Lösen Käfer manchmal noch einen kleinen Graus/Ekel bei den Menschen aus, gibt es doch einen unter ihnen, über welchen sich alle erfreuen. Der Marienkäfer gilt überall, wo es ihn gibt, als Glückskäfer. Wegen seiner Nützlichkeit wurde ihm dieser Name gegeben, abgeleitet von Maria, der Mutter Jesus Christus. Ein Marienkäfer frisst ca. 50 Blattläuse pro Tag. Er ist über tausende von Jahren zurück bekannt. Uralte Bräuche aber auch antike Schmuckstücke zeigen das auf.

In diesem Jahr habe ich nebst einer grossen Pilzansammlung in meinem Garten eben auch viele, viele Marienkäferchen gesehen (na, wenn das nicht Glück bringt 🙂  ). Eine Gelegenheit mich mit ihnen zu unterhalten. Sie ziehen sich für die Überwinterung zurück, welche oft in grösseren Gruppen stattfindet. Je nach Klima erfolgt das draussen in der Natur, in Bäumen oder im Erdreich, aber auch in schützenden Ritzen oder Räumen (Kellerräumen) von Häusern.

Ich wünsche allen viel Glück im Haus und Garten.

Wer einen Menschen kennt, welcher im Tierschutz arbeitet, weiss wovon ich hier spreche. Tiere gelten zwar nach neustem Tierschutzgesetz in der Schweiz nicht mehr als Sache, werden aber leider immer noch oft als solche behandelt, da sprechen die stets voll besetzten Tierheime ihre eigene Sprache. Wenn man ein Tier nicht mehr will oder es Probleme bereitet, ist das leider für viele Menschen eine praktische und schnelle Lösung.

Ein immer mehr auftretendes Phänomen ist die Tierhortung (animal hoarding). Wikipedia beschreibt diese Krankheit ausführlich ( Wikipedia). Angestellte des Tierheimes dürfen dann die völlig verwahrlosten Tiere aus solchen Wohnungen/Häuser unter grossem Aufwand wieder gesundpflegen, bis sie überhaupt wieder vermittelbar sind. Aber nicht nur die Tiere brauchen Hilfe und Unterstützung, sondern die Menschen mit ihrer Krankheit ebenfalls, auch wenn es für viele Aussenstehende auf den ersten Blick unverständlich ist.

Leider gibt es aber auch Menschen, die mit Tieren unter dem Decknamen Tierschutz (Strassenhunde etc.) ein übles Geschäft betreiben. Es lohnt sich hier wirklich, gut hinzuschauen, an welche Organisation man sich wendet, ob diese wirklich seriös arbeitet. Man sollte sich immer einen Blick hinter die Kulissen solcher Organisationen verschaffen. Auffangstationen sollten nicht nur von aussen besichtigt werden. Wo Zutritt unter fadenscheinigen Ausreden verwehrt wird, stimmt etwas nicht!

Auf das Thema Tierschutzfälle bin ich gestossen, weil ich eine Familie mit ihren Hunden kennen gelernt habe. Einer dieser Hunde wurde von der Familie aus einer Organisation, welche „Hunde in Not“ vermittelte, adoptiert. Im Inserat stand „Verdacht auf exokriner Pankreasinsuffizienz“ (Erkrankung der Bauchspeicheldrüse), die Familie hat den Hund trotzdem adoptiert. Der Hund, eine Deutsche Dogge, war bis auf die Knochen abgemagert, wog gerade noch 26 kg. Es stellte sich dann später heraus, dass der Hund nicht an der Bauchspeicheldrüse erkrankt war, sondern einfach total mangel-/unternährt war.

Mittlerweile hat die Familie erschreckende Tatsachen erfahren müssen, ihr Hund stammte aus dem Zarenhof, welcher zumindest in Deutschland Schlagzeilen gemacht hat. (mehr zu lesen hier: Zarenhof )

Für Baxter hat es ein grosses Happy-End gegeben. Er hat eine verständnisvolle (und das brauchte er in der Tat) und liebevolle Familie gefunden, welche für ihn alles tut, damit er den Weg ins normale Hundeleben finden kann.

Baxter, ich finde du hast dich zu einem tollen und schönen Hund entwickeln dürfen, wobei dich deine Familie mit ganz viel Liebe unterstützt hat und es natürlich immer noch tut. 🙂

Eine Nachricht, welche mich vom schweizerischen Tierschutz erreichte.

Verwässerung Wolf-Schutz
Auf Druck primär der Walliser Schafhalterlobby wurde der Wolfschutz gelockert. Zu Konflikten mit dem Wolf kam es in erster Linie deswegen, weil heute dank der Sömmerungsbeiträge Höhenlagen mit Schafen genutzt werden, die eigentlich den üblichen Fressfeinden des Wolfes, den Hirschen und Gämsen, vorbehalten wären. Ein weiteres Problem liegt in der Verantwortungslosigkeit gewisser Schafhalter, die meinen, man könne Schafherden tage- ja wochenlang sich selber überlassen. Die Tiere vernachlässigen aber dafür vom Staat Subventionen beziehen: Das passt gut in die heutige Selbstbedienungsmentalität gewisser Kreise.
Der STS wird nun verstärkt die Zusammenhänge zwischen den Sömmerungsbeiträgen/Subventionen und der Schafvernachlässigung resp. ungenügenden Hirtung der Tiere thematisieren. Im weiteren wird er zusammen mit den Umwelt- und Naturschutzorganisationen bei der voraussichtlich im November startenden Revision der Jagschutzverordnung auch für einen besseren Wolfschutz kämpfen.

Über die Wölfe sowie die Herdenschutzhunde (s. auch hier) habe ich bereits früher Artikel veröffentlich. Die Problematik der Schafhaltung ist mir bekannt. Ich möchte nicht alle Schafhalter in einen Topf kehren, aber gerade neulich bin ich im Berner Seeland wieder an einer Schafherde vorbeispaziert, in welcher es mehrere verletzte Tiere hatte, in wolfsfreier Zone, wohlbemerkt. Die Tiere hatten keinen Unterstand und befanden sich bereits seit Tagen zusammen mit ihren Lämmern auf diesem Stück Land, innerhalb eines auswechselbaren Schafzaunes.

Dass nicht immer der Wolf sich an den Schafen (und neuerdings soll er dies auch noch bei Rindern tun…) ernährt, haben gerade die Untersuchungen der letzten Fälle gezeigt. Die besagten Rinder sind abgestürzt und dienten nachher den Füchsen als Nahrungsquelle. Ebenso haben DNA-Analysen gezeigt, dass sich auch schon mal Hunde an Schafen bedient haben. Gerade jetzt wieder in der Jagdsaison geht so mancher Jagdhund, den Jägern „verloren“. Für die Gesellschaft natürlich ein ganz anderes Kapitel…Für die wolffeindlichen Bauern eine gute Gelegenheit, wieder einmal ihm die Schuld zuzuweisen.

Die Statistik über wie „viele Tiere der Wolf gerissen hat“ ist immer sehr schnell zur Hand. Ich würde gerne einmal eine Statistik lesen, welche Auskunft über die Todesfälle wegen Vernachlässigung der Schafe oder Nutztiere allgemein oder über Abstürze während der Sömmerung gibt! Ich bin mir ganz sicher, dass diese Zahl bei weitem höher liegt, als diejenige der von Wölfen gerissenen Tieren.

 

PS: Wer nun denkt, Schafe brauchen keinen Unterstand, der solle mir doch bitte erklären, warum dann die Schafe, welche einen Unterstand zur Verfügung haben, diesen während der Nacht und wenn es regnet auch nutzen.

Kürzlich war ein Artikel in einem bekannten schweizer Magazin über die Stadtfüchse publiziert worden. Zuerst freute ich mich sehr über den Artikel, musste dann aber leider feststellen, dass wieder einmal alles ins Negative gedreht wird, das Hauptthema auf „Krankheiten“ ausgerichtet war und Angst verbreitet wurde.

Mein Mann arbeitet in der Berner Innenstadt, jede zweite Woche beginnt seine Arbeit mitten in der Nacht. Schon oft hat er mir von Füchsen erzählt, welche gemütlich durch die Lauben von Bern auf der Suche nach Futter flanieren. Mäuse stehen weit oben auf dem Menüplan des Fuchses, aber natürlich bedient er sich auch an den menschlichen Abfällen.

Mir gefällt sehr gut, wie dieses schlaue Wesen uns Menschen zeigt, dass es sich nicht von seinem Lebensraum verdrängen lässt, welchen wir ihm tagtäglich mit stetigen Verbauungen wegnehmen. Mir hätte es viel besser gefallen, wenn etwas darüber in dieser Zeitschrift zu lesen gewesen wäre. Jede Sekunde wird in der Schweiz nämlich ein Quadratmeter unberührter Boden verbaut. Es wird einfach getan, unbeachtet, ob wild lebenden Tieren damit ihr Lebensraum genommen wird. Es ist für mich deshalb überhaupt nicht erstaunlich, dass sich Wildtiere ihren Lebensraum auch in Stadtgebieten suchen, es bleibt ihnen ja gar nichts anderes übrig. Die Menschen sollten endlich begreifen, dass sie den Lebensraum teilen müssen, mit allem was ist auf dem Planeten Erde.

Ich finde ihn schön, den Fuchs, ob in der Stadt oder auf dem Land. Ich freue mich immer wieder, wenn ich ihm begegnen darf.

Das ist das Objekt der Begierde

Die Jägerin

Der Spielverderber

 

Hei, schau mal, eine Grille, die fang ich jetzt gleich. Hilfst du mit?


Nein, ich mag nicht Grillen fangen, ich möchte viel lieber ein bisschen Zeitung lesen und Ruhe haben. Lass doch dieser Grille ihren Frieden.


Ohh, du bist so langweilig, immer wenn’s grad lustig wird….


…dann schaue ich halt ein bisschen in der Gegend herum.
OK, da helfe ich mit.


Aber denke ja nicht, dass ich im Rücken keine Augen habe! Jetzt lass doch mal diese Grille!


NEEEIIIIN, die will ich jetzt haben und ein bisschen spielen.

 

Ohhhh, jetzt ist sie weg. Du bist ja vielleicht ein Spielverderber.

 

 

Diese Grille hat Glück, dass Wakass in der Nähe war. Nebst Mäusen ist Aline eine passionierte Jägerin auf Grillen, Libellen und Schmetterlingen. Die Schmetterlinge trägt sie wie einen Schnuller im Fang nach Hause. Dies ermöglicht mir meistens, diesen wunderbaren Wesen wieder die Freiheit schenken zu können.