Der Hund und der Hase

Es war ein bitterkalter Wintermorgen. Die Felder lagen einsam vor einer Frau, welche mit ihrem Hund spazierte. Am Horizont waren die zaghaften Strahlen der Morgensonne zu erkennen. Stille. Nur die Schritte der beiden auf dem vom Reif gefrorenen Boden waren zu hören.

Die Kälte trieb der Frau die Tränen aus den Augen. Aber sie genoss den traumhaft schönen Tagesbeginn. Der Hund war voller Lebensfreude. Er schnüffelte, sprang wieder zur Frau. „Bitte, bitte wirf mir doch einen Schneeball“ bat er sie. „Nein, mein Liebling, das geht heute nicht„ antwortete die Frau. „Der Schnee ist nun zu Eis gefroren, ich kann dir keinen Schneeball mehr formen“. „Schade“ murmelte der Hund und konzentrierte sich wieder auf das Schnüffeln auf dem Boden.

Plötzlich hüpfte ein paar Meter vor den beiden ein Feldhase aus dem Busch. „Juhuiii“ rief der Hund, „endlich kann ich spielen“. Er sprang dem Hasen hinterher, während der Hase fleissig seine Hacken schlug. „Hase, so warte doch, ich möchte dich gerne kennen lernen“, rief der Hund aufgeregt hinterher. Plötzlich hielt der Hase an, blieb ruhig sitzen. Als der Hund ihn erreichte, schnuffelte er am Hasen. Sehr sanft und respektvoll tat er das, ausgiebig, vom Kopf bis zu den Füssen. „Hallo Hase, schön, dass du auf mich gewartet hast. Hast du einen Namen?“ Der Hase war völlig sprachlos, konnte es gar nicht fassen, wie sanft dieser Hund zu ihm war.

Mittlerweile war die Frau zu den beiden gestossen, war völlig fasziniert von diesen beiden Wesen. Sie leinte ihren Hund an und sagte zu ihm. „Weisst du mein Liebling, ich bin mächtig stolz auf dich, wie liebevolle du mit diesem Wesen umgegangen bist. Dieser Hase wollte aber nicht mit dir spielen, hat sich wohl sehr erschrocken über dich. Wir lassen im jetzt seine Ruhe, damit er wieder zu sich finden kann.“ Die Frau und der Hund entfernten sich vom Hasen. Dieser schaute ihnen eine Weile interessiert hinterher und hoppelte dann gemütlich von dannen.

 

Eines Morgens, als der kleine Tannenbaum aufwachte, waren alle seine Brüder und Schwestern rund um ihn herum verschwunden. Er war ganz traurig. „Wo sind sie den geblieben?“ Fragte er die grosse alte Tanne.

„Weisst du, mein kleiner Tannenbaum, es ist Weihnachtszeit. Die Menschen haben einen Weihnachtsbrauch. Sie stellen einen Tannenbaum in ihre gute Stube und schmücken in mit Kugeln und Kerzen“. „Oh, das ist aber ein schöner Brauch“, sagt der kleine Tannenbaum. „Kommen meine Geschwister dann wieder zurück in den Wald?“ „Nein, mein kleiner Tannenbaum, deine Brüder und Schwestern werden nicht mehr zurückkommen. Man hat sie von ihren Wurzeln getrennt. Ohne Wurzeln kann ein Tannenbaum nicht mehr weiterleben.“ „Ohh, das finde ich aber traurig. Ich finde das doch keinen so tollen Brauch. Warum tun die Menschen das, wenn sie uns dafür von den Wurzeln trennen müssen?“

„Weisst du“, sprach die alte Tanne zum kleinen Tannenbaum, „die meisten Menschen haben ihr Bewusstsein zu uns Pflanzen noch nicht öffnen können. Sie denken, dass wir Wesen ohne Gefühle und Seele sind. Produktion nennen sie das dann und verkaufen uns auf dem Markt.

Ich kann dich aber trösten. Es gibt schon ganz viele Menschen, welche unsere Anliegen und unsere Botschaften verstehen, sie auch ernst nehmen und sie für uns in die Welt hinaustragen.“ Mit grossen Augen schaute der kleine Tannenbaum zur alten Tanne auf. Sie erzählt weiter: „Viele Menschen haben bereits umgedacht, können uns fühlen. Sie kaufen dann auch keinen Tannenbaum mehr oder sie haben einen Baum, welchen sie alle Jahre wieder aus dem Estrich herunterholen können, so quasi einen Puppenbaum. Es gibt auch Menschen, die ihre Bäume im Garten schmücken oder den Schnee sein Kunstwerk auf ihre Äste zaubern lässt.

Sie feiern dann Weihnachten mit uns, wie es einst in Urzeit Brauch war. Für diese Menschen ist Weihnachten ein Fest der Liebe mit allem was lebt auf Mutter Erde. Und es werden immer mehr, mein kleiner Tannenbaum.

„Da bin ich aber froh“ murmelte der kleine Tannenbaum. Sein Blick ging nach oben. Leise beginnt der Schnee zu rieseln und schenkt ihm den schönsten Weihnachtsschmuck, den es überhaupt gibt.

(die Geschichte ist aus einer Kommunikation mit den Weihnachts-Tannenbäumen entstanden)

Der Weihnachtsbaum ist ein Weihnachtsbrauch, welcher sich im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über die ganze Welt verbreitete hat.

 

Gedanken zum Weihnachtsfest
(einen Artikel gefunden bei Tatjana Stocker)

An Weihnachten werden in der Schweiz eine Million Christbäume verkauft. Nicht jedes Bäumchen ist jedoch gleich «grün» = ökologisch. Gerade wenn man den Weihnachtsbaum beim Grossverteiler erstehen möchte, sollte man die Herkunft erfragen: Wurden die Bäume durch halb Europa gekarrt, ist deren Ökobilanz schlecht. Da hilft auch keine Biolabel mehr.

Ein Baum ist ein Stück Natur. Nur: Bei Christbäumen ist das anders. Sie sind nicht automatisch bio. Sondern meist konfektionierte Massenware. Eine Million Bäume gelangen bei uns jedes Jahr in den Verkauf. Davon stammen 60 bis 80 Prozent aus dem Import, mehrheitlich aus Plantagen in Dänemark und Deutschland, schätzt der Verband Waldwirtschaft Schweiz. Und auf den Plantagen wird Chemie eingesetzt: „Auf konventionell angebauten Plantagen werden oft synthetische Dünger oder chemische Wachstumsförderer eingesetzt, ebenso Pestizide, Herbizide und Fungizide“, erklärt WWF Schweiz. Mit den Pestiziden wollen die Züchter Trieblaus, Rüssel- oder Borkenkäfer loswerden, gegen Gras und Kraut werden Herbizide, gegen Pilze Fungizide eingesetzt, und Farbverstärker sollen das Grün noch ein wenig grüner zu machen.

Alternativen – aus dem Topf?
Christbäume werden auch im Topf angeboten. Eine Alternative zum alle Jahre geschlagenen Bäumchen, das nach wenigen Tagen sowieso entsorgt wird? Jein, 10 Tage in der überheizten Stube bedeutet für den Baum Stress pur.

Christbaum entsorgen – gewusst wie
Auch echte Christbäume müssen fachgerecht entsorgt werden: Am besten gibt man ihn der Grünabfuhr mit oder häckselt und kompostiert ihn im Garten. Im Cheminée oder unter freiem Himmel verbrennen widerspricht der Luftreinhalteverordnung, weil dabei unerwünschte Partikel freigesetzt werden. Laut WWF müsste der Baum ein Jahr trocknen, bevor man ihn verbrennen kann. Auch das von einigen Gemeinden als «Happening» organisierte gemeinsame Verbrennen der Weihnachtsbäume belastet die Luft – und ist bewilligungspflichtig. Eine Voraussetzung fürs Kompostieren wie Verbrennen ist: Der Baum sollte frei von Schmuck, Silberspray, Lametta und Engelshaar sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Schadstoffe wie Schwermetalle freigesetzt werden. (Anmerkung: Man sollte ebenfalls bedenken, dass all die bei der Aufzucht verwendeten chemischen Stoffe beim Häckseln auch wieder in den Boden gelangen.)

Klimafreundliche Weihnachten
Das Klima schonen lässt sich nicht nur bei der Wahl des richtigen Christbaums. Während der Weihnachtsfeiertage verbrauchen wir gemäss Berechnungen der Münchner Firma Climate Partner im Durchschnitt 90 kg CO2-Äquivalente pro Kopf, rund 30 kg je Feiertag. Die Emissionen entstehen unter anderem durch den erhöhten Heizbedarf, den stundenlang im Ofen schmorenden Festtagsbraten oder durch die üppige Beleuchtung. Auch hier gibt es ökologischere Alternativen: beispielsweise ein fleischloses Weihnachtsmenü oder der Verzicht darauf, gleich das ganze Haus zu illuminieren.

Ich wünsche allen Lebewesen auf Mutter Erde eine schöne Adventszeit.

Wenn wir mit offenen Augen durch’s Leben gehen, begegnen uns tagtäglich schöne Situationen wie Tiere mit andern Tieren in einer Beziehung stehen. Es können die unterschiedlichsten Arten sein, sie gehen respektvoll, und vertrauensvoll miteinander um. Beobachten kann ich das tagtäglich zwischen unserem Hund und den Katzen. Jedes spricht mit seiner Körpersprache, jedes auf eine andere Weise. Aline hat die Körpersprache der Hunde aus dem FF gelernt. Es ist herrlich, Wakass und ihr zuzuschauen. Da wird gemeinsam gegähnt, weggeschaut, geschnüffelt, als wären es zwei Hunde. Wakass versteht natürlich auch sehr gut die Körpersprache der Katzen. Jeder Katze gegenüber verhält er sich anders und jede ihm gegenüber auch. Gegenseitig wird respektvoll aufeinander geschaut. Es ist ein friedliches Miteinander leben, jedes in seiner Einzigartigkeit.

Dass es soweit kommen konnte, hat auch etwas mit meiner inneren Einstellung zu tun. Mein inneres Bild ist: Alle leben in einer Familie. Jedes der Lebewesen hat seinen Platz in der Familie, wird geliebt, respektiert, so wie es ist und darf sein, wie es ist. Ich vertraue meiner Tierfamilie und sie vertraut mir. Ich greife nicht mit meinem menschlichen Verstand ein, sondern lasse sie in ihrer Art der Kommunikation gewähren. Sie dürfen frei leben, haben eine Wahl.

Tiere leben es uns vor. Sie zeigen uns Menschen was Beziehung zwischen den Spezies heisst. Tiere sind uns Riesenschritte voraus. Der Mensch hat es bis heute noch nicht geschafft, mit Seinesgleichen, in eine Verbindung zu gehen, welche auf diesem Urvertrauen basiert. Wenn dieser Tag eingetreten ist, wird es überall Frieden, Gunst, Freude und Liebe geben.

Lehnen wir uns zurück und schauen dem Leben zwischen den Spezies zu.

(für alle nicht englisch Sprechenden)

Jeden Tag geht dieser Hund zum Delphin ins Meer. Sie geniessen die Zeit zusammen, bis das Fischerboot den Hafen verlässt. Dann zieht der Delphin mit dem Fischerboot ins offene Meer hinaus und der Hund kehrt wieder zurück.


 

 

 

 

Elefanten leben in Gruppen. Dieser Elefant hat sich als Begleiter einen Hund ausgewählt. Als der Hund eine Verletzung hatte und operiert werden musste, hat der Elefant 3 Wochen vor dem Hospital gewartet. Sobald der Hund transportfähig war, wurden die beiden wieder zusammengeführt.



 

 

 

 

Und noch weitere schöne Beziehungen

Immer wieder begegnen uns Geschichten, schöne Geschichten, welche die Beziehung zwischen den Spezies zeigt. Solche Beziehungen sind harmonisch, im Gleichgewicht. Dabei sind keine Grenzen gesetzt. Gerade in der Tierwelt sind solche Beziehungen oft zu beobachten. Diese Geschichten können durch den menschlichen Verstand dringen, weil sie visuell sind und existieren – belegbar sind. Solche Geschichten könnten wir Menschen aber noch viel mehr erleben, wenn wir die Beziehung zwischen den Spezies fühlen, den Verstand ausschalten und mit offenem Herzen durchs Leben gehen würden.

Eine Geschichte, welche mir kürzlich begegnet ist, ist die vom Wildschwein Freddy, welches sich einer Herde Galloway-Rindern angeschlossen hat.

Freddy saugt bei den Kühen und die Kühe lassen es zu. Der Titel der Geschichte lautet: Freddy lebt als Rind und muht. Hier spielt wieder der menschliche Verstand einen Streich. Freddy lebt nicht als Rind sondern als Wildschwein und hat sich den Rindern angeschlossen. Er kommuniziert mit ihnen, nimmt gewisse Kommunikationsformen der Rinder an. Er wird aber immer ein Wildschwein bleiben. Hier hat sich eine Beziehung zwischen den Spezies gebildet, wie sie bei den Tieren möglich ist, wenn keine Menschenhand eingreift. Kleine Kinder stehen in der gleichen Verbindung zu den Tieren, der Natur, der nicht sichtbaren Welt, bis ihnen über den Verstand etwas anderes gelehrt wird. Tiere haben diese Einflüsse nicht und deshalb funktioniert die Beziehung zwischen den Spezies so wundervoll. Wer gerne den Artikel lesen möchte:

http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article10733276/Kleines-Wildschwein-Freddy-lebt-als-Rind-und-muht.html

Unser Hund Wakass erhält jeden Tag eine Knochenmahlzeit. Diese gebe ich ihm immer zum Frühstück. Genussvoll kann er den Tag mit gemütlichem Kauen beginnen. Der absolute Leckerbissen sind die Kalbsbrustbeinknochen. Man kann den Genuss förmlich in seinem Gesicht ablesen. Am Vorabend wird der Knochen aus dem Tiefkühler geholt, damit er auch wirklich frisch ist.

Letzten Sonntag hat mein Mann den Knochen geholt, ist mir zur Hand gegangen. Er hat ihn auf einem Teller auf der Kombination bereitgelegt. Ich selber lasse den Knochen immer im Frigo auftauen. Natürlich habe ich nicht bemerkt, dass der Knochen auf der Kombination lagert.
Als ich am Morgen aufstand, Wakass sein Frühstück geben wollte, lag da nur noch ein kleines Stück vom Knochen, – der harte Kern – etwa in der Grösse eines Fünffranken-Stückes. Die Spuren auf dem restlichen Stück liessen klar erkennen, wer da am Werk gewesen ist. Nein, nicht Wakass. Auch Katzen mögen wohl diesen absolut leckeren Knochen. Bei Wakass gab es natürlich ein langes Gesicht, als er den spärlichen Rest noch erhalten hat.

„Katzen und Knochen?“ habe ich mich gefragt. Klar, weil schliesslich sind sie kleine Raubtiere. Lässt man sie ihr natürliches Leben leben, sind sie offensichtlich in der Lage, auch von einem (etwas weicheren) Knochen zu zehren. Gute Zähne und eine starke Kaumuskulatur ermöglichen ihnen das. Auf ihren kleinen Raubzügen müssen sie die Nahrung ja auch selber zerkleinern können. Und, natürliche Nahrung ist immer die beste Nahrung. So können sie sich das holen, was sie auch wirklich brauchen. Wenn ein ausgewähltes Menü eines Tieres bei uns Ekel auslöst, kann gerade diese Futtermahlzeit für die Tiere sehr gut und lecker sein. So sind wir eben unterschiedlich und jedes einzigartig.

Geschmeckt muss er haben, die A-Ladies hatten nämlich die Wahl zwischen ihrem stets zur Verfügung stehenden Futter oder eben diesem Knochen. Gütlich getan haben sich zwei der Ladies, Aline und Ambra. Auch wenn ich es nicht gesehen habe, habe ich es gesehen ;-). Schöner hätten sie mir nicht zeigen können, was sie auch gerne möchten. Sie werden ab jetzt natürlich immer ein Stück von diesem leckeren Knochen haben dürfen, ihn teilen mit Wakass. Es muss ja nicht nur das Sofa sein, sagt der grosse Bruder.