Wildtiere

Doch, es gibt auch schöne Nachrichten. Die Wildkatzen sind zurück. Eine Studie hat gezeigt, dass sich die Wildkatzen-Population zu erholen scheint. Es wird geschätzt, dass ca. 400 – 900 Wildkatzen in der Schweiz leben. Insbesondere im Jura konnte die Wildkatze sich gut ausbreiten. Weiter wurde die Wildkatze in den Kantonen Bern, Solothurn und Basel Land gesehen.

Voraussetzung für die Rückführung ist allerdings, dass sich die Wildkatzen nicht mit den Hauskatzen kreuzen. Kreuzungen führen zu Nachwuchs, welcher nicht Fortpflanzungsfähig ist. Forscher schliessen die Gefährdung der Wildkatze durch Kreuzung nicht aus.

Trauen wir doch den Wildkatzen etwas mehr zu. Sie werden bestimmt merken, ob Wild- oder Hauskatze ;-).

Die Wildkatze wurde im Mittelland durch die Jagd im 18. und 19. Jahrhundert ausgerottet. Ich habe mich deshalb über diese Nachricht besonders gefreut. Noch mehr freuen würde ich mich, wenn ich einmal eine Wildkatze in den Wäldern sehen dürfte. Bis jetzt konnte ich dieses schöne Wesen nur im Tierpark Dählhölzli bewundern.

Während meiner Mittagspause an der Schule begebe ich mich immer in meine kleine Oase, einem kleinem Fluss in der Nähe der Schule. Um diese Zeit ist der Ort erstaunlicherweise immer menschenleer. Nach einem kurzen Spaziergang erreiche ich eine Parkbank, welche sich bei einem kleinen Wasserfall des Flusslaufes befindet. Das ist dann meine Zeit der Ruhe. Einfach still sitzen, die Geräusche des Wassers wirken lassen und, falls Tiere anwesend sind, diesen zuzuschauen.

So auch kürzlich. Von weitem sah ich eine weiss-schwarze Ente auf dem Fluss treiben. Sie liess sich über den Wasserfall treiben, blieb immer schön obenauf, schwamm ins seichte Wasser und begann sich dort an den Steinen gütlich zu tun. Ich konnte ihr dort eine Weile zuschauen. Ihre Schönheit hat mich völlig bezaubert.

Lange habe ich anschliessend auf Bildern gesucht, bis ich herausgefunden habe, das ich einer Eiderente begegnet bin.

Bei der Vogelwarte Schweiz erhielt ich dann diese Information:
Die Eiderente ist ein Teilzieher, Wintergast. Man trifft sie dann gerne auf Fliessgewässern oder Seen an. Die Eiderente ist etwa so gross wie eine Stockente und damit die grösste europäische Tauchente. Der Erpel ist zur Brutzeit überwiegend weiss gefärbt, Kopfplatte und Bauch sind schwarz. Der Nacken weist einen ungewöhnlichen Grünton auf. Die Weibchen sind schlichter braun gezeichnet. Diese Entenart gehört in der Schweiz erst seit kurzem zu den Brutvögeln. Bis in die Fünfzigerjahre war sie eine seltene und unregelmässige Erscheinung. Seither kam es in mehreren Wintern zu grossen Einflügen, worauf die Beobachtungen im Sommerhalbjahr stark zugenommen haben. 1988 gelang dann der erste Brutnachweis auf dem Zürichsee. Seither sind am Neuenburger-, Vierwaldstätter- und Walensee fast jedes Jahr weitere Bruten festgestellt worden. Zahlreicher ist die Eiderente bei uns aber im Winter zu beobachten, wenn sie auf fast allen grösseren Seen in kleinen Trupps auftaucht. Das eigentliche Brutgebiet der Eiderente umfasst den Küstenbereich des Nordatlantiks, Ostsibiriens und des nördlichen Nordamerikas. Sie ist im nördlichen Europa die häufigste „Meeresente“ und weit verbreitet.

Wenn man mit offenem Herzen und offenen Augen durch die Welt geht, lernt man einfach nie aus ;-).

Wissenschaftler haben erforscht dass…

…nicht nur Zugvögel, sondern auch Füchse sich am Magnetfeld der Erde zu orientieren scheinen. Wenn sie auf ein Beutetier zuspringen, dann weisen ihnen die Magnet-Feldlinien den Weg zum Jagderfolg.

Die Füchse gehen bei der Mäusejagt ähnlich vor wie Katzen. Die Forscher haben nun herausgefunden, dass sie einen grösseren Jagderfolg haben, wenn sie in Nord-Süd-Richtung springen. Sie vermuten auch, dass sie sich mit Hilfe von spezieller Photorezeptoren in den Augen orientieren können (ähnlich wie die Zugvögel).

Vor allem im Schnee oder bei hoher Vegetation seien bei einer nördlichen Ausrichtung über 80 % der Sprünge erfolgreich.

Ob das so ist, ich weiss es nicht, ich habe es nicht erforscht. Ich beobachte lediglich ab zu einen Fuchs und finde sie sehr faszinierende Wesen.

Wie die Füchse im Winter jagen zeigt dieses Video. Meine Katzen machen im Winter jedenfalls nicht solche Kopfsprünge in den Schnee. Sie verzichten auf Mäusefutter und ziehen sich zurück in die warme Stube ;-).



Die Bibera ist einer meiner Lieblingsorte was die Spaziergänge anbelangt. Malerisch schlängelt sich dieser kleine Bach durch die Felder und Wälder unserer Region.

Wie es ihr Name verheisst, lebten früher auch Biber in ihren Gewässern. Irgendwann verschwand der Biber. Jetzt aber ist er wieder zurückgekehrt und schon beginnen die „Probleme“. Behörden, Bauern und Biberfachstelle sind in Diskussionen wegen dem kleinen putzigen Nager, welcher mit seinen Dämmen manchmal auch Kulturland unter Wasser stellt. Nur…das Kulturland wird schon seit längerer Zeit auch ohne Biber oft überschwemmt, weil der Bachlauf bei Gewitter zu wenig Wasser fassen kann.

Ein Projekt zum Schutze und der Wiederansiedlung des Bibers an der Bibera ist bereits am Laufen. Ebenfalls sollen die Bachläufe verbreitert werden, damit das Kulturland nicht mehr überschwemmt werden würde. Die Landwirte wehren sich gegen dieses Konzept, weil sie kein Land zur Verfügung stellen wollen, im Moment. Doch es locken in naher Zukunft Direktzahlungen, da könnte ich mir doch vorstellen, dass da doch noch etwas möglich wird, wenn der Batzen rollt.

Leider rollt dieser im Moment noch nicht. Deshalb haben letzte Woche Landwirte im Beisein eines Wildhüters mit einem Bagger ein Biberdamm und somit die Behausung des Bibers entfernt und ihn auf diese Weise vertrieben.

Bedauerlicherweise liegt es zurzeit einmal mehr am lieben Geld, ob der Biber Lebensraum erhält oder nicht. Aber: Aufgrund des Gewässerschutzgesetzes wird auch im Kanton Freiburg die Biberstrategie bald fertig ausgearbeitet sein. Gemäss Biberfachstelle wird es höchstens noch zwei Jahre dauern, bis der drollige Nager auch am Biberabach ungehindert Dämme bauen kann. Da freue ich mich aber drauf, wenn ich auf meinen Spaziergängen dann Herr und Frau Biber hallo sagen kann.

Dieses einmalige Video erzählt von einer Touristin, welche auf dem Strand gesessen hat und den Seeelefanten wie den Pinguinen bei Gold Harbor, South Georgia zugeschaut hat. Unerwartet fühlt sich eine der Robben ganz offensichtlich zu ihr hingezogen und arbeitet sich langsam an die Frau heran. Es sieht aus‚ als verfalle sie in Liebe, kuschelt und flirtet mit der Frau.

Es ist eine ungewöhnliche Szene. Die Robben sind sehr massig ( ca. 6.000 amerikanische Pfunde), trotzdem hat die Frau sich nie ängstlich gezeigt.

Es sind wunderschöne Bilder. Sie zeigen mir ein gegenseitiges Urvertrauen zwischen diesen beiden Lebewesen, sie sind einfach herzberührend! Ihre nonverbale Kommunikation ist einzigartig. So stelle ich mir ein Leben zwischen den Spezies vor.

Zurücklehnen und einfach geniessen!