Tiergeschichten

…und die rote Mütze

Eiskalt pfiff der Wind über das verschneite Tal und wirbelte die Blätterdecke auf, unter der sich der kleine Igel eingekuschelt hatte. Nun erwachte er aus seinem tiefen Winterschlaf und fror erbärmlich. Ihm war so kalt, dass er nicht wieder einschlafen konnte.

Doch plötzlich fiel etwas vom Himmel …

… PLUMPS

… und landete direkt vor den Pfötchen des kleinen Igels. Es war ein bunt eingewickeltes Päckchen. Auf dem Anhänger stand:

Für den kleinen Igel
in Liebe
vom Weihnachtsmann

Aufgeregt und doch ganz vorsichtig öffnete der kleine Igel das Päckchen. Was war das? Eine rote, kuschelig weiche Pudelmütze in Igel – Größe kam zum Vorschein. Sofort setzte der kleine Igel die Mütze auf. Er schob sie ein wenig nach hinten, dann ein Stückchen nach vorn. Er zupfte sie ein bisschen nach links, dann eine Spur nach rechts. Doch wie er auch zupfte und schob: Immer waren seine Stacheln im Wege. Vom vielen Probieren leierte die Mütze schließlich so aus, dass sie für den Kopf des kleinen Igels viel zu groß war. Da nahm der kleine Igel die Mütze ab und betrachtete sie nachdenklich. Plötzlich hatte er eine Idee.

Sorgfältig schüttelte er die Pudelmütze aus und wickelte sie wieder in das Geschenkpapier. Er riss den beschriebenen Teil des Anhängers ab und schrieb eine neue Adresse auf das weiße Papier. Dann rannte er schnell zum Kaninchenbau. Aber sein Freund, das Kaninchen, war nicht daheim. Da legte der kleine Igel sein Geschenk vor die Haustür.

Es herrschte ein heftiges Schneetreiben, als der kleine Igel versuchte, seinen Heimweg zu finden. Die dicken Schneeflocken fielen so dicht, dass er nicht mehr wusste, welche Richtung er einschlagen sollte. „Oh weh, oh weh“, seufzte der kleine Igel, während er von einem Pfötchen auf das andere trat. „Ich hätte nicht hinauslaufen sollen, bei diesem Wetter! Aber ich wollte meinem Freund doch so gern eine Freude machen.“

„Was für ein Schnee!“, stöhnte das Kaninchen, als es wieder nach Hause kam. Doch da fiel sein Blick auf das Päckchen vor seinem Eingang. „Was ist denn das?“, rief es freudig aus und öffnete das Papier. „Eine Pudelmütze! Für MICH!“ Sofort probierte das Kaninchen die Mütze auf – mal schob es die Ohren darunter, mal ließ es die Ohren draußen. Das Kaninchen zupfte die Mütze hierhin und dorthin. Aber wie es auch zupfte und zerrte: Immer waren seine Ohren im Wege. Vom vielen Zupfen und Zerren war die Pudelmütze größer und größer geworden – viel zu groß für ein Kaninchen.

Also wickelte das Kaninchen die Mütze wieder in das Papier, riss den beschriebenen Teil des Anhängers ab und schrieb auf den Rest eine neue Adresse. Dann lief es zur Dachshöhle. Wegen der klirrenden Kälte war der Dachs sehr schlecht gelaunt. „Fröhliche Weihnachten, Dachs!“, rief ihm das Kaninchen zu. „Wer ist da?“, brummte der Dachs. „Fröhliche Weihnachten!“, wiederholte das Kaninchen und reichte dem Dachs das Päckchen. „Ein Weihnachtsgeschenk?!“, staunte der Dachs. „Für MICH?“

Der Dachs setzte die Pudelmütze auf und zog sie tief über die Ohren. „Wie sehe ich aus?“, fragte er, während er sich im Spiegel betrachtete. „Sehr schön“, meinte das Kaninchen. „Was hast du gesagt?“, fragte der Dachs. „Sehr schön!“, schrie das Kaninchen und hoppelte davon.

„Magst du mich nicht leiden?“, fragte der Dachs, als er sich vom Spiegel abwandte. Doch das Kaninchen war schon verschwunden. Da nahm der Dachs die Mütze ab. „Ich glaube, sie ist nichts für mich“, brummte er. „Wenn ich sie aufhabe, kann ich nichts hören. Schade! Sie hat eine so schöne Farbe!“

Schließlich packte der Dachs die Mütze wieder ein und lief mit dem Päckchen zum Fuchsbau. Einen Anhänger schrieb er nicht. Der Fuchs wollte gerade auf Entdeckungstour gehen. „Das ist für dich“, sagte der Dachs freundlich. „Ein Weihnachtsgeschenk, nur für dich!“ „Weihnachten?“, fragte der Dachs. „Das Fest, bei dem alle nett zueinander sind.“ Dann lief er davon.

„Eine Mütze?“, schnaufte der Fuchs verächtlich, nachdem er das Päckchen ausgewickelt hatte. „Was soll ich denn damit?“ Doch wenn er ehrlich war, freute er sich sehr über das Geschenk, und deshalb schaute er sich die Mütze genauer an. Der Fuchs bohrte zwei Löcher für seine Ohren hinein und setzte die Mütze auf. Zufrieden machte er sich auf den Weg.

Die schneebedeckten Felder glitzerten im Mondlicht. Der Fuchs schnüffelte am Boden und fand eine Spur. Er folgte ihr mal in diese, mal in jene Richtung, bis er plötzlich anhielt. Da war doch etwas unter dem Schnee! Der Fuchs begann zu graben. Er grub und grub, bis er – den kleinen Igel fand. Der kleine Igel war ganz kalt und rührte sich nicht. „Armer kleiner Kerl“, sagte der Fuchs. Vorsichtig wickelte er den Igel in die rote Pudelmütze und trug ihn zum Kaninchenbau.

Dort saßen das Kaninchen und der Dachs gerade beim Abendessen. „Seht nur, was ich draußen im Schnee gefunden habe!“, rief der Fuchs, als er in den Bau stürmte. Der Dachs und das Kaninchen schauten in die Mütze. „Ein Igel?“, fragte der Dachs. „Was macht denn ein Igel zu Weihnachten im Schnee? Er sollte doch lieber tief und fest schlafen!“

„Das ist doch mein Freund, der kleine Igel!“, erschrak das Kaninchen. „Er muss sich auf dem Heimweg verlaufen haben.“

Plötzlich öffnete der kleine Igel die Augen. „Hallo“, murmelte er verschlafen. „Oh, was für eine kuschelig weiche Decke!“

Die anderen Tiere schauten sich vielsagend an. Das Kaninchen grinste und der Dachs kratzte sich am Kinn. „Hmmm“, sagte er schließlich, „ich glaube, die rote Pudelmütze ist genau das richtige für den kleinen Igel!“

„Fröhliche Weihnachten, kleiner Igel!“, riefen der Fuchs und der Dachs. Doch der kleine Igel hörte es nicht mehr, denn er schlief tief und fest in seiner wollig-warmen Kuscheldecke…

M. Christina Butler; Tina Macnaughton: Der kleine Igel und die rote Mütze.
Gießen: Brunnen-Verlag, 2008

 

 

 

 

 

Die letzten zwei Wochen war ich ziemlich eingespannt in Arbeit. Entsprechend müde war ich dann jeweils am Abend und schlief auch immer kurz darauf ein. Eines Nachts weckte mich mein Mann. „Du, jetzt ist mir etwas über meine Hand gekrochen und hat mich gekniffen“ sagte er mir. Ich, noch völlig beduselt vom Tiefschlaf, schaute in gross an und konnte ihn nicht ernst nehmen. Mein leicht mausphobischer Mann hat bestimmt geträumt und diesen Gedanken habe ich dann auch laut ausgesprochen. Mit einem Murren und den Worten „hier bleibe ich nicht mehr liegen“ stand er um Mitternacht auf. Ich drehte mich auf die Seite, schloss die Augen und war gerade wunderbar wieder am Einschlafen, als ich etwas in meinen Haaren spürte. Da versuchte sich doch tatsächlich ein Tierchen einzunisten. Ich hob den Kopf und schwubs war es weg. Ich zündete meine Nachttischlampe an, drehte mich um und musste lauthals lachen. Zwischen der kleinen Lücke der beiden Kissen sass eine süsse kleine Maus und sah mich keck an. „Wo geht’s denn hier raus?“ schien sie mich zu fragen. Ich krabbelte aus dem Bett holte meine legendäre blaue Schaufel mit Besen und wollte dem kleinen süssen Wesen hinaus helfen. Von wegen. Mit einem riesen Sprung hüpfte sie vom Bett, unter dem Bett und meinen Beinen durch ins Büro neben an und verkroch sich unter einen Schrank.

„OK, du willst mich auf Trab halten? Ich mag aber nicht, schliesslich ist es nach Mitternacht und ich bin einfach nur müde“. Ich holte meine Mausfalle (eine, in welcher die Mäuse lebend bleiben), steckte ein Katzenleckerchen dran und setzte sie mitten in mein Büro. Anschliessend schloss ich die Türe und legte mich wieder ins Bett. Rums. Laut hallte der Ton der zuschletzenden Mausfalle zu mir herüber. Die kleine Maus hatte wohl echten Kohldampf. Ich bin also nochmals aus dem Bett gekrochen, um den kleinen Feger in die Nacht zu entlassen.

Auch Mäuse mögen Katzenfutter.

Ein Mann schrieb einen Brief an ein kleines Hotel in einer Stadt in Midwest um seine Ferien zu planen. Er schrieb: Ich würde sehr gerne meinen Hund mitnehmen. Er ist sehr gepflegt und sehr brav. Darf ich ihn im Zimmer bei mir haben, während der Nacht?

Eine sofortige Antwort kam vom Hotelbesitzer, er schrieb: Ich arbeite nun schon seit vielen Jahren in diesem Hotel. In dieser Zeit hat noch nie ein Hund Handtücher, Bettwäsche, Silberbesteck oder Bilder von der Wand gestohlen. Ich musste noch nie einen Hund … weil er mitten in der Nacht betrunken oder auffällig war. Und ich hatte noch nie einen Hund der ging ohne die Rechnung zu bezahlen.

Ja, selbstvertändlich ist ihr Hund willkommen in meinem Hotel. Und wenn ihr Hund für sie bürgt, sind auch sie hier willkommen.

 

Ja, das ist wirklich ein herrliches Gefühl von hier oben herunterzuschauen, da habe ich doch glattwegs alles im Überlick. Meine Mami fand das ganz lustig, wie ich da von oben heruntergeguckt habe.

Es ist im Moment einfach herrlich und ich habe diese Tage diesen Herrlichkeits-Gefühlen freien Lauf gelassen. Ich mag die Nässe und die Kälte nicht so sehr, konnte es wirklich kaum erwarten, dass die wärmende Sonne wieder da ist. Nun kann ich mich wieder in die Sonne legen und mich langen und ausführlichen Sandbädern widmen. Ja klar, ich wechsle so schon mal meine Fellfarbe von weiss zu beige ;-).

Jetzt kommt auch wieder die Zeit, wo ich diese wirklich blöde Sonnencreme an meine Ohren geschmiert erhalte. Ja ihr lest richtig, ich bekomme nämlich einen richtigen Sonnenbrand an den Ohren, die Sonne ist halt auch nicht mehr das, was einst. Aber das mit der Creme, dafür habe ich ja einen guten Freund. Der ist immer zur Stelle, wenn es ums Wiederabwischen geht.

Geniesst das Leben

Eure Aline

Ich bin rot, buschig im Fell, schlau wie ein Fuchs bin aber keiner. Na, wer bin ich? Klar, wer schon ein bisschen auf diesen Seiten gelesen hat, kennt mich bereits. Mein Name ist Enekoh Wakass, was soviel wie grosser Fuchs bedeutet. Der Name entstammt der Sprache der Mi’Kmaq-Indianer, welche einst in Nova Scotia, den Wurzeln meiner Urahnen, lebten.

Ich bin ein Hund, wie Hunde eben sind, wenn sie Hund sein dürfen. Klar, meine Mami und mein Papi sehen mich natürlich als etwas ganz besonderes, jeder Hunde-Mensch tut dies. Am liebsten tue ich schlafen, spielen, schnüffeln und beobachten. Ich helfe meinen Menschen zu zeigen, was uns Hunden wirklich spass macht. Wir können denken und wissen selber, wie unsere Bedürfnisse aussehen. Ich zeige meinen Eigenwillen, und dadurch haben meine Menschen schon ganz viel über uns Hunde gelernt. Bin eben ein schlauer Fuchs :-).

Ich liebe es, zusammen mit meinen Menschen durch die Wälder und Wiesen zu streifen, zu spielen, Sachen zu suchen und interessanten Spuren zu folgen. Mit den A-Ladies Schabernack zu treiben ist natürlich auch ganz lustig. Na und dann bin ich natürlich noch ein kleiner Charmeur und Gentleman. Das Highlight sind natürlich immer der Besuch von Tjara und der Spaziergang mit Noa, aber auch die Begegnungen mit ganz vielen anderen pelzigen Freunden.

Mami hat ein neues Spielzeug, aber schaut doch gleich selber und so lernt ihr mich noch etwas besser kennen.



Alles Liebe euch allen

Enekoh Wakass