. nicht einfach in den Gulli werfen, sie landen irgendwann in der Umwelt.
  • Bio ist nicht gleich Bio. Ist ein Produkt bereits um die halbe Welt gekarrt, verliert es bei mir den Biogedanken schnell wieder. Da steckt viel Energie für den Transport drin. Aus der Region für die Region sind immer noch die besten Bioprodukte. Saisonal konsumieren.
  • Strom bewusst konsumieren, Geräte nicht einfach laufen lassen. Computer auf Energiesparmodus einstellen. Auf elektrische Weihnachtsdekorationen verzichten.

Die Liste könnte ich nun endlos weiterführen mit vielen kleinen Sachen, auf welche wir in unserem Leben gut verzichten könnten, der Umwelt zuliebe. Vielleicht habt ihr ja Lust, jedes für sich, diese Liste weiterzuführen, um euch bewusst zu werden, wie viel noch mit wenig möglich wäre.

Die Erde ist nur ein Staubkorn im Universium. Und doch trägt sich unendlich viele Schätze auf sich. An dem Tag, wo all ihre Schätze zerstört sind, wird der Mensch nicht mehr überleben können. Wollen wir es wirklich soweit kommen lassen?

Tue täglich etwas Gutes, dir selber, aber auch dem Planeten Erde mit all seinen Lebewesen.

Die Weihnachtsfeiertage liegen hinter uns. Gemütlich haben die Familien zusammen gefeiert. Zu Weihnachten gehört natürlich auch ein festliches Menü. Des Schweizers Traditionsmenü ist Fondue Chinoise oder Bourguignonne. Nach Orignalrezept werden dazu die Filetstücke des Rindes verwendet. Es ist nur ein Bespiel. Natürlich werden noch viele andere feine Menüs gekocht, auch ohne Fleisch. Aber bestimmt gilt das Filet als der Festtagsrenner, ob Schwein, Rind oder Lamm. Die Einkaufsregale in den Supermärkten waren voll davon. Die Menschen drängten durch die Fleischregale (welche ich in grossem Bogen mied), überladene Einkaufskörbe wurden durch die engen Gänge geschoben.

Weihnachten war vorbei, ich ging wieder einkaufen. Am Eingang präsentierte sich mir ein riesengrosses Regal mit Rollschinken, alle zum ½ Preis, weil das Verkaufsdatum bald abgelaufen war. Konnte das Fleisch nicht noch an Herr und Frau Schweizer gebracht werden, landete es im Müll.

Wie war das beim Festtagsbraten? Hat man an das Wesen, von welchem ein Stück auf dem Teller lag, gedacht, ihm gedankt, für den Weg, den es für uns gegangen ist?

Genau dieses Bewusstwerden möchte ich mit diesen Zeilen erreichen. Ich bin keine Freundin von Statistiken und doch sind sie gerade in diesem Moment für mich sehr wertvoll. Ich finde die Zahlen sehr eindrücklich, regen mich zum Nachdenken an. Aus
102‘040‘000 Hühnern oder Hähnen,
2’659’128 Schweinen,
374’325 Rindern,
249’479 Kälbern,
werden jährlich in der Schweiz Fleisch „produziert“ (ein Ausdruck der entsprechenden Branchenorganisationen). Natürlich kommen noch Pferde, Schafe/Lämmer, Kaninchen und all das Fleisch aus dem Import hinzu.

Welche Wertschätzung wir den Farmtieren entgegenbringen, zeigt mir alleine der Ausdruck „Produktion“. Das ein Lebewesen als Produkt bezeichnet wird, stimmt mich sehr nachdenklich. Jedes Lebewesen, auch wenn es uns als Nahrung dient, hat Respekt, Achtung, Dank und artgerechte Lebensumstände verdient.