Wildtiere

…dürfen nicht alles


von den Sorgen oder Erziehungsmassnahmen einer Bärenmama und der Fehlplanung eines Landschaftsgärtners 😉

…pro Quadratkilometer

Eine ungewöhnliche Jagd auf den Feldhasen findet alle fünf Jahre in der Schweiz statt. In der Nacht sind sie unterwegs die Zähler des Feldhasen. Wildhüter und Jäger machen Jagd mit Scheinwerfern auf Meister Lampe.

Seit Beginn der Feldhasenzählungen nimmt der Bestand kontinuierlich ab. Das liegt vor allem an den Veränderungen in der Landwirtschaft. Wo früher noch viele kleine Felder neben einander lagen, sind heute nur noch Grossflächen anzutreffen, die manchmal lange brachliegen. Ein grosses Problem für den Feldhasen sind auch die fehlenden Grünflächen mit hohem Gras. Oft werden fünfmal pro Jahr die Grasflächen geschnitten. Die Zeit dazwischen reicht den Hasen nicht, um ihre Jungen aufzuziehen.

Die Weibchen bekommen im Jahr 3 bis 4 Mal Junge. Die Tragzeit beträgt etwa 42 Tage. Die Würfe umfassen ein bis fünf, ausnahmsweise sechs Junge. Die frisch geborenen Junghasen sind Nestflüchter, werden behaart und sehend geboren. Die Jungtiere werden gerne in hohem Gras versteckt.

Das bisher bekannte Maximalalter im Freiland lebender Feldhasen beträgt 12,5 Jahre, jedoch wird über die Hälfte der Hasen kein Jahr alt.

Nur noch 5 Feldhasen anstelle von 25 pro Quadratkilometer wurden gezählt. Wenn der Mensch nicht bald umdenkt, werden wir Meister Lampe nur noch als Märchen oder als Osterhase kennen.

 

Hier braucht es keine grossen Worte. Einfach zurücklehnen und geniessen. Welch wunderbare und faszinierende Geschöpfe hat hier die Natur erschaffen. Mein Herz haben sie schon lange erobert.

 

Im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Bern und Freiburg könnte schon bald die erste Wolfsfamilie der Schweiz leben. In der Region streifen ein Männchen und ein Weibchen umher. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie sich finden.

Nach mehreren Angriffen auf Schafherden im vergangenen Sommer war klar, dass eine Wölfin in der Region Gantrisch und in der nahegelegenen Region Kaiseregg lebt. Beide Gebiete grenzen ans Berner Oberland an. Insgesammt riss die Wölfin 34 Schafe, wie die Freiburger Staatskanzlei am Montag mitteilte.

Zur gleichen Zeit wurde im selben Grossraum auf Berner Seite ein männlicher Wolf nachgewiesen. Die räumliche Distanz kann ein Wolf problemlos überwinden.

Möglich also, dass die beiden aufeinandertreffen und in der Grenzregion zwischen dem Kanton Freiburg und dem Kanton Bern bald eine Wolfsfamilie lebt.

Aus Erfahrungen anderer Länder wisse man, dass sich Wolfsfamilien beim Jagen auf grössere Wildarten wie Hirsche konzentrierten. Die Übergriffe auf Schafherden würden dann eher abnehmen, heisst es in der Mitteilung der Freiburger Staatskanzlei weiter.

Unabhängig davon müssen sich die Alpbesitzer und Hirten dennoch schon im kommenden Winter über mögliche Herdenschutzmassnahmen absprechen, so etwa über eine dauernde Behirtung oder den Einsatz von Herdenschutzhunden.

Walliser Wolf in Sicherheit

Der zum Abschuss freigegebene Wolf im Wallis kommt voraussichtlich noch mal mit dem Leben davon. Das Tier, nach neusten Erkenntnissen ein Weibchen, hat das Val des Dix verlassen und wird bis zum Ablauf der Abschussbewilligung am Dienstag 6. Oktober nicht mehr erlegt werden.

Der Kanton Wallis will auch kein Gesuch um Fristverlängerung stellen, wie Staatsrat Jacques Melly am Montag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die meisten Schafherden seien wieder im Tal.

(Nachrichten von Tele Bärn)…

…welche ich liebend gerne übernehme :-). Wenn ich Walliser Wolf wäre, würde ich exakt am 7. Oktober wieder auftauchen und die Walliser ein bisschen an der Nase herum führen.

Und was lese ich noch aus dieser Geschichte? Es lebe der Kantöndligeist der Schweiz. Während sich die einen über eine dauernde Behirtung und Herdenschutzhunde Gedanken machen, holen sich die anderen immer noch lieber ihre Jagd-Trophäen.

Ich wünsche mir jetzt einfach ganz fest Nachwuchs bei Familie Wolf. Ich bin mir ganz sicher, der Wolf wird sich nicht mehr verdrängen lassen.

Jeder der ein Wesen sinnlos tötet,
hat für sich selber die Entscheidung getroffen,
ein Mörder zu sein.
Zitat von Farah

Mit diesem Zitat von Farah beginne ich eine traurige Geschichte, geschehen am 20. August 2009. Sie soll aber gleichzeitig als Denkmal diesem Wesen gewidmet sein, dem Wolf.

Ich habe einmal mehr die Nachricht erhalten, dass in der Schweiz ein Wolf erschossen wurde. Es versetzt mir jedes Mal einen Stich ins Herz, wenn ich wieder so eine Nachricht höre. Welch sinnlose Tat an einem so wunderbaren Wesen. Erst kürzlich durfte ich eine Sendung aus Deutschland am Fernsehen mitverfolgen, worin aufgezeigt wurde, welch ungemein wichtige Aufgabe der Wolf für den Wald und die Entwicklung des natürlichen Gleichgewichtes wahrnimmt. Die deutsche Forstwirtschaft unterstützt die Verbreitung der Wolfspopulationen sehr. (die Jäger nicht)

In der Schweiz ist der Wolf nach Bundesgesetz geschützt. Die Kantone können dieses Gesetz übersteuern, wenn ein Wolf aus der Sicht des Menschen einen grossen Schaden anrichtet, d.h. wenn er z.B. mehr als 30 Schafe reisst. Warum reisst ein Wolf so viele Schafe? Die Antwort ist sehr einfach. Von den Schafen, die der Wolf reisst, wird vorerst einmal der Mageninhalt gegessen. Dann lässt er seine Beute liegen, um später wieder davon zu zehren. Das Problem ist, dass der Mensch immer gleich alles fein säuberlich wegräumen muss. So muss der Wolf wieder neue Beute machen, anstatt von der alten essen zu können.

Es ist erwiesen, dass die Beute vom Wolf wenn möglich vollständig gegessen wird, grössere Huftiere, werden sogar über mehrere Tage lang genutzt und bis auf die Knochen, das Fell und Teile des Darmtraktes verwertet.

Die Angst der Menschen vor Wölfen ist völlig unbegründet. Im 20. Jahrhundert ist in ganz Nordamerika und Europa nur ein einziger Fall von einem tödlichen Angriff eines Wolfs auf einen Menschen bekannt geworden. Wie es zu dieser Situation kam, ist nicht bekannt.

Die Geschichte vom Wolf in der Schweiz zeigt mir einmal mehr, wie bequem der Mensch rasch Profit schlagen will. Möchte ein Schafbesitzer seine Schafe wirklich schützen, könnte er dies tun, sei es mit Herdenschutzhunden oder gar mit der Einrichtung eines gedeckten Stalls. Die Billigvariante, einfach gar nichts zu tun und die Schafe frei irgendwo grasen zu lassen, schmeckt wohl manchem Schafbesitzer besser (die Schafe sind ja versichert). Mit dieser Haltung wird den Jägern genau in die Hände gespielt. Diese haben ebenfalls kein Interesse am Wolf, weil durch ihn ihre Abschussquoten in Gefahr sind.

Wer sich gerne etwas über den Wolf informieren möchte, hier sind zwei interessante Links.

www.nabu.de/tiereundpflanzen/saeugetiere/raubtiere/wolf/index.html

www.wild.uzh.ch/wolf/d/