Langhaarige Katzen sehen edel aus. Sie sind auch sehr stolz auf ihre Haarpracht. Wenn man aber eine langhaarige Katze in der Familie hat, welche es ausgesprochen liebt durch die Wälder zu streifen, auch im Winter, dann sieht ihre Fellpracht im Frühjahr entsprechend aus.
Bei Ambra beginnt der Fellwechsel auf Anfang Februar. Es ist auch der Zeitpunkt, in welchem das Haar zu verfilzen beginnt, leider. Ein Teppich aus Knoten bildet sich in ihren Beingelenken, im Brustbereich und natürlich am Bauch. Zeit für den Tierarzt-Frisör.
Das tönt ja alles so einfach, aber Katzen, die sich gewohnt sind, ihre Freiheit geniessen zu dürfen, lassen sich nicht so leicht in der Wohnung einsperren. Deshalb bin ich alle Jahre wieder immer ein bisschen aufgeregt, ob meine Kommunikation, der Tierarzttermin mit Zeitangabe, wann Ambra nach Hause kommen soll, auch klappen wird.
Klar hat’s geklappt. Pünktlich, eine halbe Stunde bevor ich losfahren musste, war Ambra zu Hause. Das Bild beim Tierarzt war wirklich filmreif. Wie eine Diva entsteigt sie dem Katzenkorb legt sich auf den Rücken und sagt förmlich: „So, und nun bitte Knoten schneiden.“ Die Tierärztin sagt mir jedes Mal, dass sie das so bei einer Katze noch nie erlebt habe.
Ganz stolz ist Ambra heute durch das Quartier flaniert, ist immer wieder nach Hause gekommen um sich meine bewundernden Worte abzuholen. „Natürlich bist du die Queen von Wallenbuch, die schönste aller Katzen mit so einer tollen Frisur“. Die Worte zeigen jedenfalls gute Wirkung, auch wenn sie von meiner Seite als Trost gemeint sind.
Warum das immer so toll klappt? Ganz einfach, man muss nur mit den Tieren reden. Dabei sollte nicht vergessen werden, ihre Anliegen auch wirklich ernst zu nehmen.
Dieses einmalige Video erzählt von einer Touristin, welche auf dem Strand gesessen hat und den Seeelefanten wie den Pinguinen bei Gold Harbor, South Georgia zugeschaut hat. Unerwartet fühlt sich eine der Robben ganz offensichtlich zu ihr hingezogen und arbeitet sich langsam an die Frau heran. Es sieht aus‚ als verfalle sie in Liebe, kuschelt und flirtet mit der Frau.
Es ist eine ungewöhnliche Szene. Die Robben sind sehr massig ( ca. 6.000 amerikanische Pfunde), trotzdem hat die Frau sich nie ängstlich gezeigt.
Es sind wunderschöne Bilder. Sie zeigen mir ein gegenseitiges Urvertrauen zwischen diesen beiden Lebewesen, sie sind einfach herzberührend! Ihre nonverbale Kommunikation ist einzigartig. So stelle ich mir ein Leben zwischen den Spezies vor.
Zurücklehnen und einfach geniessen!
…hat sich zu Wort gemeldet
2010 war ein Jahr, in welchem sich die Natur intensiv zu Wort gemeldet hat. Viele Menschen, konnten darüber lesen oder in der guten Stube die Bilder aus dem Fernseher entnehmen. Viele Menschen, Tiere und Pflanzen waren aber davon direkt betroffen. Was das bedeutet, kann man nur erahnen. Hier einige aufgezählt.
Erdbeben in Haiti, Chile, Neuseeland und Sumatra (mit anschliessender Flutwelle)
Vulkanausbrüche des Vulkan Merapi in Indonesien sowie des Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull. Es wurde so viel Asche ausgestossen, dass der Flugverkehr lahmgelegt wurde. Island versank in einem Aschenmeer.
Ueberschwemmungen in Pakistan, Hochwasser in Mitteleuropa und zuletzt in Australien (Fläche > als Frankkreich und Deutschland zusammen)
Nicht zu vergessen ist auch die Oelkatastrophe im Golf von Mexiko aus welcher vom vom 20. April bis zum 16. Juli 2010 Oel ausfloss. Eine Katastrophe ausgelöst durch Menschenhand.
Die Natur hat sich gemeldet, aber hören wir ihr auch zu? Schnell verschwinden solche Nachrichten wieder aus unserem Gedächtnis, wir kehren wieder in den Alltag zurück, weil wir nicht davon direkt betroffen sind. Die betroffenen Regionen mit all ihren Lebewesen werden aber während Jahren direkt mit den Auswirkungen dieser Katastrophen leben müssen. Direkt ist auch das Klima davon betroffen, was nicht zuletzt Auslöser vieler dieser Katastrophen ist.
Ob tote Vögel, die wie Regen vom Himmel fallen, ein neues oder altes Phänomen sind, mich interessiert das nicht. Mich stimmt nachdenklich, dass so etwas geschieht. Tatsache bei all diesen Nachrichten bleibt, dass wir an unserer Umwelt Raubbau betreiben, am meisten Menschen, welche in den Industrieländern leben. Man redet über Umweltschutz. Wir schauen nach links und nach rechts, schauen wir aber bei uns selber? Täglich drücken wir X-mal auf einen Knopf, welcher uns saubere Energie „Strom“ liefert (ich nehme mich da nicht aus). Aber ist diese Energie so sauber? Wo landet all der Atommüll? Wer will ihn? Die, die den Strom auch konsumieren?
Sechs Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jedes Jahr über die Flüsse ins Meer und zerfallen in kleinste Partikel. Jährlich sterben so rund 100‘000 Meeressäuger sowie Millionen von Seevögeln und Fischen, fernab von unserer guten und sauberen Stube.
Ich möchte mit meinen Zeilen zum Nachdenken anregen. Jede Minute gesparte Energie und umsichtiges Handeln mit unserem Müll kommt unserer Umwelt zu gute. Tun es viele Menschen, kann die Wirkung nachhaltig sein. Denkt man aber immer „der andere soll“, wird sich nichts verändern.
Alles fängt im Kleinen an, z.B.
- Bewusst einkaufen, auf Verpackungsmaterial achten.
- Müll nicht einfach in der Natur entsorgen! Kleine Verpackungsmaterialien, Zigarettenstummel etc. nicht einfach in den Gulli werfen, sie landen irgendwann in der Umwelt.
- Bio ist nicht gleich Bio. Ist ein Produkt bereits um die halbe Welt gekarrt, verliert es bei mir den Biogedanken schnell wieder. Da steckt viel Energie für den Transport drin. Aus der Region für die Region sind immer noch die besten Bioprodukte. Saisonal konsumieren.
- Strom bewusst konsumieren, Geräte nicht einfach laufen lassen. Computer auf Energiesparmodus einstellen. Auf elektrische Weihnachtsdekorationen verzichten.
Die Liste könnte ich nun endlos weiterführen mit vielen kleinen Sachen, auf welche wir in unserem Leben gut verzichten könnten, der Umwelt zuliebe. Vielleicht habt ihr ja Lust, jedes für sich, diese Liste weiterzuführen, um euch bewusst zu werden, wie viel noch mit wenig möglich wäre.
Die Erde ist nur ein Staubkorn im Universium. Und doch trägt sich unendlich viele Schätze auf sich. An dem Tag, wo all ihre Schätze zerstört sind, wird der Mensch nicht mehr überleben können. Wollen wir es wirklich soweit kommen lassen?
Tue täglich etwas Gutes, dir selber, aber auch dem Planeten Erde mit all seinen Lebewesen.
…jedem Wesen seinen freien Willen zu lassen
Die letzten Wochen waren nicht sehr einfach für mich. Draussen war es bitterkalt und Anja, meine Herzkatze, konnte sich bei uns in der guten Stube nicht aufwärmen. Sie steht in der Hierarchiestufe der A-Ladies zu unterst und wird auch von einer ihrer Schwestern (sie möchte hier nicht genannt werden) arg traktiert. Es ist ein Thema, welches meine ganze Familie schon einige Jahre beschäftigt. Kommuniziere ich mit den A-Ladies, zeigen sie Einigkeit, möchten nicht getrennt werden. Sie zeigen sich mir als Kleeblatt. Im Weltlichen schaut dann alles anders aus.
Anja ist meine Botschafterin. Sie hat mich bereits sehr vieles im Leben gelernt, u.a. auch mit den Tieren zu kommunizieren.
Oft versorge ich den Kater unserer Nachbarin. Dabei ist mir aufgefallen, wie penetrant Anja versuchte, in dieses Haus zu kommen. Immer wieder habe ich ihr gezeigt, dass sie bei uns zu Hause ihr Futter erhält. Anja ist sehr verschmust, anhänglich, verkriecht sich fast in mich, wenn sie draussen ist. Kaum ist sie in unserem Haus, beginnt der Stress bei ihr. Sie knurrt, weil sie damit versucht, ihre Geschwister abzuwehren. Damit zieht sie aber die Aufmerksamkeit erst recht auf sich. Es ist offensichtlich, dass Anja in unserem Heim nicht zur Ruhe kommen kann.
Letzte Woche wurde sie von einer Katze im Quartier in den Fuss gebissen. Anja schmerzt diese Verletzung, sie kann sich nur noch auf drei Beinen bewegen. Ich habe versucht, sie auf Nachbars Grundstück zu verpflegen. Trete ich aber aus dem Haus, habe ich die kleine Herde der A-Ladies hinter mir, welche mir auf das nachbarliche Grundstück folgt. Auch dieser Plan hat nicht funktioniert.
Ich war soweit, dass ich nicht mehr richtig schlafen konnte, mich ihr Schicksal sehr beschäftigte.
Ich weiss, dass meine Nachbarin unsere Anja auch sehr ins Herz geschlossen hat. Also habe ich mich wieder zu einer Kommunikation mit Anja zusammengesetzt und sie gefragt, ob sie allenfalls, wenn diese Leute einverstanden wären, bei ihnen ins Haus möchte.
Ihre Erleichterung zu spüren, war für mich auf der einen Seite schmerzhaft, weil ich ihre Entscheidung spürte und doch war ich glücklich, für Anja.
„Ich habe mir diesen Ort ausgewählt, damit ich immer in deiner Nähe bleiben kann. Wir sind in den Herzen immer miteinander verbunden“. hat sie geantwortet. Sie hat mir auch gesagt, dass meine Nachbarin einverstanden sein wird, ebenfalls ihr Mann und ihr Kater, sie in ihr Heim aufzunehmen.
Ich habe anschliessend mit meiner Nachbarin gesprochen. Sie hat sich sofort einverstanden erklärt, Anja aufzunehmen. Anja ist seit diesem Gespräch im Hause dieser Familie, hat ihre Ruhe und kann sich von ihrer Verletzung erholen.
Anja hat nun zwei Familien. Es war ihr Wunsch und ich habe diesen respektiert. Sie wird weiterhin in meinem Herzen bleiben, mich besuchen. Wir werden unsere Schmuseeinheiten geniessen und sie kann weiterhin im Kleeblatt der A-Ladies integriert bleiben, so wie es ihr Wunsch ist.
Anja, mein Sternchen, ich liebe dich, so wie du bist.
Der Familie möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen, dass sie sich Anja annehmen.













