Wenn wir von einer Katzenwäsche sprechen, meinen wir dabei eher eine flüchtige Wäsche…Ob Fellpflege oder Gefiederpflege, fast täglich kann ich Tiere dabei beobachten wie sie sich pflegen. Ihre Körperpflege ist aber alles andere als flüchtig. Tiere nehmen sich dazu sehr viel Zeit. Gerade gestern habe ich eine Biene beobachtet, wie sie sich auf dem Tisch vor mir geputzt hat. Ich war total fasziniert. Für den Hinterteil hat sie ihre beiden hinteren Beinchen benutzt, auch um sich diese gegenseitig zu putzen. Ihren behaarten Mittelteil hat sie mit ihren mittleren Beinchen intensiv gereinigt. Und für den Kopfbereich hat sie die vordersten Beinchen benutzt. Die ganze Prozedur dauerte einige Minuten.
Wir sehen es oft, aber sind uns dessen gar nich bewusst, wie intensiv sich die Tiere pflegen. Vögel putzen sehr genau jede ihrer Federn. Die Katzen putzen sich systematisch vom Kopf bis hin zur Schwanzspitze und den Krallen durch. Grössere Tiere wie z.B. Pferde, wallen sich auf dem Boden oder pflegen sich gegenseitig. Auch bei den Affen kann man die gegenseitige Fellpflege beobachten. Fellpflege hat auch etwas mit Sozialkontakten zu Artgenossen zu tun.
Für viele Menschen gelten Tiere als unhygienisch. Sind sie das wirklich? Ich finde das nicht. Wenn Tiere artgerecht gehalten werden, sind sie sehr reinlich. Ihre Pflege sieht einfach ein bisschen anders aus als unsere, aber auch sie benutzen dazu manchmal Wasser, wie das Eingangsbild zeigt.
Auf Youtube habe ich einen Film gefunden, wie sich eine Biene putzt. Sie tut das ungefähr gleich, wie die Biene aus meinem Garten. Viel Spass beim Video.
Wakass und ich waren gerade auf einem sehr gemütlichen und wunderschönen Morgenspaziergang im Wald. Alles war ruhig. Die Sonne schien durch die Bäume und die Vöglein gaben ein herrliches Konzert. Wakass lief ca. 15 m vor mir, war intensiv am Zeitung lesen. Ich finde es immer sehr interessant, ihn dabei zu beobachten. Auf einige Düfte lässt er sich nur kurz ein, andere wirken auf ihn fast wie eine Droge. Von allen Seiten muss dieser Duft dann erschnüffelt werden.
Während er da so schnüffelte, hob er plötzlich den Kopf schaute nach vorne legte seine Ohren flach an den Kopf und kam in Windeseile auf mich zu gerannt. Ich konnte seine Angst/Panik erkennen, an seiner Ohrenhaltung, seiner Körperhaltung, welche sehr angespannt war, dem eingezogenen Schwanz und seinem Blick. Ich verstand nicht, warum er so reagierte, nahm ihn aber gleich an die Leine. Die Ohren richteten sich sofort wieder nach vorne, der Körper entspannte sich, es sah aus, als würde Wakass ein grosses „Uffff“ loswerden. Sein Schwanz richtete sich wieder in seine normale Position und sein Blick war kontinuierlich nach vorne gerichtet. Nun endlich konnte ich es auch wahrnehmen. Ich hörte lauten Hufschlag und der Boden begann zu vibrieren. Ich wich mit Wakass in den Wald aus, so, dass er die Pferde aber sehen konnten, die in raschem Galopp auf uns zukamen. Wakass blieb entspannt, setzte sich, ohne dass ich ihm ein Kommando erteilte, hin und sah zu, wie die Pferde an uns vorbeigaloppierten. Anschliessend führte ich Wakass ruhig auf den Weg zurück, so dass er die Situation für sich abschliessen konnte. Erst dann habe ich Wakass wieder von der Leine gelassen.
Grundsätzlich tönt diese Geschichte für viele jetzt vermutlich sehr unspektakulär. Für mich selber ist dieses Erlebnis einfach grossartig. Wer Wakass kennt, weiss, dass er in diesem Moment wirklich Panik hatte. Hätte Wakass nicht die Möglichkeit erhalten, zu lernen, selber Situationen zu bewältigen, hätte ich ihn unter Kommando geführt (welches in diesem Moment gefehlt hätte), so wäre seine Flucht in dieser Situation und auf diese Distanz ziemlich sicher irgendwo in den Wald verlaufen. Wakass hat sich aber entschieden, zu mir zu kommen, um sich bei mir Sicherheit zu holen.
Schon oft habe ich auf den Seiten “Training für Menschen und Hund“ über Vertrauen, Beziehung, Situationsbewältigung, Bewältigungsstrategien sowie die Leine als Sicherheit und Ver-Bindung zum Menschen geschrieben. Was es wirklich bedeutet hat mir dieses Erlebnis gezeigt. Sobald Wakass an der Leine war, konnte er sich sofort entspannen. Einmal mehr hat mir Wakass gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass Vertrauen auf Achtung, Liebe, Respekt und Verständnis baut. Wäre die Leine eine Strafe (würde ich sie so einsetzen, dass er sie als Strafe sehen muss), hätte Wakass nie im Leben so reagiert.
Danke, mein kleiner Indianer ![]()
Leider gibt es unter den Tieren immer wieder Modetrends. Diese Trends gehen immer zu Lasten der Tiere. Die Tiere werden in Massen „produziert“, anders kann das gar nicht genannt werden. Von diesen Massentrends sind Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Co. alles was das „Herz“ begehrt, betroffen.
- Die Whiskas-Werbung löst einen regelrechten Boom für die Britisch Kurzhaar Katze in der Farbe silber-tabby, aus. Inserate lauten heute so: Whiskas-Katzen zu verkaufen…
- Der bekannteste Trend-Hund ist der amerikanische Collie. Bekannt wurde er aus dem legendären Film Lassie. Der Collie wurde zum beliebtesten Hund, eine Überzüchtung der Rasse war das Resultat.
- Barack Obama besitzt einen portugiesischen Wasserhund. Die Nachfrage nach dieser Rasse steigt in den USA massiv an.
- Britney Spears und Paris Hilton haben einen regelrechten Chihuahua-Boom in den USA ausgelöst (mehr als 60‘000 leben alleine in Los Angeles). Mittlerweile werden die Tiere zu Hunderten ausgesetzt, weil die Menschen merken, dass ein Tier halten auch Verantwortung übernehmen bedeutet.
Es sind Beispiele, aber leider zeichnen diese Beispiele immer noch den Alltag. Sehr wenige Menschen setzten sich vor dem Kauf eines Tieres intensiv mit Fragen auseinander wie:
- Was sind die Bedürfnisse des Tieres.
- Wie hält man dieses Tier artgerecht.
- Was für Eigenschaften besitzt das gewünschte Tier.
- kann der Mensch diesem Tier überhaupt gerecht werden, wenn er es domestiziert.
- Wie alt wird das gewünschte Tier.
- Was kostet das Tier jährlich an Futter und Pflege.
- Etc.
Der Alltag ist leider immer noch der, dass Tiere vorwiegend aufgrund ihres Aussehens oder für einen bestimmten Zweck – zum Verfolgen der eigenen Bedürfnisse über ein Lebewesen- gekauft werden. Dies beginnt dort, wo der Mensch Leistungen an den Tieren in Wettbewerben misst und endet dort, wo Tiere als „Emotionsauffangstation“ herhalten müssen. Die Grundbedürfnisse der Tiere rücken in den Hintergrund. Ist der Mensch mit dem Wesen Tier überfordert, nicht zufrieden oder es entwickelt sich nicht nach seinen Vorstellungen, landet es im Tierheim, wird beim Tierarzt „entsorgt“ oder ausgesetzt. Warum sich ein Tier nicht nach den Vorstellungen des Menschen entwickelt, wird oft gar nicht hinterfragt.
Ich habe grossen Respekt vor Menschen, welche auf Tierhaltung verzichten, wenn sie diesen Wesen nicht gerecht werden können. Ich kenne einige, die sehr gerne ein Tier hätten, aber aufgrund ihrer Rahmenbedingungen darauf verzichten.
Tiere sind Lebewesen und keine Trend-Objekte.
… oh Schreck
Das sind die ersten Gefühle, die es bei Menschen auslöst, wenn sie eine Zecke an sich oder ihrem Hund oder ihrer Katze entdecken. Ein kleines Insekt, welches so viel auslöst. Ich möchte das Zeckenproblem nicht herunterspielen, aber vielleicht einmal andere Sichtweisen auf das „Problem“ Zecken lenken. Ein Artikel über das Zeckenproblem beim Hund, welcher mich sehr angesprochen hat, ist in der Tierwelt Nr. 14 von der Tierärztin Tanja Werter erschienen. Eine kleine Zusammenfassung habe ich zusammengestellt, in anderer Farbe.
Bei der Zecke befürchtet der Mensch vor allem die beiden Erkrankungen „Hirnhautentzündung“ und Borreliose.
Wie läuft die Hirnhautentzündung beim Hund ab? Überträger ist die meist verbreitete Zecke, der „gemeine Holzbock“. Man vermutet, dass die meisten Hunde von ihm angesteckt und gleich darauf immun werden. Arbeitet das Immunsystem geschwächt, kann die Krankheit in sehr seltenen Fällen ausbrechen. Krankheitsbild: Schielen, fehlende Reflexe, Rückenschmerzen. Bei mildem Verlauf erholen sich die Hunde wieder selber. Bei schwerem Verlauf, gibt es keine Rettung.
Die Borreliose ist eine Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Borreliose wird sowohl in der Humanmedizin wie auch in der Tiermedizin oft überdiagnostiziert, sie ist zu einer „Modekrankheit geworden. Die Häufigkeit der Krankheit wird überschätzt, weil die Antikörpertests zu ungenau sind und die meisten Infektionen ohne Symptome verlaufen (Professor Katrin Hartmann).
Untersuchungen in Deutschland haben gezeigt, dass ca. 95 % aller Vierbeiner Antikörper gegen die Erreger im Blut haben, was so viel bedeutet, dass diese Tiere bereits eine Infektion mit Borrelien mitgemacht haben. Es wurde festgestellt, je mehr die Hunde im Freien sind und je länger ihr Fell ist, desto häufiger werden Antikörper festgestellt. Dies liegt wohl daran, dass in langem Fell die Zecken nicht so schnell gefunden werden.
Krank werden nur Vierbeiner mit schwachem Immunsystem. Auch durch Behandlung mit Antibiotika verschwinden die Borrelien nie vollständig aus dem Körper. Die meisten infizierten Tiere werden nicht krank, sondern leben mit den Bakterien in friedlicher Gemeinschaft.
Wie machen es eigentlich die Wildtiere? Hier sorgt sich niemand und das ist auch gut so. Sie scheinen mit den Zecken gut im Einklang leben zu können.
Es gibt mittlerweile viele verschiedene Zeckenmittel auf dem Markt, von chemischen Mitteln, über natürliche Hausmittel oder Steinketten. Welche Belastungen chemische Mittel auf die Gesundheit des Hundes oder generell auf die Haustiere haben – auch auf das Immunsystem, kann und mag ich nicht beurteilen. In meinem Haushalt leben sowohl ein Hund wie auch Katzen. Für mich erübrigt sich somit die Frage nach den chemischen Zeckenmitteln in dem Sinne, weil bei den Katzen steht, dass sie bei Einnahme gefährlich sind für Hunde und bei den Hunden steht, dass sie gefährlich sind für Katzen…Meine Haustiere schmusen miteinander. Mich hält auch ab, ein Mittel meinen Tieren zu verabreichen, welches sie dann in oder auf sich tragen und das so giftig ist, dass es andere Lebewesen tötet. Kann das gesund sein?
Vielleicht haben Sie auch schon beobachtet, dass Zecken ihre Vorlieben haben? Es gibt Tiere (aber auch Menschen), die kaum mal eine Zecke haben und dann gibt es die anderen, welche regelrechte Zeckenwirte sind. Nicht jedes Blut schmeckt offenbar gleich gut. Es könnte sich lohnen, den Ursachen eines starken Zeckenbefalls nachzugehen, anstelle Symptombekämpfung mit chemischen Mitteln zu betreiben.
Krankheiten begleiten unser Leben, sie gehören in den natürlichen Kreislauf des Lebens. Es hat sie immer schon gegeben und wird sie immer geben. Scheint eine ausgerottet“ wird eine neue entdeckt.
Wichtig für mich selber ist, dass ich meinen Tieren Lebensqualität bieten kann. Ich helfe ihnen nicht damit, dass ich mit stetiger Angst vor Krankheiten durchs Leben gehe. Angst zieht oft genau das an, wovor wir uns fürchten. Die Medien helfen uns leider nicht gerade damit, Angst abzulegen, im Gegenteil, sie wird oft in übertriebener Form geschürt.
Eigene Erfahrungen
Unseren Haustieren gebe ich monatlich den Immunstärker Echinacea (ich selber nehme ihn auch). Ich ernähre sie gesund und ausgewogen und achte darauf, dass sie ein ruhiges und entspanntes Leben führen können. Auch dauernde Aufregung oder Stress können das Immunsystem schwächen. Vom Frühjahr bis im Herbst, also während der Zeckensaison trägt Wakass eine Bernsteinkette. Zweimal im Jahr erhalten alle Haustiere (auch die Zweibeiner) zur ganzheitlichen Unterstützung ihrer Gesundheit eine Zeckenbissnosode.
Die Zeckenwirte Ambra und Wakass habe ich erfolgreich mit einer Eigenblutnosode behandelt. Seither haben sie nur noch ab und zu Zecken, welche ich ihnen dann einfach auszupfe.











