Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin,
dass Du Dein Leben ändern kannst,
indem Du Deine Geisteshaltung änderst.
Albert Schweitzer

Seinen Tierfreund auf seinem letzten Lebensabschnitt zu begleiten ist nicht für alle Menschen einfach. Wenn man die plötzliche „Hilflosigkeit“ bei den Tieren auf ihrem letzten Lebensabschnitt feststellt, stösst man oft an seine Grenzen und schläfert das Tier ein, um es „zu erlösen“.

Ich habe das auch getan, bei meinem Kater Büebu, in bestem Wissen und Gewissen. Man lässt sein Tier nicht leiden und erlöst es von seinen Qualen.

Als ich mit der Tierkommunikation angefangen habe, musste ich mit Entsetzen (weil ich meinen Kater eingeschläfert hatte) feststellen, dass die meisten Tiere nicht eingeschläfert werden möchten oder sich dies oft nur deshalb wünschen, damit sie ihren Menschen von seinem Leiden erlösen können. Bei Katzen, welchen freien Auslauf haben, kann man sogar beobachten, dass sie sich in die Natur zurückziehen, um irgendwo in Ruhe den Weg ins Licht gehen zu können.

In meiner Tätigkeit als Tierkommunikatorin habe ich gesehen, dass Sterbebegleitung auch bei Tieren sehr wichtig ist. Auf der einen Seite konnte ich den Menschen dabei unterstützen, sein Tier loszulassen, sich von ihm zu verabschieden. Ich konnte ihm in seiner Trauer helfen, in dem ich ihm zeigen konnte, dass sein Tierwesen immer noch da ist, dass er immer noch mit diesem Wesen kommunizieren kann. Auf der anderen Seite konnte ich den Tieren den Weg ins Licht erleichtern, in dem ich den Menschen dabei unterstützte, loszulassen.

Was unterscheidet das Sterben eines Menschen zum Sterben eines Tieres? Darauf gibt es nur eine Antwort. Nichts. Bei all den Sterbebegleitungen, bei denen ich helfen durfte, habe ich keinen Fall erlebt, wo nicht respektvoll auf die Wünsche der Tiere eingegangen worden wäre. Das macht mich sehr, sehr glücklich.