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…hat sich zu Wort gemeldet 

2010 war ein Jahr, in welchem sich die Natur intensiv zu Wort gemeldet hat. Viele Menschen, konnten darüber lesen oder in der guten Stube die Bilder aus dem Fernseher entnehmen. Viele Menschen, Tiere und Pflanzen waren aber davon direkt betroffen. Was das bedeutet, kann man nur erahnen. Hier einige aufgezählt.

Erdbeben in Haiti, Chile, Neuseeland und Sumatra (mit anschliessender Flutwelle)

Vulkanausbrüche des Vulkan Merapi in Indonesien sowie des Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull. Es wurde so viel Asche ausgestossen, dass der Flugverkehr lahmgelegt wurde. Island versank in einem Aschenmeer.

Ueberschwemmungen in Pakistan, Hochwasser in Mitteleuropa und zuletzt in Australien (Fläche > als Frankkreich und Deutschland zusammen)

Nicht zu vergessen ist auch die Oelkatastrophe im Golf von Mexiko aus welcher vom vom 20. April bis zum 16. Juli 2010 Oel ausfloss. Eine Katastrophe ausgelöst durch Menschenhand.

Die Natur hat sich gemeldet, aber hören wir ihr auch zu? Schnell verschwinden solche Nachrichten wieder aus unserem Gedächtnis, wir kehren wieder in den Alltag zurück, weil wir nicht davon direkt betroffen sind. Die betroffenen Regionen mit all ihren Lebewesen werden aber während Jahren direkt mit den Auswirkungen dieser Katastrophen leben müssen. Direkt ist auch das Klima davon betroffen, was nicht zuletzt Auslöser vieler dieser Katastrophen ist.

Ob tote Vögel, die wie Regen vom Himmel fallen, ein neues oder altes Phänomen sind, mich interessiert das nicht. Mich stimmt nachdenklich, dass so etwas geschieht. Tatsache bei all diesen Nachrichten bleibt, dass wir an unserer Umwelt Raubbau betreiben, am meisten Menschen, welche in den Industrieländern leben. Man redet über Umweltschutz. Wir schauen nach links und nach rechts, schauen wir aber bei uns selber? Täglich drücken wir X-mal auf einen Knopf, welcher uns saubere Energie „Strom“ liefert (ich nehme mich da nicht aus). Aber ist diese Energie so sauber? Wo landet all der Atommüll? Wer will ihn? Die, die den Strom auch konsumieren?

Sechs Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jedes Jahr über die Flüsse ins Meer und zerfallen in kleinste Partikel. Jährlich sterben so rund 100‘000 Meeressäuger sowie Millionen von Seevögeln und Fischen, fernab von unserer guten und sauberen Stube.

Ich möchte mit meinen Zeilen zum Nachdenken anregen. Jede Minute gesparte Energie und umsichtiges Handeln mit unserem Müll kommt unserer Umwelt zu gute. Tun es viele Menschen, kann die Wirkung nachhaltig sein. Denkt man aber immer „der andere soll“, wird sich nichts verändern.

Alles fängt im Kleinen an, z.B.

  • Bewusst einkaufen, auf Verpackungsmaterial achten.
  • Müll nicht einfach in der Natur entsorgen! Kleine Verpackungsmaterialien, Zigarettenstummel etc. nicht einfach in den Gulli werfen, sie landen irgendwann in der Umwelt.
  • Bio ist nicht gleich Bio. Ist ein Produkt bereits um die halbe Welt gekarrt, verliert es bei mir den Biogedanken schnell wieder. Da steckt viel Energie für den Transport drin. Aus der Region für die Region sind immer noch die besten Bioprodukte. Saisonal konsumieren.
  • Strom bewusst konsumieren, Geräte nicht einfach laufen lassen. Computer auf Energiesparmodus einstellen. Auf elektrische Weihnachtsdekorationen verzichten.

Die Liste könnte ich nun endlos weiterführen mit vielen kleinen Sachen, auf welche wir in unserem Leben gut verzichten könnten, der Umwelt zuliebe. Vielleicht habt ihr ja Lust, jedes für sich, diese Liste weiterzuführen, um euch bewusst zu werden, wie viel noch mit wenig möglich wäre.

Die Erde ist nur ein Staubkorn im Universium. Und doch trägt sich unendlich viele Schätze auf sich. An dem Tag, wo all ihre Schätze zerstört sind, wird der Mensch nicht mehr überleben können. Wollen wir es wirklich soweit kommen lassen?

Tue täglich etwas Gutes, dir selber, aber auch dem Planeten Erde mit all seinen Lebewesen.

Alle Jahre wieder kommt er, der Jahresabschluss. Viele fröhliche Partys werden gefeiert und ganz gespannt wartet man auf den Jahreswechsel. Dieser wird immer mehr mit schönen Feuerwerken gefeiert. Menschen stehen draussen und bestaunen die farbenprächtigen wunderschönen Formen.

Hier in der Schweiz ist der Nationalfeiertag, der 1. August, immer ein Grossanlass für diese Feuerwerke. Seit einigen Jahren wird nun auch der Brauch des Silvester-Feuerwerkes aus dem Ausland übernommen und findet hier immer mehr gefallen. Gefallen für die Augen der Menschen.

Wie ist es bei den Tieren mit den Feuerwerken? Ich kann sehr gut verstehen, dass Menschen ohne Haustiere sich diesbezüglich noch nie Gedanken gemacht haben. Das Farbenspiel ist ja wirklich sehr verlockend. Wer aber Tiere besitzt, sieht, was diese Feuerwerke bei den Tieren auslösen (und bei diesen Menschen kann ich kein Verständnis aufbringen, wenn sie Feuerwerkskörper anzünden!). Es sind ja nicht nur die Haustiere, die unter den Knallern und Heulern zu leiden haben. Nein, gerade auf dem Land betrifft dies auch alle Farm- und Wildtiere. Und natürlich betrifft es auch die ganze Natur. Der rauchige Gestank ist noch am nächsten Tag zu riechen, man stelle sich das einmal weltweit vor.

Der Mensch hört ca. 20 – 20’000 Hz, der Hund ca. 15 – 50’000 Hz, die Katze ca. 60 – 65’000 Hz. Für Katzen und Hunde müssen diese Feuerwerkparties äusserst schmerzhaft, eine Tortour sein, weil ihre Gehöre so fein sind. Gewisse Hunde ertragen Knaller besser, weil bei ihnen eine Schussfestigkeit eingezüchtet wurde. Andere Hunde haben aber gerade das Gegenteil in ihren Genen, die Schussscheuheit.

Mit einer Kommunikation bereite ich unsere Tiere immer auf das, was passieren wird, vor. Sie wissen, dass wir zu Hause bleiben und für sie da sind. Leise feine und beruhigende Musik ist für sie im Hause eingeschaltet.

Unsere Katzen verkriechen sich trotz allen Vorbereitungen jeweils in den Keller. Wakass hat diese Feste und auch Gewitter bis jetzt immer gut verarbeiten können. Er ist zwar bei jedem Knall kurz aufgestanden, konnte sich aber gleich wieder fangen. Was wir aber bei Tjara gesehen haben, war wirklich schlimm. Sie war panisch. Sie wurde immer aufgeregter und hächelte völlig gestresst. Sie lief von einem Zimmer ins andere und wusste nicht, wo sie sich verziehen konnte. Die Feierlichkeiten waren längst vorbei, aber Tjara konnte sich lange nicht beruhigen. Ich weiss, dass man den Hunden in den Situationen ihrer Angst keine Beachtung schenken soll. Mit Trösten bestätigt man die Angst und macht sie noch grösser.

Aber wie soll man ein solches Verhalten nicht beachten? Mir hat es in der Seele wehgetan, wenn ich Tjara so gesehen habe. Etwa um 3.30 Uhr konnte sie sich endlich entspannen, zwischen mir und meinem Mann. Ach mir war das so etwas von egal. Sie brauchte in diesem Moment unseren Körperkontakt, hat ihn bei uns im Bett gesucht und ihn auch bekommen. Ihr Kopf lag auf meinem Bauch und endlich kam bei ihr der von mir lang ersehnte tiefe und Entspannung bringende Ausschnaufer.

 

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