Vögel

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Wenn wir von einer Katzenwäsche sprechen, meinen wir dabei eher eine flüchtige Wäsche…Ob Fellpflege oder Gefiederpflege, fast täglich kann ich Tiere dabei beobachten wie sie sich pflegen. Ihre Körperpflege ist aber alles andere als flüchtig. Tiere nehmen sich dazu sehr viel Zeit. Gerade gestern habe ich eine Biene beobachtet, wie sie sich auf dem Tisch vor mir geputzt hat. Ich war total fasziniert. Für den Hinterteil hat sie ihre beiden hinteren Beinchen benutzt, auch um sich diese gegenseitig zu putzen. Ihren behaarten Mittelteil hat sie mit ihren mittleren Beinchen intensiv gereinigt. Und für den Kopfbereich hat sie die vordersten Beinchen benutzt. Die ganze Prozedur dauerte einige Minuten.

 

Wir sehen es oft, aber sind uns dessen gar nich bewusst, wie intensiv sich die Tiere pflegen. Vögel putzen sehr genau jede ihrer Federn. Die Katzen putzen sich systematisch vom Kopf bis hin zur Schwanzspitze und den Krallen durch. Grössere Tiere wie z.B. Pferde, wallen sich auf dem Boden oder pflegen sich gegenseitig. Auch bei den Affen kann man die gegenseitige Fellpflege beobachten. Fellpflege hat auch etwas mit Sozialkontakten zu Artgenossen zu tun.

 

Für viele Menschen gelten Tiere als unhygienisch. Sind sie das wirklich? Ich finde das nicht. Wenn Tiere artgerecht gehalten werden, sind sie sehr reinlich. Ihre Pflege sieht einfach ein bisschen anders aus als unsere, aber auch sie benutzen dazu manchmal Wasser.

 

Auf Youtube habe ich einen Film gefunden, wie sich eine Biene putzt. Sie tut das ungefähr gleich, wie die Biene aus meinem Garten. Viel Spass beim Video.

 

Grundsätzlich ist es ja viel zu warm für die Jahreszeit. Und doch geniesse ich es, wieder die ganze Nacht bei geöffnetem Fenster schlafen zu können. Der Morgen naht, man kann noch nicht von Sonnenaufgang sprechen, ertönt der liebliche Gesang eines Vogels. Kein anderer Vogel singt um diese Zeit. Es ist ganz still draussen und in die Stille beginnt dieser Vogel zu pfeifen, kein melodiöses Lied und doch sehr lieblich.

So zu erwachen ist wunderschön. Sich strecken und dehnen auf den Rücken legen, die Augen schliessen und diesem Gesang einfach ein bisschen zuhören.  Immer wieder hab ich mich gefragt, was für ein Vogel wohl dieser Frühaufsteher ist.

Vor einigen Tagen gab er sich mir zu erkennen. Er setzte sich am Abend vor meiner Nase auf den Gartenzaun und begann sein lieblich Lied.

Die Bachstelze

Frühaufsteherin unter den Vögeln 😉

Während meiner Mittagspause an der Schule begebe ich mich immer in meine kleine Oase, einem kleinem Fluss in der Nähe der Schule. Um diese Zeit ist der Ort erstaunlicherweise immer menschenleer. Nach einem kurzen Spaziergang erreiche ich eine Parkbank, welche sich bei einem kleinen Wasserfall des Flusslaufes befindet. Das ist dann meine Zeit der Ruhe. Einfach still sitzen, die Geräusche des Wassers wirken lassen und, falls Tiere anwesend sind, diesen zuzuschauen.

So auch kürzlich. Von weitem sah ich eine weiss-schwarze Ente auf dem Fluss treiben. Sie liess sich über den Wasserfall treiben, blieb immer schön obenauf, schwamm ins seichte Wasser und begann sich dort an den Steinen gütlich zu tun. Ich konnte ihr dort eine Weile zuschauen. Ihre Schönheit hat mich völlig bezaubert.

Lange habe ich anschliessend auf Bildern gesucht, bis ich herausgefunden habe, das ich einer Eiderente begegnet bin.

Bei der Vogelwarte Schweiz erhielt ich dann diese Information:
Die Eiderente ist ein Teilzieher, Wintergast. Man trifft sie dann gerne auf Fliessgewässern oder Seen an. Die Eiderente ist etwa so gross wie eine Stockente und damit die grösste europäische Tauchente. Der Erpel ist zur Brutzeit überwiegend weiss gefärbt, Kopfplatte und Bauch sind schwarz. Der Nacken weist einen ungewöhnlichen Grünton auf. Die Weibchen sind schlichter braun gezeichnet. Diese Entenart gehört in der Schweiz erst seit kurzem zu den Brutvögeln. Bis in die Fünfzigerjahre war sie eine seltene und unregelmässige Erscheinung. Seither kam es in mehreren Wintern zu grossen Einflügen, worauf die Beobachtungen im Sommerhalbjahr stark zugenommen haben. 1988 gelang dann der erste Brutnachweis auf dem Zürichsee. Seither sind am Neuenburger-, Vierwaldstätter- und Walensee fast jedes Jahr weitere Bruten festgestellt worden. Zahlreicher ist die Eiderente bei uns aber im Winter zu beobachten, wenn sie auf fast allen grösseren Seen in kleinen Trupps auftaucht. Das eigentliche Brutgebiet der Eiderente umfasst den Küstenbereich des Nordatlantiks, Ostsibiriens und des nördlichen Nordamerikas. Sie ist im nördlichen Europa die häufigste „Meeresente“ und weit verbreitet.

Wenn man mit offenem Herzen und offenen Augen durch die Welt geht, lernt man einfach nie aus ;-).

Die Stiftung Pro Bartgeier konnte den Bartgeier in der Schweiz erfolgreich ansiedeln. Er fliegt wieder! Fast wäre er für immer aus unseren Bergen verschwunden. Das erfolgreiche Auswilderungsprojekt bringt diesen Majestätischen Greifvogel wieder zurück. Mit einer Flügelspannweite von 2,7 m gleitet er durch die Lüfte.

Ein Männchen schlüpfte im Tierpark Goldau, ein weiteres Männchen in Spanien und ein Weibchen in Tschechien. Die drei Tiere wurden zuerst im Tierpark Goldau an einander gewöhnt und dann Anfang Juni im Calfeisental ausgewildert.

Der Bartgeier ist ein Aasfresser. Interessant sind für ihn Huftiere wie Rehe, Hirsche, Gämsen oder Steinböcke. Am liebsten mag er deren Knochen. Ohne Problem kann er Stücke in der Grösse von 25 cm schlucken.

Wer mehr über diesen interessanten Vogel erfahren möchte, hier ist ein interessanter Link

http://www.wild.uzh.ch/bg/index.htm

 

Der Spatz oder Sperling, ist wohl einer der bekannteren Vogelarten für die meisten Menschen, weil er in der Stadt und auf dem Land heimisch ist. Er könnte aber schon bald zum Exoten werden. Der Grund liegt vor allem bei den Kleingärtner und beim Ehrgeiz des Klimaschutz. So gibt es mancherorts nur noch halb so viele Spatzen wie in den 80er-Jahren. Die Stadt-Vertreter fressen und verfüttern inzwischen notgedrungen alles.

Der Spatz ist auf die Rote Liste gerückt und mancherorts wahrscheinlich für lange Zeit verstummt. Nach neusten Forschungen gibt es bereits einen Fünftel weniger Spatzen als noch vor 30 Jahren.

Stadt-Spatzen sind zu flexiblen Allesfressern geworden. Der Nachwuchs benötig aber vor allem fette Würmer und grosse Käfer als Nahrung. Doch die Jagd nach kleinem Getier wird immer schwieriger, wird doch in den Kleingärten oft alles fein säuberlich mit Insektiziden und Pestiziden weggespritzt. Die Blattläuse, Käfer und Larven fehlen für den Nachwuchs.

Das zweite Problem: Der Spatz liebt Dächer für den Nestbau. Immer mehr Eigentümer lassen ihre Häuser modernisieren. Eine gedämmte Fassade und ein dichtes Dach senken die Heizkosten, was Umwelt und Klima schont. Platz für den Spatz ist an solchen Häusern allerdings nicht mehr. Und dann gibt es noch die Menschen, welche die Nester an ihren Häusern absolut nicht dulden, weil es für einen kurzen Augenblick etwas schmuzig zu und her geht.

Der Spatz wurde im Jahr 2002 als Vogel des Jahres gewählt. Wurde der Rückgang seiner Art schon da wahrgenommen?  Tragen wir doch einfach Sorge zu dem quirligen Geselle in unseren Gärten.

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